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Wertvolle Huttungen, Europäische Union  

Aufgeweckte Unternehmerinnen Wetterau starten durch

Das unabhängige Unternehmerinnen-Netzwerk Wetterau „Aufgeweckt“ ist ein Zusammenschluss von rund 30 Inhaberinnen kleiner und mittelständischer Unternehmen aus den Branchen Recht, Steuerberatung, Betriebswirtschaft, Gesundheit, Ernährung, Architektur, Fotografie, Design, Marketing, Kommunikation, Internet, Onlinehandel, Coaching und Therapie. Es steht kleinen und mittelständischen Unternehmen und Institutionen mit multidisziplinären Beratungsangeboten zur Verfügung. Ziel des Unternehmerinnen-Netzwerkes Wetterau ist es, durch gezielte, projektbezogene Kooperationen zur Wertschöpfung in der Region beizutragen.

Mit zwei interessanten Vorträgen über Gesundheit in Betrieben und eine MentorInnen-Initiative startet das Unternehmerinnen-Netzwerk Wetterau am Montag, 7. Januar 2013, um 9:00 Uhr in der Wasserburg, Haingraben 17, in Rosbach ins neue Jahr.
Die Wirtschaftspsychologin Roisin Russ referiert über Gesundheitsförderung in Unternehmen: Sie erläutert, warum das Thema Gesundheit für Unternehmen an Bedeutung gewinnt und welche Maßnahmen finanziell gefördert werden. Anschließend stellen die Geschäftsführerin des Müfaz, Ute Latzel, und der Medien- und Kulturpädagoge Cihad Taskin das Bad Nauheimer MentorInnen-Netzwerk "El Ele - Hand in Hand" vor. Die Projektinitiative will Jugendliche und insbesondere diejenigen, die aufgrund ihrer Herkunft sozial benachteiligt sind, bei der individuellen Lebensplanung und der Entwicklung beruflicher Qualifikationen unterstützen. Gäste sind herzlich willkommen und werden gebeten sich schriftlich anzumeldung per E-Mail bei Insa Gehlhaar, gehlhaar@kanzlei-gehlhaar.de.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

   

Bild: v.l. LIFE-Projektmanagerin Jutta Katz, der Hungener Metzger Norbert Weil, Landrätin Anita Schneider, Hungener Stadtschäfer Ralf Meisezahl, Unternehmensberaterin Ilona Gebauer, Markus Müller vom Gasthof Klosterwald, Reiner Neidhart vom Restaurant Neidharts Küche, Schäfer Andreas Schmid aus Gambach, Wetterauer Landrat Joachim Arnold, LIFE-Regionalmanager Christian

Wertvolle Hutungen gemeinsam schützen 

Seit drei Jahren arbeiten Behörden, Gastronomen, Schäfer und Naturschützer gemeinsam in einem LIFE + Projekt der Europäischen Union an der Erhaltung und Sicherung der Hutungsflächen in der nördlichen Wetterau und im südlichen Landkreis Gießen. Jetzt wollen die Landkreise Wetterau und Gießen ihre Zusammenarbeit noch intensivieren.

Hutungen sind Flächen, die für die maschinenorientierte Landwirtschaft uninteressant geworden sind. An Kuppen und Bergen gelegen, oft steinig und mit dünner Humusschicht werden sie seit jeher als Weideflächen für Schafe und Ziegen genutzt.

So haben sich im Laufe der Jahrhunderte wertvolle Biotope entwickelt, die auf diese Nutzung angewiesen sind. Magerrasenflächen mit seltenen Blumen und Gräsern locken ihrerseits wieder seltene Insekten an, die die Nahrungsgrundlage für Amphibien, Vögel und andere Kleintiere sind.

Dieser Kreislauf wird durch eine fehlende Nutzung unterbrochen, die Ökosysteme brechen zusammen. „Deshalb wollen wir mit dem Projekt „Wetterauer Hutungen“ dazu beitragen, die Existenzgrundlage von Schäfern zu verbreitern und damit eine Voraussetzung zur Sicherung dieser Hutungsflächen schaffen“, erläutert Christian Sperling, Regionalmanager in der Wetterau für das LIFE+ Projekt.

„Es macht wenig Sinn, solche Projekte auf enge Verwaltungsgrenzen zu beschränken. Die Menschen interessieren sich für so etwas nicht. Das Produkt steht im Vordergrund, das spricht den Menschen an. Wir wollen die Verbraucherinnen und Verbraucher mit allen Sinnen ansprechen. Das spricht für das Lammfleisch aus der Region. Davon können alle Beteiligten profitieren“, sagte  Landrat Joachim Arnold bei einem Treffen mit seiner Giessener Amtskollegin Anita Schneider.

Die bestätigt, dass ein solches Programm den Naturraum abdecken muss und nicht an Verwaltungsgrenzen enden darf. „Was hier in der Natur produziert wird, soll auch in der Region vermarktet werden. Am besten sollte es noch in ein Tourismuskonzept eingebunden werden.“

Bessere Qualität als Lammfleisch aus Übersee

Die Angebote vom Lammfleisch in der Region sind breit. Norbert Weil, Metzger aus Hungen, hat sich damit sogar ein Alleinstellungsmerkmal verschafft. „Ich vermarkte ausschließlich deutsches Lammfleisch und deutsches Rindfleisch mit einem riesigen Erfolg. Denn die Qualität ist eindeutig besser als von Lammfleisch aus Übersee, vor allem in geschmacklicher Hinsicht. Das hat auch etwas mit der Ernährung der Lämmer zu tun. Das kann man einfach schmecken.“

Weil wirbt dafür, nicht nur das Edelfleisch im Blick zu haben, auch Hackfleisch und Bratwurst vom Lamm sind hervorragende Produkte. Das bestätigt auch Reiner Neidhart von Neidharts Küche in Karben. „Ich bin immer wieder erstaunt, was bei uns in der Wetterau alles erzeugt wird. Wer auf regionale Kost zurückgreift, der tut nicht nur etwas für Leib und Seele, sondern auch für den Umweltschutz. Die Produkte aus der Region haben eine Geschichte, die auch für die Kunden nachvollziehbar sind. Wichtig ist für mich als Gastronom der Kontakt zu den Erzeugern. Da habe ich Einfluss auf die Produkte. Ich kann beispielsweise dem Metzger sagen, dass er die Wurst nur mit Salz und Pfeffer und ohne Geschmacksverstärker herstellen soll.“

     

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