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SchuB-Klassen und Eibe-Klassen dauerhaft verankern

Schuldezernent Helmut Betschel-Pflügel hat die Forderung erhoben, die SchuB-Klassen in der Wetterau und andernorts dauerhaft fortzuführen.

„Vor dem zu erwartenden Fachkräftemangel und aus Verantwortung vor den jungen Leuten müssen wir alle Möglichkeiten ergreifen, um junge Menschen in Ausbildung und Arbeitsverhältnisse zu bringen“, erläutert Schuldezernent Helmut Betschel-Pflügel.

„SchuB“-Klassen stehen für die Abkürzung „Schule und Betrieb“. Die Besonderheit dabei ist, dass drei Tage Unterricht sich mit zwei Tagen Lernen und Arbeiten im Betrieb abwechseln. SchuB-Klassen sind insbesondere für „schulmüde“ Schülerinnen und Schüler gedacht, die noch keinen Hauptschulabschluss haben. Die Klassen haben nur zwölf bis 15 Schülerinnen und Schüler. Die jungen Leute werden individuell in einem projektorientierten Unterricht gefördert und erhalten zudem eine sozialpädagogische Betreuung.

Betschel-Pflügel, der selbst Unterrichtserfahrungen mit schulmüden Schülerinnen und Schülern hatte, nannte die SchuB-Klassen sowie auch die Eibe-Klassen an den Berufsschulen in der Wetterau ein Erfolgsmodell, das unbedingt weitergeführt werden müsse. „Ein qualifizierter Bildungsabschluss ist eine unverzichtbare Voraussetzung für eine erfolgreiche Berufslaufbahn. Die SchuB-Klassen sowie auch die Eibe-Klassen erhöhen die Beschäftigungs- und Ausbildungsfähigkeit und schaffen so nicht nur die Voraussetzung für einen guten Berufs- und Ausbildungseinstieg auch für schwierige junge Leute, sondern auch einen Beitrag gegen den Fachkräftemangel.“


Südumgehung Rosbach - 2. Abschnitt pünktlich freigegeben

Rosbach - „Mit der direkten Verbindung von der B455 zur Landesstraße in Richtung Rodheim wird in Nieder-Rosbach die ersehnte Entlastung durch die neue Südumgehung spürbar“, zeigte sich Landrat Joachim Arnold anlässlich der Freigabe des wichtigen 2. Bauabschnitts der neuen Trasse erfreut, weiter betont er: „Die Südumgehung Rosbach ist das derzeit wichtigste Kreisstraßenbauprojekt. Sie hat eine enorme Bedeutung für die Verbesserung der Infrastruktur in Rosbach und in der Wetterau.“

Die Südumgehung Nieder-Rosbach, die neue Kreisstraße 11, wird in drei Bauabschnitten realisiert. Der erste Teil mit einer Länge von rund 1.250 Meter führt bereits seit April von der B455 bis zur verlängerten Dieselstraße und somit zunächst direkt in das Gewerbegebiet. „Der für die Entlastung von Nieder-Rosbach wichtige zweite Abschnitt wurde bereits im März begonnen. Dieser 850 Meter lange Teil der neuen Kreisstraße, der bis zur Landesstraße zwischen Nieder-Rosbach und Rodheim führt, kann ab sofort befahren werden. Die neue Umgehung führt hier über eine Brücke über die Bahnlinie, der Anschluss an die Landesstraße erfolgt über einen Kreisverkehr“ erläutert Landrat Arnold die Fakten. Er ist gemeinsam mit Bürgermeister Detlef Brechtel stolz darauf, dass die beteiligten Ingenieure und Baufirmen den Zeitplan und Kostenrahmen in Höhe von rund 4 Mio. € eingehalten haben.

„Dank des guten Bauverlauf kommen die bisher vom Durchgangsverkehr geplagten  Bürgerinnen und Bürger noch vor den Festtagen in den Genuss einer neuen Lebensqualität“, stellt der scheidende Rosbacher Bürgermeister fest und ergänzt: Der heutige Tag ist einer der schönsten in meiner Amtszeit.“

Der dritte und letzte Bauabschnitt mit 1400 Metern soll sich 2013 nahtlos anschließen. Er wird die Südumgehung mit der bestehenden Kreisstraße 11 in Richtung Ober-Wöllstadt verbinden.  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 






Bild: v.l. EGW Betriebsleiter Frank Neubauer, Schuldezernent Betschel-Pflügel, Landrat Joachim  Arnold, Bürgermeister Norbert Syguda und Erster Beigeordneter Erwin Kötter

Schulstandort Altenstadt bekommt endlich eine neue Sporthalle

Im zweiten Quartal 2013 werden am Schulstandort Altenstadt die Bagger anrollen. Dann wird dort eine neue Sporthalle und ein attraktives Außengelände errichtet. Jetzt wurde die Vereinbarung dazu unterschrieben.

„Wir haben am Schulstandort eine unbefriedigende Situation hinsichtlich des Sportunterrichtes. Die bestehende Gymnastikhalle an der Limesschule müsste von Grund auf saniert werden, ohne dass die Rahmenbedingungen für einen zeitgemäßen Sport damit verbessert würden. Deshalb soll die alte Gymnastikhalle durch eine neue Einfeldsporthalle in Passivbauweise ersetzt werden“, erläutert Schuldezernent Helmut Betschel-Pflügel. Landrat Arnold sprach gar von Bedingungen, die in der Wetterau einzigartig sind.

Die Kosten für diese Baumaßnahme betragen rund 1,2 Millionen Euro, von denen die Gemeinde Altenstadt 150.000 Euro übernimmt, das ist die Hälfte der Mehrkosten für die erweiterte Hallengröße.

Zeitgleich errichtet die Gemeinde Altenstadt als Bauherr eine Außensportanlage an der Altenstadthalle. Das Investitionsvolumen beträgt hier rund 1,3 Millionen Euro, an denen sich der Wetteraukreis mit 300.000 Euro beteiligt. „Diese Summe wiederum entspricht den eingesparten Sanierungskosten für das marode und bereits nicht mehr genutzte Kleinsportfeld und die alte Laufbahn  am Standort Limesschule“, so der Schuldezernent.

Die Kleinsporthalle als auch die Außensportanlage werden künftig sowohl von der Limesschule als auch der Janusz-Korczak-Schule und die ortsansässigen Vereine gemeinsam genutzt. Der Baubeginn ist für das zweite Quartal 2013 vorgesehen. Die Sporthalle und die Außensportanlage sollen zum Schuljahrsbeginn 2014/2015 übergeben werden.

Altenstadts Bürgermeister Norbert Syguda sprach von einem lang gehegten Wunsch der Gemeinde und der Sportvereine. „Die Baumaßnahme wertet den Schulstandort auf, die Limesschule mit Schwerpunktausrichtung Sport wird an Zugkraft gewinnen.“


Ab Januar wird BÜD-Kennzeichen offiziell zugeteilt

Ab Mittwoch, dem 2. Januar 2013, darf das BÜD-Kennzeichen nun auch offiziell zugeteilt werden. Alle Reservierungen, die von Ende November bis zum 18. Dezember über das Internet gemacht wurden, gehen nicht verloren, sondern wurden bis zum 16. Januar verlängert. „So können wir gewährleisten, dass die bereits vorgenommenen Kennzeichenreservierungen über den Starttermin hinaus Bestand haben“, sagt Landrat Joachim Arnold.

Grundsätzlich bleibt die Reservierung für ein im Internet ausgesuchtes Kennzeichen 30 Tage bestehen. Da der ursprünglich mit kurz vor Weihnachten anvisierte Termin für den Start des BÜD-Kennzeichens aus rechtlichen Gründen nicht eingehalten werden konnte, wurden alle seit Ende November vorgenommenen Kennzeichenreservierungen bis zum 16. Januar 2013 verlängert. Somit ist gewährleistet, dass von Kundinnen und Kunden bereits gekaufte Kennzeichensätze auch für das Fahrzeug verwendet werden können.

Das BÜD-Kennzeichen kann unabhängig vom Wohnort bei allen Kfz-Zulassungsstellen in der Wetterau, also nicht nur in Büdingen, sondern auch in Nidda, Butzbach, Friedberg und Karben, beantragt werden. Reservierungen auf der Startseite unter www.wetteraukreis.de.

 

 


Bild: Die Jugendpflegerinnen Anja Keil, Jugendpflege Münzenberg (links im Bild) und Silke Remiger, Jugendpflege Nidda (Mitte) mit den zufriedenen Stelzenbauerinnen.

Mädchenaktionstage

Schleifen, hämmern, bohren, präsentieren, lesen, entspannen: Das und noch viel mehr gehört zum Programm der Mädchenaktionstage, die in diesem Jahr zum zwanzigsten Mal veranstaltet wurden. Wie immer im Monat November und wie immer von einem engagierten Facharbeitskreis Mädchenarbeit.

Die Bilanz der Veranstalterinnen ist positiv. Überall im Wetteraukreis trafen sich Mädchen zu den unterschiedlichsten Aktionen. Mit viel Elan arbeiteten 17 Mädchen im Kreisjugendheim Hubertus an der eigenen Darstellung. Hier ging es um ein souveränes Auftreten, die gelungene Präsentation und Vorbereitung bei Rede und Referat. Dafür nutzten sie ein ganzes Wochenende und stellten am Sonntag das Ergebnis ihrer Arbeiten vor. Diese Veranstaltung wurde von der Fachstelle Jugendarbeit des Wetteraukreises angeboten.

Action versprach das Angebot der Jugendpflegen der Städte Nidda und Münzenberg, die seit Jahren eine enge Kooperation bezüglich der Mädchenaktionstage pflegen. Hier gab es eine Neuauflage vom Stelzenbau. Mit viel Eifer wurde gemessen, geschliffen, gebohrt und gesägt. Viel Spaß gab es auch beim Ausprobieren der selbstgebauten Stelzen.

In Karben versammelten sich viele Mädchen zu dem Wellnesstag, der Lesenacht und dem Mädchenaktionstag. Bei dem jedes Jahr ausgebuchten Wellnesstag entspannten sich die Mädchen mit Gesichtsmasken und Körpermassagen und stellten Badezusätze her. Auch die Lesenacht war wieder ein voller Erfolg, in der neben fröhlichen Plauderrunden und Spielen auch einiges gelesen wurde. Beim Mädchenaktionstag erklommen die Mädchen die fünf Meter hohe Kletterwand auf dem Außengelände des Jukuz und ließen sich die Sicherungstechniken zeigen. Zudem fertigten sie Haarschmuck aus Filz. Auch waren Billardtisch und Kicker beim Mädchenaktionstag nach wie vor beliebt. „Die Mädchen genießen es, ohne die Konkurrenz der Jungen ihr Können zu erproben“, sagt Marion Rohmfeld, die im Jukuz, Jugendkulturzentrum der Stadt Karben, die Angebote für die Mädchenaktionstage verantwortet.

Ein Angebot anderer Art gab es bei Wildwasser Wetterau e.V. und in der Jugendfreizeiteinrichtung Junity in Friedberg. Bei beiden Angeboten ging es um Selbstbehauptung. Wildwasser richtete sein Angebot an Mädchen von sieben bis acht Jahren, die spielerisch lernten „Nein“ zu sagen. Die elf- bis vierzehnjährigen Mädchen beschäftigten sich damit, wie sie sich wehren können, wenn sie angefasst oder angemacht werden. Aufgrund der hohen Nachfrage wird Wildwasser Wetterau e.V. im Februar einen zweiten Kurs starten, der ebenfalls bereits ausgebucht ist.

Großen Zuspruch fand auch der Zumba Workshop der Bezirkslandfrauen in Nidda, die sich wiederholt mit einem Angebot bei den Mädchenaktionstagen beteiligt haben.

Die Mädchenaktionstage werden auch nach zwanzig Jahren noch gut genutzt. Dies ist durch ein lebendiges Netzwerk von Fachfrauen machbar, die sich in ihrer täglichen Arbeit für die Belange der Mädchen einsetzen. Dass dies so ist, freut die beiden Koordinatorinnen des Facharbeitskreises Mädchenarbeit, Hanne Battenhausen vom Fachdienst Frauen und Chancengleichheit und Gabi Reuter von der Fachstelle Jugendarbeit des Wetteraukreises. Dem Facharbeitskreis Mädchenarbeit gehören Fachfrauen aus der Schulsozialarbeit, den Jugendpflegen und Wetterauer Vereinen wie Wildwasser e. V. an. Mit Unterstützung durch die Sparkasse Oberhessen, den Abfallwirtschaftsbetrieb des Wetteraukreises, das Berufsbildungswerk Südhessen, die OVAG und die vhs Wetterau konnte das Programmheft auch im zwanzigsten Jahr gedruckt werden.



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