Bad Homburg

zurück

Richtfest Friedrich Ebert Schule

Gemeinsam für einen starken Einzelhandelsstandort

Der Wettbewerb der Einzelhandelsstandorte, ob in Zentren oder in Innenstädten, wird härter. Insbesondere in der Rhein-Main-Region werden nicht nur neue Kapazitäten aufgebaut, sondern auch die bestehenden teils intensiver entwickelt. So entstehen zum Beispiel in Frankfurt am Skyline-Plaza neue Einzelhandelsflächen während sich auf der Zeil eine neue Initiative analog der Aktionsgemeinschaft Bad Homburg etablieren will.

„Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, auch unseren Einzelhandelsstandort Bad Homburg weiter zu entwickeln und für die Zukunft zu positionieren“, so Bürgermeister Karl Heinz Krug. Die Stadt hat deshalb eine Initiative Innenstadt Bad Homburg ins Leben gerufen und dazu wesentliche Partner in Form einer Steuerungsgruppe eingebunden.
Dazu zählen die Aktionsgemeinschaft, der Hessische Einzelhandelsverband, der DEHOGA Hessen für die Gastronomie, der Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümer-Verein Hochtaunus für die Immobilienbesitzer und die IHK Frankfurt am Main.

Geleitet wird die Initiative Innenstadt durch das Kernteam, das sich aus der Aktionsgemeinschaft und der städtischen Wirtschaftsförderung zusammensetzt. „Wir sind sehr angetan von diesem städtischen Engagement, welches sich in nahezu idealer Weise mit den Aktivitäten der Aktionsgemeinschaft zusammenfügt. Das Interesse an einer verantwortlichen Mitarbeit in der Initiative Innenstadt war deshalb von Anfang an sehr groß“, freut sich Jörg Hölzer, Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft.

Die Initiative trifft sich in regelmäßigen Abständen und bearbeitet verschiedene Themenbereiche, die im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung der Bad Homburger Innenstadt wichtig sind. Themenbezogen werden dazu dann Fachleute aus dem Rathaus oder auch externe Experten hinzugezogen.
Hierzu zählen unterschiedlichste Fragestellungen von Flächen und Sortimenten im Einzelhandel über die Gestaltung der Louisenstraße und ihrer Nebenstraßen bis hin zu Fragen der Parkraumentwicklung. Ein breites Themenfeld, das nun in der Zusammenarbeit der beteiligten Partner intensiv angegangen werden soll, um dazu beizutragen, die Bad Homburger Innenstadt erfolgreich für das nächste Jahrzehnt zu positionieren. Die Maßnahmen und Aktivitäten werden durch begleitende Marketing- und PR-Aktivitäten unterstützt.

Thomas Meye, stellvertretender Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft, ist ebenfalls überzeugt davon, dass mit der Initiative ein Ruck durch die Bad Homburger Innenstadt gehen kann. „Ansätze zur Optimierung unserer schönen Einkaufsstadt sind durchaus vorhanden. Ich sehe das ganz pragmatisch - denn ich habe die Louisenstraße jeden Tag direkt vor Augen wenn ich aus unserem Geschäft nach draußen schaue“, so Meye.
Mit dem Thema Sondernutzungen will sich die Initiative als Erstes im Detail auseinandersetzen. „Wir haben ein attraktives Erscheinungsbild unserer Fußgängerzone, das aber in bestimmten Bereichen noch zu verbessern ist. Ich denke insbesondere bei einigen Warenauslagen und

Außenbewirtschaftungen ist noch Optimierungspotenzial vorhanden – dieses wollen wir gemeinsam mit den Betreibern ausschöpfen. Ein klares Regelwerk, die Sondernutzungssatzung, ist vorhanden und für jeden zugänglich“, so Bürgermeister Krug.


Bad Homburg bringt Straßenbeleuchtung auf neuesten Stand

Die Stadt Bad Homburg v.d.Höhe wird rund die Hälfte der Straßenbeleuchtung im Stadtgebiet innerhalb der beiden kommenden Jahr auf LED-Technik umstellen. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 3,6 Millionen Euro. Die Stadt erwartet für die Zukunft selbst bei steigenden Strompreisen sehr viel niedrigere Ausgaben für die Energie und für die Wartung.

„Rund 3.650 Leuchten im Stadtgebiet sind älter als 25 Jahre und verbrauchen eine entsprechend hohe Menge Strom. Wir werden durch die LED-Technik den Stromverbrauch um bis zu zwei Drittel reduzieren und die Ausgaben für die Straßenbeleuchtung voraussichtlich um mehr als die Hälfte verringern können. Wir tragen so zur Reduzierung von Kohlendioxid bei der Stromerzeugung bei“, erläutert Oberbürgermeister Michael Korwisi. Die Sanierung der Straßenbeleuchtung ist die bisher größte Investition der Stadt in ein ökologisches Projekt.

Der Magistrat spricht sich zur Finanzierung des Projektes für eine Kreditaufnahme aus dem Programm „Energieeffiziente Stadtbeleuchtung“ der KfW aus. Die Kredite haben einen geringen Zinssatz und sind in den ersten beiden Jahren Tilgungsfrei. Das Vorhaben hätte sich auf Grund der Einsparungen noch innerhalb der Kreditlaufzeit von zehn Jahren amortisiert.

Der jährliche Stromverbrauch der 3.650 Leuchten kann nach Berechnungen der Stadt von derzeit rund 1,5 Millionen auf rund 450.000 kWh gesenkt werden. Sogar ohne steigende Strompreise betrügen die Einsparungen jährlich rund 220.000 € Hinzu kommt eine höhere Betriebssicherheit der LED-Leuchten. Damit sinken auch die Wartungskosten um rund 70.000 Euro pro Jahr. Bei den Wirtschaftlichkeits-Berechnungen geht die Stadt von einem fünfprozentigen Anstieg der Strompreise und von einem Verzicht auf 300 Leuchten auf Grund besserer Ausleuchtung aus. Die Verwaltung beabsichtigt darüber hinaus, das Projekt zur Förderung durch das Bundesministerium für Umwelt anzumelden. Das Ministerium würde bis zu einem Viertel der Investitionssumme übernehmen.

In zehn Jahren werden durch die Modernisierung der Straßenbeleuchtung rund 5.900 Tonnen CO2, innerhalb der Lebensdauer der neuen Beleuchtung rund 17.500 Tonnen CO2 eingespart. „Da die Lebensdauer der erneuerten Straßenbeleuchtung nach zehn Jahren weitere zwölf bis 15 Jahre beträgt, ist die Maßnahme ökonomisch wie ökologisch empfehlenswert“, so Korwisi.

Die Stadt hat bereits gute Erfahrungen mit der LED-Technik gesammelt. Der größte Teil der Ampeln ist bereits umgestellt. Im Mariannenweg sind im Zuge der Sanierung LED-Leuchten errichtet worden. Das nächste Projekt ist der Chattenweg. Dort sollen die Leuchten ebenfalls ausgetauscht werden.







 

 


Sanierung der Albin-Göhring-Halle in zwei Schritten

Die Stadt Bad Homburg beginnt im Februar 2013 mit dem ersten Abschnitt der Sanierungsarbeiten in der Albin-Göhring-Halle. Geschlossen werden deshalb die Gaststätte, die Clubräume und die Kegelbahn. Der Spielbetrieb kann bis Sommer 2013 fortgeführt werden. Die Stadt fängt dann mit der dringend erforderlichen Sanierung von Umkleiden und Sanitärbereichen an. Die Halle ist deshalb vom 1. Juni an auch für Sportveranstaltungen geschlossen. Die Ausweich-Spielorte für die Vereine werden Ende Oktober/Anfang November festgelegt. Die Nutzung der Clubräume muss in die anderen Bürger- und Vereinhäuser verlagert werden.

„Die Umkleiden und die Sanitärbereiche sind leider schon lange in einem schlechten Zustand. Deshalb nehmen wir diese Arbeiten 2013 in Angriff. Die Stadt schafft damit den notwendigen Rahmen für die Ober-Eschbacher Vereine, ihre hervorragende Arbeit fortzusetzen“, so Oberbürgermeister Michael Korwisi. Auf Grund der hohen Auslastung könne es zu Einschränkungen bei der Terminvergabe während der Bauarbeiten kommen. Dafür bittet der Oberbürgermeister um Verständnis Die Arbeiten im ersten Bauabschnitt sollen bis Ende 2013 abgeschlossen sein.

Die Kosten belaufen sich nach aktuellen Schätzungen auf rund vier Millionen Euro. Der Magistrat habe sich bereits dafür ausgesprochen, das Geld zur Verfügung zu stellen, so Korwisi. Die Stadtverordneten entscheiden abschließend am 8. November über die Finanzierung.
Der Schwerpunkt der Arbeiten im ersten Bauabschnitt liegt auf den sanitären Anlagen, den Umkleiden, der Heizung, den Fenstern und der Fassade. Darüber hinaus wird der Brandschutz verbessert. Es entstehen mehrere Behinderten-Toiletten. Die Halle soll einen Aufzug erhalten, so dass auch die oberen Geschosse barrierefrei zugänglich sein werden. Wie viele der fünf Kegelbahnen im Untergeschoss erhalten bleiben werden, ist noch offen.

Der Pachtvertrag für die Gaststätte läuft zum 31. Dezember 2012 aus. Die Stadt wird den Gaststättenbetrieb in den kommenden Monaten ausschreiben. Ein künftiger Pächter könne dann bei der Sanierung eingebunden werden. Ein Gaststättenbetrieb soll Anfang 2014 wieder aufgenommen werden.
Die Stadt sieht derzeit vor, in einem zweiten Bauabschnitt die Sporthalle selbst, die Tribüne, den Vereinsraum im zweiten Obergeschoss, die Lüftungsanlagen und das Treppenhaus zu sanieren. Die Kosten belaufen sich nach heutigen Preisen auf rund 3,2 Millionen Euro. Der Zeitpunkt für diese Arbeiten ist noch offen.


Planungsrecht für größere Kita in Dornholzhausen

Die Stadt Bad Homburg v.d.Höhe plant den Neubau einer Kindertagesstätte für Dornholzhausen. Der Magistrat hat jetzt dem Entwurf des dafür erforderlichen Bebauungsplans zugestimmt und sich für die Offenlage ausgesprochen.
„Das heutige Kita-Gebäude ist ein Flachdachbau aus den 70er-Jahren und äußerst sanierungsbedürftig. Außerdem haben wir einen höheren Bedarf als wir mit dem heutigen Angebot decken können“, stellt Oberbürgermeister Michael Korwisi fest. Daher überlegt die Stadt, eine neue Kita auf dem südlichen Teil des Grundstücks zu errichten. Der Neubau soll zudem eine Gruppe mehr aufnehmen können, um dem Bedarf im Stadtteil Dornholzhausen Rechnung zu tragen.
Die Änderung des aktuellen Planungsrechts bezieht sich denn auch ausschließlich auf das Kita-Grundstück an der Ecke Saalburgstraße/Ricarda-Huch-Straße. Die Baugrenzen werden so festgelegt, dass die Freifläche des Grundstücks bebaut werden kann. Dort soll der Neubau entstehen. Die heute bebaute Fläche würde dann in Zukunft frei bleiben. „Damit das Vorhaben verträglich für die Nachbarn bleibt, werden wir einen angemessenen Abstand zur Grundstücksgrenze festsetzen und die künftige Bebauung in der Höhe auf das heutige Maß begrenzen“, erläutert Korwisi.


Förderkreis Münzkabinett aufgelöst

Der Verein „Förderkreis Bad Homburger Münzkabinett e.V.“ hat über 30 Jahre die städtische Münzsammlung betreut. Der Verein wurde am 13. September 2012 per Mitgliederbeschluss aufgelöst. Wie der langjährige Vorsitzende Rainer Wehrheim den anwesenden Mitgliedern mitteilte, hat der Verein seine Aufgabe erfüllt, aus der losen Münzsammlung eine Dauerausstellung im Münzkabinett zu formen. Der 1976 gegründete Verein war zudem durch einen hohen Altersdurchschnitt und nur noch sehr wenige aktive Mitglieder geprägt.

Mit der Auflösung des Förderkreises sind die Münzsammlung und das Münzkabinett nun wieder in der Verantwortung des Städtischen historischen Museums im Gotischen Haus. Die bisherigen aktiven Vereinsmitglieder Werner Stahl und Rainer Wehrheim werden aber weiter im Münzkabinett mitarbeiten und ihren Sachverstand als Numismatiker einbringen. Sie werden zum Beispiel Kontakte zu anderen Sammlern und Vereinen pflegen, Stücke für Ankäufe vorschlagen und Münzen inventarisieren. Um diese Arbeit machen zu können, werden sie von Kulturdezernentin Beate Fleige zu Ehrenbeamten ernannt.

Beate Fleige: „Das Münzkabinett soll vom Gotischen Haus in die Villa Wertheimber im Gustavsgarten ziehen. Dort soll es in einer neuen, zeitgemäßen Präsentation der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden und die Geldgeschichte Hessen-Homburgs und der Stadt Bad Homburg v.d.Höhe aufzeigen. Die Münzsammlung soll weiterhin gepflegt, erweitert und ausgestellt werden.“
 

Internationaler Mädchentag

Der Jugendkulturtreff E-Werk, Wallstr.24, lädt Mädchen ab 12 Jahren zum 1. Internationalen Mädchentag für Donnertag, 11. Oktober, ein.

Unter dem landesweiten Motto „Ich mach mir die Welt, wie sie mir gefällt“ wird mit einem vielfältigen Programm von Mädchen für Mädchen von 18 bis 22 Uhr eine Party veranstaltet. Hip-Hop- und Breakdance-Darbietungen, eine Mädchenband, eine Flashmobaktion und pinkfarbene Cocktails sind nur einige Höhepunkte des Abends.

Der „Welt-Mädchentag“, der im letzten Jahr von den Vereinten Nationen beschlossen wurde, soll mehr Aufmerksamkeit auf die Bedürfnisse und Rechte von Mädchen weltweit richten. Die unter Schirmherrschaft von Stadträtin Beate Fleige stehende Veranstaltung wurde gemeinsam von Mitarbeiterinnen der drei Bad Homburger
Jugendzentren, des Jugendkulturtreffs E-Werk, der AWO- Beratungsstelle für Frauen und Mädchen bei häuslicher Gewalt sowie der kommunalen Frauenbeauftragten geplant und organisiert. Der Aktionstag soll von den Mädchen und jungen Frauen als „ihr“ Tag verstanden werden.

Richtfest an der Friedrich-Ebert-Schule

Rund 12 Monate nach Baubeginn wurde heute das Richtfest an der Friedrich-Ebert-Schule in Bad Homburg mit der Schulgemeinde gefeiert. „Wir freuen uns, dass sich die Baumaßnahme bisher im vorgesehenen Zeit- und Kostenrahmen befindet und wir der Schulgemeinde im kommenden Jahr ein rundum erneuertes und erheblich erweitertes Schulgebäude zur Verfügung stellen können“, so Landrat Krebs. Er dankte den Bauarbeitern und allen anderen Beteiligten für die zügig geleisteten Arbeiten und der Stadt Bad Homburg für die Kooperation und finanzielle Unterstützung bei der Umsetzung der Maßnahme. „Der Bau kommt den Kindern aus Bad Homburg zu gute, und er war für einen guten Unterricht dringend erforderlich. Aus diesem Grund haben wir den Schulträger selbstverständlich unterstützt“, sagt Oberbürgermeister Michael Korwisi.

Der Altbau der Schule wird vollständig saniert. Nach der Entkernung und der neuen räumlichen Aufteilung sowie dem Einbau einer neuen Haustechnik, neuer Fenster, neuer Dämmung, einer neuen Fassade und Arbeiten am Dach, entsteht ein Schulgebäude, das architektonisch einem Neubau gleichkommt und auch über den Gebäudestandard eines Neubaus verfügt. Zudem wird der Altbau in einem Teilbereich um zwei Klassenräume ergänzt.

Der Erweiterungsbau, der westlich der bestehenden Schule entstanden ist, ist dreigeschossig angelegt. Dort werden künftig sowohl Klassen- und Differenzierungsräume sowie die Bibliothek (1.OG) und im zweiten Obergeschoss das Betreuungszentrum mit vier Gruppen beheimatet sein. Herzstück des neuen Gebäudes sind die Mensa und der Multifunktionsraum im Erdgeschoss.

Die Schule erhält im Zuge der Baumaßnahme auch einen neuen Haupteingang, der Neubau und Bestandsgebäude miteinander verbinden wird.

Zur Vorbereitung der Bauarbeiten mussten auf dem knapp 12.000 qm großen Schulgelände eine kleine Sporthalle und zwei Anbauten abgerissen werden.

Die Schule ist für die Zeit des Um- und Neubaus in einem Containergebäude auf dem Sportplatz Lange Meile untergebracht. Aus heutiger Sicht ist mit einer Fertigstellung aller Bauarbeiten im Frühjahr 2013 zu rechnen, so dass die Schulgemeinde zum neuen Schuljahr 2013/2014 die Schule nutzen kann.

Rund 14 Millionen Euro wird die Neugestaltung der Friedrich-Ebert-Schule kosten. Die Stadt Bad Homburg hat dem Hochtaunuskreis insgesamt sieben Millionen Euro als zinsloses Darlehen zur Verfügung gestellt. Der Kreis wird das Darlehen beginnend mit dem Jahr 2013 zurückzahlen. Darüber hinaus beteiligt sich die Stadt mit einem Investitionszuschuss in Höhe von zwei Millionen Euro für das integrierte Betreuungszentrum. Gebaut wird nach den Plänen des Architekten Udo Becker aus Friedrichsdorf.


Keine Sammelunterkunft für Asylbewerber

„Wir nehmen Asylbewerber in unserer Stadt auf und haben bereits 2010 bei der Auflösung der Bad Homburger Sammelunterkunft am Niederstedter Weg gezeigt, dass wir Lösungen für eine menschenwürdige Unterbringung entwickeln und umsetzen können“, teilen Oberbürgermeister Michael Korwisi und Stadtrat Dieter Kraft mit und reagieren damit auf die teils unsachliche und teils falsche Berichterstattung über die jüngste Sitzung des Kreistags, in der das Thema beraten worden war.
Damals hatte die Stadt für 41 Personen aus der Gemeinschaftsunterkunft eine Unterbringung im Stadtgebiet gesucht und gefunden. Einen ähnlichen Weg werde die Stadt auch jetzt gehen, wenn die Auflösung des Lagers in Oberursel und die Unterbringung weiterer Asylbewerber anstehe. „Nur eines werden wir sicher nicht dulden: Die Einrichtung eines neuen Sammellagers in Bad Homburg“, stellt Dieter Kraft klar.
Genau das aber hatte der Hochtaunuskreis angeregt. Dessen Vorschläge zur Unterbringung von Asylbewerbern enthielten unter anderem Pläne für eine Unterkunft mit 60 bis 90 Personen in einem Hotel an der Ritter-von-Marx-Brücke/Untergasse in der Altstadt. Die Stadt hatte dem Kreis signalisiert, dass eine Umsetzung dieses Vorhabens auf Widerstand stoßen werde, denn es werde mit diesem Vorhaben lediglich ein Sammellager durch ein anderes ersetzt. Dies wolle die Stadt nicht. Dieter Kraft: „Eine nach den Empfehlungen der Liga der freien Wohlfahrtsverbände menschenwürdige Unterbringung von 90 Personen wäre in diesem 100 Jahre alten Gebäude nie möglich.“
Außerdem weist die Stadt den Kreis erneut darauf hin, dass für die Unterbringung von bis zu 90 Personen statt der heute höchstens zwölf Hotelgäste eine Nutzungsänderung nach den gesetzlichen Bestimmungen beantragt werden müsse. Nach einer internen Vorprüfung sprechen voraussichtlich sowohl die Vorgaben des Brandschutzes als auch denkmalschutzrechtliche Vorschriften gegen eine Asylbewerberunterkunft in dem Gebäude. Die Stadt betont, dass bisher weder der für die Umnutzung erforderliche Bauantrag noch eine Bauvoranfrage eingegangen seien.
Oberbürgermeister Korwisi stellt klar: „Bad Homburg ist seit über 150 Jahren eine internationale und weltoffene Stadt. Wir sind daher selbstverständlich bereit, Menschen, die in ihrer Heimat verfolgt werden und um Leib und Leben fürchten müssen, bei uns aufzunehmen. Dies muss aber unter Beachtung der Menschenwürde geschehen. Wünsche nach Gewinn- und Ertragsmaximierung von privaten Sammellager-Betreibern sind für uns dabei kein Maßstab.“
Stadtrat Kraft erläutert das derzeitige Vorgehen: „Wir suchen inzwischen Unterkünfte, die wir nach den Empfehlungen der Liga der freien Wohlfahrtsverbände als menschenwürdig betrachten können.“ Dabei würden sowohl städtische Grundstücke für Neubauten als auch private Unterkünfte ins Auge gefasst. Eine weitere Möglichkeit wäre, dass der Hochtaunuskreis auf einem seiner Grundstücke eine Unterkunft errichte. Entsprechende Vorschläge seien bei der Stadt willkommen. Dieter Kraft abschließend: „Wir sind für alles offen. Das einzige, das wir tatsächlich ausschließen, ist der Irrweg Sammelunterkunft.“

 

 

 

 

 



zum Seitenanfang