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Wetterau Hinweisschild   Kennzeichen Büdingen   Autorenlesung Yvonne Taddeo

Attraktionen der Wetterau

Die Keltenwelt am Glauberg ist die jüngste und wohl auch die größte Attraktion der ArchäologieLandschaft Wetterau. Das Schild, das an der Autobahn 45 für das Landesmuseum und die ArchäologieLandschaft werben wird, hat Landrat Joachim Arnold jetzt gemeinsam mit Sponsoren und Vertretern der Landesarchäologie vorgestellt.

Unser Bild zeigt von links den Vorstandsvorsitzenden der Sparkasse Oberhessen Günter Sedlak, Peter Rudel, Fachbereichsleiter Regionalentwicklung und Umwelt, Landesarchäologe Prof. Egon Schallmayer, die stellvertretende Landesarchäologin Dr. Vera Rupp, die auch das Museum am Glauberg leitet, Landrat Joachim Arnold, Glaubergs Bürgermeister Carsten Krätschmer und Bernd-Uwe Domes als Vertreter des Vereins KeltenWelten.

Bei der Vorstellung des Hinweisschildes bezeichnete der Landrat das Landesmuseum am Glauberg als einen Volltreffer, der alle Erwartungen weit übertroffen hat. „Die Menschen in der Region identifizieren sich mit ihrem Museum und ihrem Keltenfürsten. Alle profitieren von diesem hervorragenden und einzigartigen Museum.“ Arnold hob insbesondere die Symbiose von großartigen Funden, der einzigartigen Architektur und der Vernetzung mit der ArchäologieLandschaft Wetterau hervor.


 

Es droht keine weitere Abschiebung 

Landrat Joachim Arnold hat einer Äußerung der Bildzeitung widersprochen, wonach Ashot Soghomonyan kurz vor der Abschiebung stehe. „Tatsächlich gibt es konkrete Abschiebehindernisse, die ein Aufenthaltsrecht begründen“, so Landrat Arnold.

Die Bewertung dieser Abschiebehindernisse obliegt dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. „Die Aufenthaltserlaubnis gilt zunächst einmal bis Mai, danach muss neu bewertet werden, abhängig von der Gesundheitssituation von Herrn Soghomonyan“, informiert Landrat Arnold. Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge entscheidet aufgrund der ärztlichen Gutachten und den Behandlungsmöglichkeiten im Heimatland über vorliegende Abschiebehindernisse. Solange diese bestehen wird die Aufenthaltserlaubnis verlängert werden. Insofern kann Herr Soghomonyan bis auf weiteres im Land bleiben.

Was die Abschiebung von Walja, Migran und Mamikon Soghomonyan angeht, erläutert Arnold das Vorgehen der Behörde. Bereits im Jahr der Einreise 1997 wurden die Asylanträge abgelehnt. Nach Abschluss des Rechtsweges wurden die Bescheide 2002 bzw. 2004 auch rechtskräftig. Petitionsverfahren brachten ebenfalls keine andere Entscheidung, somit war die Familie rechtskräftig zur Ausreise verpflichtet und nur geduldet.

Die Familie wurde mehrfach zur Ausreise aufgefordert, kam dieser Aufforderung aber nicht nach und hat stattdessen über Jahre hinweg über Identität und Staatsangehörigkeit getäuscht, so dass die notwendigen Papiere der Heimatbehörden nur mit großem Zeitverzug von den deutschen Behörden beschafft werden konnten.

„Die so genannte Altfallregelung konnte im Falle der Familie Soghomonyan nicht greifen, weil Voraussetzung für diese Altfallregelung ist, dass die Ausländerbehörde nicht vorsätzlich über aufenthaltsrechtlich relevante Umstände getäuscht oder behördliche Aufenthaltsbeendigungsmaßnahmen nicht vorsätzlich hinausgezögert oder behindert werden“, so Landrat Joachim Arnold.

Zudem wurde von der Deutschen Botschaft in Armenien festgestellt, dass die Familie in ihrem Herkunftsland über eine Wohnung verfügt, so dass der Abschiebung keine weiteren Hindernisse im Wege standen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kommt Kennzeichen „BÜD“ zurück?

Im Sommer diesen Jahres werden die Verkehrsminister des Bundes und der Länder darüber entscheiden, ob die Fahrzeugzulassungsverordnung neu geregelt wird und historische Kennzeichen wieder neu ausgegeben werden. Für den Wetteraukreis hieße das, dass das alte Kennzeichen BÜD wieder in Umlauf käme, das heute nur noch auf historischen Fahrzeugen zu finden ist. 

Im Rahmen einer Pressekonferenz hat Prof. Dr. Ralf Bochert, Inhaber eines Lehrstuhls für Volkswirtschaftslehre und Destinationsmanagement an der Hochschule Heilbronn, die Ergebnisse einer Befragung zur Wiedereinführung von Kfz-Kennzeichen in Hessen und insbesondere in Büdingen vorgestellt. (Die Ergebnisse der Befragungen sind als Anlage beigefügt.)

Im Rahmen der Pressekonferenz betonte Bochert noch einmal, dass es weniger um Folklore gehe. „Der Kreiszuschnitt stimmt oft nicht mit dem überein, mit dem sich die Menschen identifizieren. Kennzeichenkürzel sind Marken, die für eine Stadt stehen und identitätsstiftend sein können.

Bei seiner Befragung hat er festgestellt, dass die Frage der Wiedereinführung historischer Kennzeichen von breitem Interesse ist. „Das ist eigentlich ein Thema, bei dem jeder mitreden kann. Daher sind bei den Befragungen nur wenige Personen ohne eigene Meinung, was bei solchen Umfragen eher ungewöhnlich ist.“

Als ein interessantes Ergebnis der Befragung in Büdingen wurde deutlich, dass die Diskussion zur Gebietsreform im Jahre 1972 völlig verblasst ist. Die Zustimmung zum Wetteraukreis als Gebietskörperschaft ist sehr groß. Gleichzeitig haben 80 Prozent der Befragten sich für ein Büdinger Kennzeichen ausgesprochen.

Bürgermeister Erich Spamer, der schon angemeldet hat, das erste BÜD - Kennzeichen für seinen Privatwagen übernehmen zu wollen, glaubt, dass das „Thema Büdingen“ in Gedanken nie aufgegeben wurde. Dass ein Kfz-Kennzeichen große Auswirkungen auf den Tourismus haben könnte, erwartet Spamer indes nicht. „Da ist ein Hinweisschild an der Autobahn wesentlich effektiver.“

Landrat Joachim Arnold wunderte sich über das Ergebnis der Studie nicht. „Das Thema trifft aber weniger den Altkreis und mehr die Stadt Büdingen. Deshalb setze ich mich auch für das neue Kennzeichen ein. Die Menschen identifizieren sich mit ihrer Heimatstadt mehr als mit Verwaltungsstrukturen.“

Bürger sollen wählen können
Arnold sieht die Wetterau eher mit einer polyzentralen Struktur, ohne die Sogwirkung einer großen Stadt. „Wir haben mit Friedberg, Bad Nauheim, Butzbach, Karben, Bad Vilbel, Büdingen und Nidda gleich mehrere Zentren, die nebeneinander stehen. Die Bürgerinnen und Bürger sollen daher für sich entscheiden, ob sie das Kennzeichen FB weiter behalten wollen oder nicht. Für Büdingen freilich wäre ein eigenes Kennzeichen sicherlich eine Möglichkeit, zusätzlich bekannt zu werden. Die touristische Entwicklung in Büdingen wurde in diesem Jahr besonders durch die Eröffnung der KeltenWelt am Glauberg beflügelt. Da kann das Kennzeichen BÜD bei der touristischen Vermarktung durchaus noch hilfreich sein.“

Auch der Gelnhäuser Bürgermeister Thorsten Stolz war zur Pressekonferenz eingeladen. Stolz gab einerseits ein Bekenntnis für den Main-Kinzig-Kreis ab, gleichzeitig warb er aber auch für das Nummernschild GN für die alte Kreisstadt Gelnhausen, auch vor dem Hintergrund einer touristischen Wirkung.

Keine Extrakosten
Deutlich wurde im Rahmen der Pressekonferenz, dass der Wechsel der Kennzeichen ein langsamer und lang dauernder Prozess ist. Es werden nicht alle Bürgerinnen und Bürger aufgefordert, ihre Kennzeichen zu wechseln. Nur bei einem ganz normalen Zulassungsvorgang, wenn ein neues Auto angemeldet oder ein anderes umgemeldet wird, kommen die neuen Kennzeichen zum Einsatz. Wer aber vorher das Kennzeichen wünscht, der kann dies bei der Zulassungsstelle in Büdingen tun zum Preis von knapp 50,00 Euro inklusive neuer Kennzeichen ordern. Voraussetzung allerdings ist, dass die Verkehrsminister über die Zulässigkeit der neuen Kennzeichen entscheiden. Bis zum Sommer des kommenden Jahres hat man dann noch Gelegenheit zu überlegen.

Zwölf Kommunen haben schon beschlossen
Mit der Stadtverordnetenversammlung Alsfeld hat die zwölfte hessische Kommune für die Weidereinführung der historischen Kennzeichen gestimmt. Zuvor gab es schon Beschlüsse in Büdingen, Gelnhausen, Usingen, Hünfeld, Schlüchtern, Dieburg, Dillenburg, Wetzlar, Biedenkopf, Hofgeismar und Weilburg.

 

Autorenlesung

„Den Menschen ihre Heimat bekannt machen.“ Das ist der Vorsatz, mit dem die Ortenberger Autorin Yvonne Taddeo ihre Romanreihe „Keltâ“ schreibt. Der erste Band mit dem Titel „Lubiias“ [die du liebst]erschien im November bei der Geschichtswerkstatt Büdingen. Frau Taddeo ist verheiratet, hat 4 Kinder und lebt in der Ortenberger Altstadt. Und das mit „Leib und Seele“, wie die Wahlortenbergerin sagt und findet, dass sie sich keinen schöneren Ort zum Leben hätte aussuchen können. Im Laufe der Zeit bemerkte sie, dass sich viele ihrer Mitmenschen der Schönheit und der Sehenswürdigkeiten ihrer eigenen Heimat gar nicht bewusst sind. Doch wie etwas daran ändern? Frau Taddeo, die ihre literarischen Ambitionen bisher auf Zeitungsartikel für hiesige Sportvereine beschränkte, verband ihre Faszination für die Kelten vom Glauberg mit dem Vorhaben, den Menschen ihre Heimat näher zu bringen.

Aus ihrem spannenden Roman, in dem Frau Taddeo den Glauberg, die Lissburg und andere bekannte Schauplätze mit fiktiven Abenteuern verbindet , las sie bereits am 03.Dezember  im Geisterhaus vor. Doris Gassmann, die dieses Ortenberger Kleinod schuf, und freundlicherweise ihre Räumlichkeiten für dieses Event zur Verfügung stellte, bewirtete die Gäste gewohnt freundlich und sorgte mit Kerzenschein und Ofenfeuer für eine entspannte Atmosphäre. Die 15 Anwesenden verbrachten einen unterhaltsamen Abend mit fesselnden Leckerbissen aus dem Buch, die durchaus Lust auf mehr machten. Einige Besucher hatten das Buch bereits erworben und zu Ende gelesen und fragten nun gespannt, wie lange die Autorin für den zweiten Band brauchen würde. „Das muss wohl das Weihnachtsgeschenk 2012 werden“, kommentierte sie lächelnd, „denn so ein Buch lässt sich nun mal nicht aus dem Ärmel schütteln.“

Interessierte, denen es nicht möglich war, zu diesem Termin zu erscheinen, regten nun eine weitere Lesung in Ortenberg an. Passend zu dem Buch veranstalten Anette Wiegand und Thomas Deusing von Anthoms Pub in Ortenberg-Wippenbach einen „keltischen Abend“. Der mit „keltisch, urig, rockig“ sehr treffend beschriebene Pub bietet genau das richtige Ambiente für solch eine Veranstaltung. Am 30.01. um 18.30Uhr können die Besucher sich gedanklich von der Autorin entführen und leiblich von den Pubinhabern verwöhnen lassen, die mit passender Gewandung das Gesamtbild abrunden, was es noch leichter macht, sich an mystische Orte entführen zu lassen. Im Anschluss stellt sich Frau Taddeo gerne eventuellen Fragen. Bei einen Guinness vom Fass oder einer Flasche Kilkenny  können sie den Abend langsam ausklingen lassen, oder noch lange gemütlich mit Freunden reden und den irischen Klängen im Hintergrund lauschen.

Die lokale Verbundenheit des Romans macht sich gleich im ersten Kapitel bemerkbar. Wo sonst, als auf dem Kalten Markt, Ortenbergs ureigener Veranstaltung, könnte die spannende Geschichte der 16jährigen Lioba beginnen? Dort trifft sie auf einen Jungen, der sie gleichzeitig magisch anzieht und in Todesangst versetzt. Lioba gerät in eine uralte Fehde, die mit ihrer eigenen Herkunft zu tun hat. Doch die Menschen, die ihr Auskunft über ihre besondere Gabe geben könnten, bleiben stumm. So begibt sie sich auf die Suche nach Antworten und merkt schnell, dass sie sich auf eine lebensgefährliche Mission eingelassen hat.


 


Beratung für Frauen

Der Fachdienst Frauen und Chancengleichheit bietet jeweils am zweiten Mittwoch des Monats eine offene Sprechstunde für Frauen in der Verwaltungsstelle Büdingen an.

Die nächste Sprechstunde hält Hanne Battenhausen am Mittwoch, dem 11. Januar, von 10:00 bis 12:00 Uhr in der Kreisverwaltung Büdingen, Berliner Str. 31, Zimmer 3, ab. Die Themen, zu denen die Mitarbeiterinnen des Fachdienstes beraten und informieren, reichen von beruflicher Förderung, Arbeitszeitgestaltung und Existenzsicherung bis hin zu Trennung, Scheidung, sexuelle Belästigung und Gewalt.

Neben der offenen Sprechstunde in Büdingen besteht das Beratungsangebot des Fachdienstes in Friedberg während der üblichen Öffnungszeiten der Kreisverwaltung.

Gerne kann vorab auch ein Termin abgestimmt werden, in dringenden Fällen beraten die Mitarbeiterinnen natürlich umgehend: Fachdienst Frauen und Chancengleichheit, Telefon: 06031/83-5301.

 

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