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Meine Familie und Ich

Preisverleihung - „Lieblingsmarkt 2012“

Rund 80.000 Verbraucher haben in diesem Jahr ihre Stimme für ihren persönlichen „Lieblingsmarkt 2012“ abgegeben – einer Aktion von Europas größter Food- und Genuss-Zeitschrift MEINE FAMILIE & ICH. Die große Verbraucherwahl prämiert und fördert besondere Servicekultur und ausgezeichnete Qualität im Lebensmitteleinzelhandel. Bei der Preisverleihungs-Gala im Kölner „The New Yorker DOCK.ONE“, in der vergangenen Woche, wurden dann die Besten der Besten Verbrauchermärkte in verschiedenen Kategorien ausgezeichnet.


 

Bibliothekszentrum unterstützt kleine Büchereien

„Wer lesen kann ist klar im Vorteil“ heißt es oft. Dazu muss aber auch ein geeignetes Angebot vorhanden sein. In größeren Kommunen sicherlich kein Problem, anders sieht es in den Dörfern und in manchen Schulbibliotheken aus. Um hier das Angebot zu verbessern und ein breites Themenspektrum anbieten zu können, gibt es das Projekt der so genannten „Bücherkisten“.

Die Fachleute, nämlich die Mitarbeiterinnen des Bibliothekszentrums Friedberg, kaufen alljährlich Bücher und neue Medien aus den verschiedenen Themenbereichen und packen damit Bücherkisten, die dann an kleinere Büchereien in Dörfern und Schulen weitergegeben werden. Bezahlt werden die Bücherkisten aus dem Budget des Wetteraukreises. „4.500 Euro geben wir dafür aus“, so Landrat Joachim Arnold bei der Übergabe der Bücherkisten im Bibliothekszentrum. „Mir ist vor allem wichtig, dass wir ein gutes und abwechslungsreiches Programm mit großer Vielfalt auch in den Kommunen und den Schulbüchereien anbieten können. Dafür sind die Kreismittel gut angelegt. Schließlich kann nicht jeder den Lesehunger, insbesondere von jungen Menschen, durch den Kauf immer neuer Bücher stillen“, so der Landrat.

Bibliotheken bieten den Reichtum des Wissens und der Erfahrung kostenlos oder gegen eine nur geringe Gebühr an. Insgesamt sind 133 Bücherkisten mit fast 4.000 Büchern und anderen Medien im Umlauf. Das Angebot nutzen derzeit 20 öffentliche Büchereien und 30 Schulbibliotheken und zahlreiche Kindertagesstätten, die Bücherkisten für maximal sechs Monate aus Friedberg ausleihen können. Bei der Anschaffung der neuen Kisten orientieren sich die Fachfrauen im Bibliothekszentrum am Bedarf der teilnehmenden Bibliotheken. Ganz oben auf der Wunschliste der Büchereien rangieren die so genannten „neuen Medien“. „Deshalb haben wir zwei aktuelle Kisten mit Hörbüchern für Erwachsene und drei Kisten mit Familienfilmen auf DVD und Blue Ray angeschafft“, erläutert Bibliotheksleiterin Bettina Semmerau.

Insgesamt 13 neue Themenkisten gibt es in diesem Jahr zu den verschiedenen Themenbereichen. Dazu gibt es aktuelle Romane, Bilderbücher, Kinder- und Jugendbücher die das neue Angebot ergänzen. „Erfreulich ist“, so Landrat Arnold, „dass mit dem Projekt viele Bibliotheken im Kreis für die  Nutzerinnen und Nutzer attraktiver werden und dazu neue Benutzergruppen angesprochen werden.“ Die Mittel für die Bücherkisten entfalten eine große Breitenwirkung, da die enthaltenen Medien bereits sechs Monate später den Leserinnen und Lesern einer anderen Kommune zur Verfügung stehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aufwendungen für Immobilien

Immobilien gelten landläufig als gute Investition und sichere Geldanlage. Das sind sie im Prinzip auch, aber die steuerlichen Aspekte sollten beachtet werden. Denn wie das Finanzamt ein Gebäude behandelt, hängt vor allem davon ab, in welchem Nutzungs- oder Funktionszusammenhang die jeweiligen Gebäudeteile stehen. Dabei unterliegt eine betriebliche Nutzung anderen Steuerregeln als eine private. In der täglichen Praxis stellt sich insbesondere für Eigentümer mit regelmäßigen Einkünften aus Vermietung und Verpachtung oftmals die Frage nach der steuerrechtlichen Beurteilung ihrer mit der Immobilie zusammenhängenden Aufwendungen. Vermieter haben verschiedene Möglichkeiten, ihre Steuerlast zu mindern. Dabei sind bestimmte Abgrenzungen zu beachten. So müssen sowohl die Anschaffungskosten des Gebäudes (ohne Wertanteil für Grund und Boden) als auch die Herstellungskosten in aller Regel über die Nutzungsdauer des Wirtschaftsgutes, also steuerlich über mehrere Jahre verteilt, abgeschrieben werden. Erhaltungsaufwendungen für bereits vorhandene Einrichtungen dagegen sind prinzipiell im Jahr der Ausgabe in voller Höhe in der Steuererklärung absetzbar.

Anschaffungskosten

Diese Kosten beinhalten alle Aufwendungen, die geleistet werden, um eine Immobilie zu erwerben und in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen. Bei einem betriebsbereiten Gebäude sind Kosten für noch anfallende Instandsetzungs- oder Modernisierungsmaßnahmen als Erhaltungsaufwendungen sofort steuermindernd absetzbar. Bei einem Gebäude, das erst durch geeignete Maßnahmen in einen betriebsbereiten Zustand versetzt werden muss, wird aus dem Anschaffungsstichtag ein Anschaffungszeitraum mit der Konsequenz, dass sämtliche Aufwendungen bis zum Erreichen des betriebsbereiten Zustandes als Anschaffungskosten zu behandeln und somit über einen längeren Zeitraum abzuschreiben sind. Nebenkosten der Anschaffung, wie etwa die Grunderwerbsteuer, Grundbuchkosten, Notariatsgebühren und Maklerkosten, gehören ebenfalls zu den Anschaffungskosten. Bemessungsgrundlage für die Grunderwerbsteuer ist der per Vertrag festgelegte Kaufpreis für Grund und Boden bzw. die Immobilie. Deshalb sollte der Käufer darauf achten, dass Einrichtungsgegenstände wie etwa aufwendige Einbauküchen etc. im Kaufvertrag gesondert ausgewiesen werden, da sie nicht zu den grunderwerbsteuerpflichtigen Leistungen gehören.

Herstellungskosten

Dies sind Aufwendungen, um eine Immobilie herzustellen, zu erweitern oder eine über den ursprünglichen Zustand hinausgehende wesentliche Verbesserung zu erzielen. Auch Herstellungskosten können über die Nutzungsdauer des Gebäudes abgeschrieben werden. Eine besondere Kategorie bilden die so genannten anschaffungsnahen Herstellungskosten. Wenn nämlich Instandsetzungs- und Modernisierungskosten, die innerhalb von drei Jahren nach der Anschaffung anfallen, ohne Umsatzsteuer 15 Prozent der Anschaffungskosten des Gebäudes übersteigen, werden sie steuerlich als Herstellungskosten behandelt. Bleiben die Aufwendungen unter diesen 15 Prozent, so sind sie in aller Regel in voller Höhe als Werbungskosten sofort abziehbar. Aber Achtung: Summieren sich die Kosten im Laufe der drei Jahre und übersteigen diesen Prozentsatz, ändern sich auch rückwirkend die Veranlagungsbedingungen. Dies sei an einem vereinfachten Beispiel verdeutlicht: Ein Steuerpflichtiger erwirbt im Jahr 2008 ein vermietetes Wohnhaus für 500.000 Euro mit einem Grund- und Bodenanteil von 100.000 Euro. Der neue Immobilieninhaber führt im ersten Jahr eine Instandsetzung des Daches für 40.000 Euro durch, im zweiten Jahr lässt er die Fassade für 10.000 Euro streichen. Das macht zusammen 50.000 Euro und nun muss er aufpassen: Er kann insgesamt in den ersten drei Jahren höchstens 60.000 Euro (Kaufpreis minus Grund- und Bodenanteil x 15 Prozent) als sofort absetzbaren Erhaltungsaufwand geltend machen. Für eine dritte Maßnahme hat er also noch 10.000 Euro übrig. Sollte die allerdings teurer und somit die 15 Prozent-Marke überschritten sein, ändern sich auch rückwirkend die Veranlagungen,

d. h. der Werbungskostenabzug wird versagt und die Abschreibungs-, Bemessungsgrundlage durch die getätigten Investitionen erhöht. Somit sind dann alle Aufwendungen über die Nutzungsdauer der Immobilie abzuschreiben.

Erhaltungsaufwand

Zu den prinzipiell sofort abziehbaren Erhaltungsaufwendungen gehören in aller Regel solche, die die Wesensart des Gebäudes nicht verändern, das Gebäude in ordnungsgemäßem Zustand erhalten und die regelmäßig in ungefähr gleicher Höhe wiederkehren. Das sind in erster Linie die so genannten Schönheitsreparaturen. Diese Art der steuermindernden Anerkennung kann allerdings versagt bleiben, wenn diese Arbeiten innerhalb eines ganzen Maßnahmenbündels auftauchen. Denn wenn verschiedene Erhaltungsaufwendungen so miteinander kombiniert und verzahnt werden, dass das Gebäude eine Verbesserung des Standards erfährt, werden steuerlich insgesamt Herstellungsaufwendungen angenommen, auch wenn jede einzelne Maßnahme für sich genommen zu sofort abziehbarem Erhaltungsaufwand führen würde.

 

Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge

 Im Herbst dieses Jahres, in der Zeit vom 27.10. bis zum 25.11., werden wieder ehrenamtliche Helferinnen und Helfer des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge um Spenden bitten. „Ich bitte Sie, die wertvolle Arbeit des Volksbundes, die für Frieden und Verständigung sorgt, zu unterstützen“, appelliert Landrat Joachim Arnold an die Wetterauer Bevölkerung.

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge wurde nach dem Ersten Weltkrieg gegründet und kümmert sich unter dem Motto „Versöhnung zwischen den Völkern“ um den Erhalt von 2 Millionen Kriegsgräbern in 100 Ländern dieser Erde. Mithilfe von über 9.000 ehrenamtlichen Mitarbeitern leistet der Volksbund auch einen wichtigen Beitrag zur Bildungsarbeit. Vor allem für Jugendliche werden zahlreiche Workshops und Freizeiten organisiert.

Erst Anfang Juli waren 25 junge Leute aus acht europäischen Ländern für zwei Wochen in Butzbach-Bodenrod zu Besuch. Bei der gemeinsamen Arbeit auf der Kriegsgräbergedenkstätte in Nieder-Weisel sowie in Workshops zu historischen Themen setzten sich die Jugendlichen mit der Vergangenheit auseinander. Die Arbeit helfe zu verstehen, was Krieg wirklich bedeutet, erzählt Sophia, 21-jährige Germanistik-Studentin aus der Ukraine. Besonders das junge Alter der Gefallenen, das vielfach kaum über dem der Teilnehmer liegt, sei beklemmend.

„Genau das ist einer der wichtigen Beiträge, die der Volksbund leistet“, erklärt Landrat Arnold: „Insbesondere junge Menschen an den Schrecken des Krieges zu erinnern und die Notwendigkeit zu verdeutlichen, für den Frieden einzutreten.“ In dieser intensiven Zeit, die die Jugendlichen miteinander verbringen, werden Vorurteile abgebaut und somit ein Beitrag zur Völkerverständigung geleistet. „Da staatliche Zuschüsse nicht ausreichen, um die Arbeit des Volksbundes zu ermöglichen, ist dieser auf Spenden angewiesen. Ich würde mich daher freuen, wenn möglichst viele Menschen die wichtige Arbeit des Volksbundes durch ihren finanziellen Beitrag unterstützen würden“, so Landrat Arnold.

 

 


 

Wetteraukreis richtet sich auf zunehmende Flüchtlingszahlen ein

Der Bürgerkrieg in Syrien, aber auch Menschenrechtsverletzungen in vielen Ländern der Welt sorgen derzeit für steigende Zahlen von Menschen, die Zuflucht in Deutschland und auch in der Wetterau suchen. „Die Zahlen der Menschen, die um Asyl nachsuchen, sind im letzten Jahr deutlich gestiegen“, berichtet Erster Kreisbeigeordneter Helmut Betschel-Pflügel.

Bis zum Jahresende müssen auf Anordnung des Landes noch mindestens 100 Menschen in der Wetterau aufgenommen werden. „Das wollen wir so menschenwürdig wie möglich machen.“, so der Wetterauer Sozialdezernent. Er hat bereits die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister im Kreis angeschrieben mit der Bitte um Unterstützung bei der Suche nach geeigneten Liegenschaften. Gleichzeitig werden eigene Liegenschaften des Wetteraukreises auf ihre Eignung für die Unterbringung von Flüchtlingen und Asylbewerbern geprüft.

Kommunen werden eingebunden

Nach einem Aufruf in der Presse haben sich einige Anbieter mit geeigneten Immobilien gemeldet. „Wir kooperieren auch da mit den Kommunen und informieren sie über den Stand der Gespräche mit den Anbietern. Bevor wir eine endgültige Entscheidung treffen, werden wir die betroffenen Kommunen bei der Beurteilung der Eignung der jeweiligen Immobilien einbinden“, betonte Sozialdezernent Betschel-Pflügel.

Zurzeit habe man noch Kapazitäten, doch die werden bald ausgereizt sein. Der Kreistag hat jetzt der Einrichtung einer Containerunterkunft in Friedberg zugestimmt. „Ich hoffe, dass wir sie rechtzeitig errichten können. Wenn es zeitlich knapp  wird haben wir noch einen Plan B. Wir könnten dann in der Zeit der Schließung des Jugendgästehauses Hubertus, vom 15. Dezember bis 15. Januar, die dortigen „Nurdachhäuser“ für die Unterbringung von bis zu 60 Flüchtlingen nutzen.“

Betschel-Pflügel: Unterbringung in Zelten kommt nicht in Frage

Im  Eigenbetrieb Gebäudewirtschaft des Wetteraukreises laufen die Arbeiten auf Hochtouren. „Wir sind vorbereitet und können schnell entscheiden. Klares Ziel ist, die Unterbringung von Flüchtlingen in festen Gebäuden. Eine Unterbringung in Zelten wie im Landkreis Gießen, kommt für uns nicht in Frage“, so abschließend Betschel-Pflügel.

 

 

 

 

 

 

 

 

 



   

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