Bad Nauheim

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Einweihung Sportfeld Butzbach

100 Jahre Jugendstil in Bad Nauheim

Besucher Tag der Industriekultur

Sportfeld wurde eingeweiht

Butzbach - Sport gehört sicherlich auch bei den meisten Schülerinnen und Schülern des Weidig-Gymnasiums in Butzbach zu den Lieblingsfächern. Daher werden diese sich sicher über die Sanierung ihres Sportfeldes freuen. Pünktlich zum Schulbeginn haben Landrat Joachim Arnold und Schuldezernent Helmut Betschel-Pflügel gemeinsam mit der Schulgemeinde das Sportfeld eingeweiht.

Mit über 1.500 Schülerinnen und Schülern ist das Weidig-Gymnasium eine der größten allgemein bildenden Schule in der Wetterau. Um ihnen gute Lernbedingungen zu ermöglichen, wurden in den vergangenen Jahren verschiedene Sanierungsarbeiten durchgeführt. Dazu zählten unter anderem der Bau der Mensa, die Neugestaltung der Naturwissenschaften, Ersatzbauten für marode Pavillons und nun die Sanierung des Sportfeldes.

Im Rahmen der Sanierung wurden die Böschungen befestigt. Die seitlichen Böschungen zum Waldrand wurden mit Betonwinkelelementen abgefangen. Praktischerweise wurde dabei ein ca. 10 Meter breiter Teil der Winkelstützwand mittels Klettergriffen in eine Boulderwand umfunktioniert: Auf bis zu zwei Meter Tritthöhe kann hier nun im Schulsport geklettert werden.

Die Böschung zum Nachbargrundstück wurde mit einer Kombination aus Betonwinkelelementen und Pflaster abgefangen. Auch hier ergibt sich ein schöner Nebeneffekt für die Schülerinnen und Schüler: Die Abfangung bildet gleichzeitig eine Tribüne mit drei Sitzstufen, die über zwei Treppen erschlossen wird. Die übrigen Böschungsflächen erhalten eine Bepflanzung aus niedrigen Sträuchern und Bodendeckern.

Außerdem wurden oberhalb der Stützmauern Doppelstabgittermatten als Absturzsicherung angebracht. Des Weiteren wurde das Sportfeld mit einem neuen 20 Millimeter starken Kunststoffbelag aus wasserdurchlässigem Gummigranulat versehen. Danach wurden die Markierungen auf dem Sportfeld neu aufgetragen. Die Kosten betragen ca. 315.000 Euro. Darin enthalten sind die Ausgaben für Sportgeräte, wie zum Beispiel eine Basketballanlage.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


100 Jahre Jugendstil in Bad Nauheim

Mit der Fertigstellung der Trinkkuranlage wurde im Jahr 1912 der Bau der Bad Nauheimer Kuranlagen im Jugendstil abgeschlossen. Im Jahr 2012 feiert die Gesundheitsstadt daher das große Jubiläum „100 Jahre Jugendstil“. Mit besonders vielen schönen Veranstaltungen präsentiert sich das Jugendstilfestival vom 7. bis 9. September in Trinkkuranlage und Sprudelhof. Ausstellungen und Vorträge, Modenschauen, Lesungen, Führungen, Konzerte, kulinarische Besonderheiten und Droschkenfahrten laden Besucher dazu ein, sich in die Epoche zu Beginn des 20. Jahrhunderts versetzen zu lassen.

„Zum Jugendstil-Jubiläum haben wir das Programm des Festivals erweitert“, sagt Johannes Lenz, Leiter des Fachbereichs Kultur der Stadt Bad Nauheim. So stehe beispielsweise der Verbindungsweg zwischen den beiden Jugendstil-Anlagen Sprudelhof und Trinkkuranlage im Fokus zweier Veranstaltungen. Am Samstagabend um 19 Uhr werde er mit „Stolperzitaten“ gespickt sein, mit denen der Verein „kunstvoll e.V.“ aufzeigen möchte, wie der Jugendstil als Kunstrichtung seinerzeit polarisierte. Lenz weiter: „Sonntagnachmittag dann steht hier der Kindererlebnisweg mit einer ganzen Anzahl klassischer Jugendstilspiele zur Unterhaltung der Kleinen bereit. Aber auch neuere Spiele wie zum Beispiel Slackline können ausprobiert werden.“ Während die Kinder spielen, können sich deren Eltern über das Angebot verschiedener Bad Nauheimer Kindertagesstätten informieren, die vor Ort für Gespräche zur Verfügung stehen.

Den fulminanten Höhepunkt des Festivals bildet am Abend des 8. September die feierliche Illumination der Jugendstilbauten Bad Nauheims. Unter dem Motto „Lichtachsen“ erstrahlen die einzigartigen Gebäude in wechselnden Lichtstimmungen und Farbverläufen. Hunderte Beleuchtungskörper und Tausende Meter Kabel schaffen Lichteffekte an Jugendstilfassaden und Muschelkalkreliefs, Glasfenstern, Quellen, Ornamenten und sogar am 70 Meter hohen Turm der Dankeskirche. Musikalische Klänge begleiten die Inszenierung.

Beliebte Klassiker stehen ebenfalls auf dem Programm des Jubiläums-Festivals. Beim Jugendstil-Restauratoren- & Kunsthandwerkermarkt in der Trinkkuranlage demonstrieren rund 70 Aussteller das große handwerkliche Repertoire der Jugendstil-Epoche. Vorführungen von typischen Stuck-, Keramik-, Glas-, Holz-, Näh- und Schmuckarbeiten geben interessante Einblicke.

Die große Modenschau am Festivalsamstag um 17 Uhr hat sich in den vergangenen Jahren zum Publikumsmagnet der Veranstaltung entwickelt. Wenn edle Roben, elegante Fracks, Aufsehen erregende Hüte und verspielte Accessoires über den Laufsteg im Wasserbecken der Trinkkuranlage flanieren, schauen Hunderte zu. Lenz erklärt: „Die zahlreichen stilecht gekleideten Teilnehmer machen die einzigartige Atmosphäre des Jugendstilfestivals aus. Während des gesamten Festivals kann man viele Personen in detailverliebten Kostümierungen entdecken.“ Das Schönheitsideal um 1900 ist wieder großes Thema beim Jugendstilfestival.

 

 

 

 

 

 


Mehr Besucher bei Tagen der Industriekultur

Die 10. Tage  der Industriekultur Rhein-Main sind am Sonntag mit einem neuen Besucherrekord zu Ende gegangen: Rund 24.000 Teilnehmer nahmen das umfangreiche Veranstaltungsangebot unter dem Motto „Unterwegs in die Zukunft“ wahr - 360 Veranstaltungen an 170 Orten standen auf dem Programm. Im Vorjahr waren es 15.000 Besucher bei 280 Veranstaltungen an 125 Orten.

Einen starken Besucherzuwachs verzeichnete auch Bad Nauheim. Die Gesundheitsstadt hat sich mit mehr als zehn Veranstaltungen an den Tagen der Industriekultur beteiligt. „Das Interesse an unseren Industriedenkmälern war in diesem Jahr noch größer als 2011“, berichtet Katja Heiderich, Geschäftsführerin der Bad Nauheim Stadtmarketing und Tourismus GmbH (BNST). „Unsere Sonderveranstaltungen waren schon im Vorfeld ausgebucht.“ E.ON beispielsweise öffnete dem Publikum ausnahmsweise die Türen des über einhundert Jahre alte Kraftwerks am Goldstein und eine Führung durchs Max-Planck-Institut zeigt die 80-jährige Historie der heute modernsten Labors auf. Heiderich weiter: „Besonders beliebt waren auch wieder die Führungen in die Katakomben des Sprudelhofs. Alle vier Termine waren schon zwei Wochen vorher voll. Insgesamt sind wir mit rund 800 Industriekultur-Besuchern in Bad Nauheim sehr zufrieden.“ 

Zufriedenheit haben laut Heiderich auch die Gäste geäußert, die Resonanz sei durchweg positiv gewesen. „Sehr begeistert waren die Besucher zum Beispiel von der extra entwickelten Taschenlampenführung ‚Jugendstil at night’, die den Sprudelhof einmal aus einer ganz neuen Perspektive zeigt.“ Das Publikum bei allen Veranstaltungen sei sehr gemischt gewesen. „Vom Kind bis zum über 70-Jährigen war alles vertreten. Die Besucher kamen aus dem gesamten Rhein Main Gebiet.“

Die Geschäftsführerin der KulturRegion, unter deren Dach die Route der Industriekultur Rhein-Main beheimatet ist, Sabine von Bebenburg berichtet: „Mittlerweile zieht eine stetig wachsende Fangemeinde von Veranstaltung zu Veranstaltung. Bei den Jüngeren spricht sich der attraktive Angebotsreigen immer mehr herum. Es gibt jede Menge interessante, versteckte Orte der Industriekultur in der Region FrankfurtRheinMain, die man nur zu den Tagen der Industriekultur entdecken kann.“ Diese Orte der Öffentlichkeit zugänglich zu machen, sei eine logistische Meisterleistung für alle beteiligten Vereine und Akteure.

Das bestätigt auch Heiderich: „Ohne die mitwirkenden Vereine hätten die Tage der Industriekultur in Bad Nauheim kein solcher Erfolg werden können.“ Nur durch deren Unterstützung sei es möglich gewesen, außergewöhnliche Veranstaltungen anzubieten. Die Projektgruppe Wind- und Wasserkunst beispielsweise ermöglichte exklusiv den Aufstieg zum Windmühlenturm in der sogenannten Langen Wand der Gradierbauten. Die Eisenbahnfreunde Wetterau haben mit ihrem Tag der offenen Tür mehrere Hundert Besucher angezogen. „Bei der Route der Industriekultur geht es aber auch darum zu zeigen, wie Historisches heutzutage genutzt wird“, so Heiderich weiter. In diesem Rahmen bot die Therme am Park die Möglichkeit, einen Kinofilm zu sehen und dabei in Thermalsole zu baden. Die heilende Wirkung der Sole war Mitte des 19. Jahrhunderts von den Mitarbeitern der früheren Nauheimer Siedesaline entdeckt worden. „Wir hatten ein tolles, breitgefächertes Angebot“ bilanziert Heiderich. „Unser Dank gilt allen beteiligten Akteuren.“

 

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