Aktuelles

zurück

Kita Sonnenschein

Bild: Neugierig bestaunen die Jungen und Mädchen die archäologischen Grabungen neben ihrer KiTa.

 

Ausflug der KiTa Sonnenschein

Seit Wochen sind neben der Kindertagesstätte Sonnenschein in der Friedberger Heinrich-Busold-Straße archäologische Grabungen im Gange. Nachdem sie seit Wochen neugierige Blicke auf das Grabungsareal geworfen hatten, konnten die Kinder nun den Archäologen bei ihrer Arbeit zuschauen. Kreisarchäologe Dr. Jörg Lindenthal und Grabungsleiterin Anja Eckes erläuterten den jungen Besuchern die Ausgrabung.

Neben vorgeschichtlichen Gruben und Pfostenspuren aus der Jungsteinzeit konnte ein spitz zulaufender Graben, der wohl aus der Römerzeit stammte, vorgestellt werden. Zahlreiche Fragen der jungen Besucher zeigten das Interesse an den Spuren im Boden. Zum Abschluss der Führung gab es die Gelegenheit, frisch geborgene Funde zu betrachten und auch einmal einen fast 7000 Jahre alten Rest eines Steinzeitmessers in die Hand zu nehmen.

Die Ausgrabungen „Am Steinern Kreuz“ werden in Zusammenarbeit mit der Kreisarchäologie und in Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege Hessen von der Stadt Friedberg durchgeführt. Sie wurden notwendig, da im Bereich des geplanten Neubaugebietes Bodendenkmäler vorhanden sind und diese im Vorfeld der Überbauung dokumentiert werden sollen.

Die archäologischen Arbeiten werden im Winter unterbrochen und zeitig im Frühjahr wieder aufgenommen, so dass sie vor den eigentlichen Erschließungsmaßnahmen abgeschlossen sein werden. Im nächsten Jahr ist in Zusammenarbeit mit der Stadt Friedberg und den Friedberger und Ockstädter Geschichtsvereinen auch auf dieser Grabung ein „Tag der offenen Tür“ geplant. Der Termin wird rechtzeitig bekannt gegeben.


Fahrradfreundliche Region 

In der Wetterau lässt sich gut Fahrradfahren. Mehr als 1.000 Kilometer ausgewiesene und ausgezeichnete Feld- und Waldwege bescheren Radlerinnen und Radlern ein gutes Netz, um per Velo nicht nur die Freizeit zu gestalten, sondern auch ein Gutteil der alltäglichen Verkehrswege zurückzulegen.

Das Bundesverkehrsministerium führt derzeit zusammen mit dem Allgemeinen Deutschen Fahrradclub, ADFC, einen Fahrradklimatest in ganz Deutschland durch, bei dem die Bürger die Fahrradfreundlichkeit ihrer Region bewerten können. Aus der Umfrage können dann die Städte und Gemeinden erkennen, in welchen Bereichen sie positiv erlebt werden und wo aus Sicht der Bürgerinnen und Bürger Handlungsbedarf besteht. Schließlich soll daraus ein bundesweites Ranking entstehen.

Landrat Joachim Arnold bittet jetzt die Bürgerinnen und Bürger an der Umfrage teilzunehmen und gleichzeitig für den Wetteraukreis zu werben. „Die Wetterau ist nicht nur eine hervorragende Wandergegend, sondern auch für das Fahrradfahren hervorragend geeignet.“ Arnold hat in diesem Jahr selbst zu sechs Radtouren eingeladen. „Das habe ich auch im kommenden Jahr vor.“ Der Landrat will damit die Fahrradfreundlichkeit der Wetterau demonstrieren.

 


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  Verkehrsteilnehmer in der Winterzeit

„Erfrierungen sind schon ab fünf Grad möglich"

Tipps - Die Winterzeit erfordert von den Verkehrsteilnehmern besondere Vorsicht. „Im Winter gelten andere Regeln zum eigenen Schutz und zur Ersten Hilfe“, sagt der Malteser Notfallmediziner Dr. Michael Schaal. „Erfrierungen und Unterkühlungen sind auch ohne Frost, schon ab etwa 5 Grad, möglich.“ Die Malteser geben daher folgende Tipps für die kommenden Monate:

 Autofahrer sollten:
- sich Decken sowie haltbare Snacks und nichtalkoholische Getränke ins Auto legen – lange Staus durch Schnee und Eis können zu unerwartet langen Wartezeiten im Fahrzeug führen
- Handschuhe, reflektierende Westen und eine Taschenlampe ins Handschuhfach packen – bevor sie das Auto verlassen, haben sie somit bis auf das Warndreieck alles griffbereit, was sie für die Eigensicherung etwa nach einem Defekt des Autos benötigen
- den Verbandkasten auffrischen, wenn nötig; vor allem die isolierenden Rettungsdecken sind jetzt wichtig
- die Heizung im Auto nicht zu hoch drehen; Wärme, Dunkelheit und eine auch nur leichte Ermüdung führen zu Unaufmerksamkeit und längeren Reaktionszeiten
- Autoscheiben und Straßenoberflächen reflektieren durch den vermehrten Niederschlag besonders; langsamer fahren als sonst

 Zweiradfahrer sollten:
- auf gut sitzenden und wärmenden Gesichtsschutz achten
- immer Kleidung gegen Nässe und Kälte bei sich haben
- Helm und zusätzliche Reflektoren tragen
- auf Fahrten bei Schnee und Eis völlig verzichten, da die Verletzungsgefahr wegen mangelnder technischer Hilfsmittel noch größer ist als bei anderen Fahrzeugen

 Verletzte Personen müssen vor Kälte – auch Wind – und Nässe geschützt werden. Handys haben nicht immer Empfang, so dass das Absetzen eines Notrufs nicht immer möglich ist. Notfallmediziner Schaal: „Unsere dringende Empfehlung lautet: Frischen sie ihre Erste-Hilfe-Kenntnisse auf. Das gibt Sicherheit und kann Menschenleben retten.“


Bevölkerungsentwicklung in der Wetterau – verhaltenes Wachstum setzt sich fort

Die Wetterau ist und bleibt ein attraktiver Wohn-, Lebens- und Arbeitsstandort, das belegt die aktuelle Statistik zur Bevölkerungsentwicklung in der Wetterau.

Im ersten Halbjahr 2012 ist die Zahl der Wetterauerinnen und Wetterauer um genau 191 auf nunmehr 298.620 gestiegen. Die Zunahme ist auf Wanderungsgewinne zurückzuführen. Das heißt, die Zahl der Menschen, die neu in die Wetterau gekommen sind, war deutlich höher als die der Wegzüge. Der Zahl der Zuzüge mit 9.187 standen 8.526 Fortzügen gegenüber.

Stellt man die Geburten den Sterbefällen gegenüber, so zeigt sich dass 540 Buben und 507 Mädchen zwischen dem 01. Januar und dem 30. Juni 2012 in der Wetterau das Licht der Welt erblickt haben. Diesen 1.047 Geburten standen 1.534 Sterbefälle gegenüber. Die Zahl der Geburten liegt fast in allen Städten und Gemeinden des Wetteraukreises niedriger als die der Sterbefälle, Ausnahmen sind Rosbach, Reichelsheim, Wöllstadt, Ober-Mörlen und Ranstadt.

Größte Stadt im Wetteraukreis bleibt Bad Vilbel mit 32.019 Einwohnern (minus 219) vor Bad Nauheim 31.485 (plus 171), Friedberg 28.071 (plus 28), Butzbach 25.009 (plus 28), Karben 21.988 (plus 96) und Büdingen 21.306 (plus 105). Die kleinsten Gemeinden im Wetteraukreis sind Glauburg 3.095 (plus 11), Hirzenhain 2.826 (plus 29) und Kefenrod 2.786 (minus 23).

Herausforderungen des demografischen Wandels annehmen

Landrat Arnold mahnte vor dem Hintergrund des demografischen Wandels mehr Anstrengungen im Ausbildungsbereich an. „Wir werden die Zahl der Geburten nicht mit Mitteln der Politik erhöhen können, deshalb müssen wir uns darauf vorbereiten, mit weniger Menschen die notwenigen Güter und Dienstleistungen zu produzieren. Wir können es uns in Zukunft nicht mehr leisten, dass fast zehn Prozent der jungen Leute ohne Ausbildungsreife die Schulen verlassen. Es darf niemanden zurücklassen, wir müssen uns noch mehr anstrengen, alle mit ihrem individuellen Leistungsvermögen zu integrieren. Das ist“, so Arnold, „eine nationale Aufgabe, die nicht nur etwas mit sozialer Gerechtigkeit, sondern stark zunehmend auch mit der Zukunftsfähigkeit unseres Landes zu tun hat.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wetterau Heizen mit Erdwärme

Bild: v.l. Landrat Joachim Arnold mit Fachstellenleiter Rainer Stock und Peter Girschick von der Fachstelle Wasser- und Bodenschutz.

 

Heizen mit Erdwärme

Die Nutzung von Erdwärme für den privaten Gebrauch ist keineswegs so selten wie es mitunter den Anschein hat. Immerhin 400 Haushalte in der Wetterau nutzen bereits diese umweltfreundliche Form der Energiegewinnung. Im Foyer des Friedberger Kreishauses ist noch bis zum 20. Dezember eine Ausstellung zu sehen, die die Möglichkeiten der Geothermie aufzeigen.

99 Prozent des Erdvolumens sind heißer als 1.000 Grad. Eine Energiemenge, die in menschlichen Dimensionen betrachtet nahezu unbegrenzt ist. Freilich kommt man nicht ganz so leicht an die Erdwärme. Die Temperatur nimmt etwa um drei Grad pro 100 Meter Erdtiefe zu. Das heißt aber nicht, dass man Hunderte Meter tief bohren muss, um Erdwärme zu nutzen. Oberflächennahe Geothermie kann grundsätzlich überall in Hessen genutzt werden, Einschränkungen gibt es nur in besonders ausgewiesenen Wasser- oder Quellenschutzgebieten und darüber hinaus bei besonderen hydrogeologischen Untergrundgegebenheiten. 

Um Erdwärme zu nutzen, stehen drei verschiedene Verfahren zur Verfügung:

Erdwärmekollektoren, Erdwärmesonden und Brunnensysteme.

Die Erdwärmekollektoren werden in einer Tiefe von maximal zwei Metern verlegt und gewinnen ihre Energie fast ausschließlich aus der von der Sonne eingestrahlten Wärmeenergie.

Erdwärmesonden haben gegenüber Kollektoren den Vorteil, dass sie einen deutlich geringeren Flächenbedarf haben. Solche Sonden werden in Bohrungen mit Tiefen von rund 100 Metern eingebaut, sie eigenen sich nicht nur zum Heizen im Winter, im Sommer kann damit auch das Haus gekühlt werden.

Als dritte Möglichkeit gibt es geothermische Brunnenanlagen, bei denen Grundwasser gefördert und wieder eingeleitet wird und die Wärmeenergie durch Wärmetauscher gewonnen wird.

Bei den beiden erstgenannten Anlagen werden so genannte Wärmepumpen eingesetzt. Bei günstigen Voraussetzungen können die Mehrkosten solcher Anlagen sich bereits nach rund 12 Jahren amortisieren.


Lösungen für Flüchtlingsunterbringung

„Die Städte und Gemeinden sitzen mit im Boot. Bei der Unterbringung von Flüchtlingen sind Kreis und Kommunen per Gesetzeslage gemeinsam in der Pflicht. Daher wurden die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister bereits vor einiger Zeit von Seiten des Kreises auf den Bedarf an Unterkünften für Flüchtlinge und Asylbewerber hingewiesen und um Mithilfe gebeten", erläutert Landrat Joachim Arnold die Lage und hebt dabei deutlich hervor: ”Ziel war und ist es, gemeinsam eine tragbare Lösung zu finden. Aber wir registrieren auch, dass andere Landkreise es sich einfacher machen und weisen ihren Städten und Gemeinden mit Hinweis auf die Rechtslage bereits eigene Kontingente zur Unterbringung zu.”

Bevor diese Situation bei uns eintritt, hat der Wetteraukreis bereits überprüft, welche seiner kreiseigenen Gebäude grundsätzlich in Frage kommen könnten. Der Wetteraukreis verfügt fast nur über belegte Bürogebäude und Schulen. Bei den Schulgebäuden wiederum kommen nur die in Frage, die nicht mehr benötigt werden oder Schulturnhallen, sofern am Standort weitere Kapazitäten zur Verfügung stehen. “Diese Bewertung erfolgte vorsorglich für den Fall, dass unsere vielfältigen Bemühungen, andere geeignete Unterkünfte anzumieten, ergebnislos bleiben", betont der Landrat und bezieht auch klare Stellung zum Kreisjugendheim Hubertus: “Auch diese Räume werden genauso in einer Notlage für die Unterbringung von Flüchtlingen genutzt, wenn es keine realen Alternativen gibt."

Der Wetteraukreis hat bereits eine private Unterkunft in Altenstadt erworben, der Ankauf von eigenen Gemeinschaftsunterkünften in Containerbauweise wurde getätigt. Wiederholt wurden über die Presse Privateigentümer von Immobilien angesprochen. Alle angebotenen Liegenschaften werden auf ihre Eignung hin überprüft, dabei sind insbesondere brandschutzrelevante Sicherheitsfragen von größtem Gewicht.

“Ich stelle fest, dass der Wetteraukreis bisher nahezu allein tätig geworden ist, obwohl die Unterbringung von Flüchtlingen auch in die Verantwortung der Städte und Gemeinden fällt. Beim Wetteraukreis führte dies zu einer enormen Mehrbelastung der zuständigen Mitarbeiter. Die Entscheidung, ein interdisziplinär zusammengesetztes Projektteam ‘Flüchtlingsunterbringung’ zu bilden, war richtig. Hier wird sehr effizient und zielführend gearbeitet. Alle zur Verfügung stehenden Angebote an Wohnraum werden schnell geprüft und bewertet. “Aber ohne deutlich mehr Engagement von Städten und Gemeinden wird es nicht gehen", appelliert der Landrat und macht gleichzeitig klar: “Ich hätte mir gewünscht, dass in manchen Städten und Gemeinden weniger daran gearbeitet würde, Verhinderungstatbestände zu formulieren als tatkräftige Hilfe zu leisten und geeignete Vorschläge zu machen. Wenn allerdings unser partnerschaftliches Bemühen um gemeinsame Lösungen nicht auf fruchtbaren Boden fällt, dann müssen am Ende Entscheidungen getroffen werden."

Arnold äußert sich auch erstmals zum Fall Butzbach. "Hier zeichnet sich eine Lösung ab, die sowohl die Unterbringung in der Halle der Schule Oberer Hüttenberg als auch des ‘Hubertus’ vermeiden kann. Allerdings ist dazu die konstruktive Zuarbeit der Verantwortlichen in der Stadt erforderlich und nicht das Aufbauen von Hindernissen."

Mit Blick auf eine Anfrage der Freien Wähler im Kreis ist der Landrat sehr verwunder, insbesondere über deren Ansinnen, Kommunen, die Räumlichkeiten bereitstellen, mit Prämienzahlungen zu belohnen. “Es ist überhaupt nicht nachvollziehbar und völlig unverständlich, dass eine gesetzliche Aufgabe mit dem Anreiz von Prämien umgesetzt werden soll. Wir sind verpflichtet, unsere Aufgaben zu erfüllen, und die Flüchtlinge menschenwürdig unterzubringen. Ich bin fest entschlossen, im Fall, dass den uns zugewiesenen Menschen keine ausreichende Unterkunft zur Verfügung gestellt werden kann, letzten Endes auch eine Einweisung in Wohnungen zur Verhinderung von Obdachlosigkeit vorzunehmen.”

 

   

zum Seitenanfang