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Demenzforum Hochtaunus   Rechtsextreme Wetterau  

Schüler pendeln zwischen den Kreisen

Rund 34.000 Schülerinnen und Schüler besuchen in der Wetterau eine Schule. 2.553 stammen allerdings nicht aus der Wetterau, sondern aus angrenzenden Landkreisen und zum Teil weit darüber hinaus. Gleichzeitig absolvieren 2.794 Schülerinnen und Schüler aus der Wetterau ihre schulische Ausbildung außerhalb des Kreises.

„Die Tatsache, dass die Zahl der Schülerinnen und Schüler die in die Wetterau zur Ausbildung kommen etwa genauso groß ist, wie die der Wetterauer die außerhalb des Kreises zur Schule gehen zeigt, dass die  Wetterau ein breites und attraktives schulisches Angebot vorhält.“ Erster Kreisbeigeordneter und Schuldezernent Helmut Betschel Pflügel stellte dieser Tage die aktuellen Zahler der Gastschüler vor. 

Schülerinnen und Schüler, die nicht im Bereich ihres Heimatkreises die Schule besuchen, nennt man „Gastschüler“. Dafür müssen die Heimatlandkreise, dem „Gastkreis“ die Kosten ersetzten, den so genannten „Gastschulbeitrag. Dieser beträgt für Allgemein bildende Schulen für das laufende Jahr 516 Euro, für Berufliche Vollzeitschulen 588 Euro, für Teilzeitberufsschulen 196 Euro, für Berufsschulen und für das Berufsgrundbildungsjahr in kooperativer Form 251 Euro und für Förderschulen 1.047 Euro pro Jahr.

Bei 2.553 Schülerinnen und Schülern, die in die Wetterau zur schulischen Ausbildung kommen, macht das immerhin einen Betrag von gut 1,2 Millionen Euro aus. Die meisten Schülerinnen und Schüler kommen übrigens aus dem Main-Kinzig-Kreis, nämlich 788, gefolgt vom Landkreis Gießen (695), dem Vogelsbergkreis (263) und der Stadt Frankfurt (203). Es gibt aber auch Schüler, die vermutlich nicht jeden Tag nach Schulschluss nach Hause fahren, etwa die sechs Schülerinnen und Schüler aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg oder zehn aus dem Landkreis Bergstraße.

Umgekehrt gibt es auch eine ganze Reihe von Wetterauerinnen und Wetterauern, die außerhalb ihres Heimatkreises ihre Schulausbildung absolvieren. Allein 1.058 Schüler fahren jeden Tag nach Frankfurt, zwei Drittel von ihnen sind Berufsschüler. 664 sind es, die täglich in die Stadt und in den Landkreis Gießen fahren, gefolgt von dem Hochtaunuskreis mit 378 und dem Main-Kinzig-Kreis mit 231 Schülerinnen und Schülern.

170 Wetterauerinnen und Wetterauer besuchen eine Schule im Vogelsbergkreis. Einen weiten Weg haben die 62 Schülerinnen und Schüler, die täglich in den Lahn-Dill-Kreis pendeln, jeweils sechs Schülerinnen und Schüler fahren in die Städte Darmstadt und Fulda.

Für seine Schülerinnen und Schüler zahlt der Wetteraukreis an die Gastkreise einen Beitrag von 1.221.000 Euro.


 

Zinsgünstige Darlehen für junge Familien

Das Förderprogramm für selbst genutztes Wohneigentum wird auch in diesem Jahr fortgesetzt. Insbesondere für junge Familien können zinsgünstige Darlehen bis zu einer Höhe von 80.000 Euro gewährt werden. Das teilte Landrat Joachim Arnold jetzt in einer Presseerklärung mit.

Das Förderprogramm für selbst genutztes Wohneigentum wird auch im Jahr 2013 fortgesetzt. Mit zinsgünstigen Darlehen des Landes Hessen werden sowohl der Neubau als auch der Erwerb von gebrauchten Immobilien gefördert. Dazu stellt die Förderbank des Landes Hessen, die Wirtschafts- und Infrastruktur Bank Hessen (WIBank), zinsgünstige Darlehen aus dem Sondervermögen des Landes Hessen zusammen mit Darlehen der Kreditanstalt für Wiederaufbau aus dem Programm „KfW-Wohneigentum“ bereit.

Das Förderprogramm des Landes zielt insbesondere auf junge Familien. Der Bau oder der Kauf eines neuen Hauses oder einer neuen Wohnung wird mit einem zinsgünstigen „Hessen-Baudarlehen“ unterstützt. Für den Kauf gebrauchter Immobilien gibt es das „Hessen-Darlehen“. Der Darlehensbetrag kann bis zu 80.000 Euro betragen.

Niedriger Zinssatz

Für beide Darlehen gilt ein auf zehn Jahre festgeschriebener Zinssatz, der aktuell 1,6 Prozent beträgt. Eine nachrangige Sicherung der Darlehen im Grundbuch lässt Raum für weitere Baudarlehen von Banken und Sparkassen. Für die Förderung gelten bestimmte Voraussetzungen. So darf mit dem Bau noch nicht begonnen beziehungsweise der Kaufvertrag noch nicht geschlossen sein. Außerdem sind Einkommensgrenzen einzuhalten, die zum Beispiel bei einem 3-Personen-Haushalt bei ca. 65.000 Euro brutto im liegen. Weitere Informationen gibt es beim Wetteraukreis, Fachbereich Regionalentwicklung und Umwelt, Frau Beate Heid, Tel.: 06031 83-4112.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Demenzforum Hochtaunuskreis hat sich bewährt

Die Fachstelle Demenz für den Hochtaunuskreis hat sich bewährt. Durch den intensiven Austausch im Demenzforum über die Arbeit mit erkrankten Menschen und ihren Angehörigen können sich die Teilnehmer auf den neusten Stand bringen. Seit Entstehung des Demenzforums im Jahr 2009 hat sich eine Arbeitsgruppe aus Experten verschiedenster Einrichtungen der stationären und ambulanten Pflege, Betreuung und medizinischer Versorgung, von privaten und gemeinnützigen Trägern gebildet. „Menschen mit Demenz ein Stück Lebensfreude zu erhalten und Angehörige zu entlasten ist das Ziel“, erklärt Landrat Ulrich Krebs.

Im Demenzforum des Hochtaunuskreises werden Erfahrungen ausgetauscht und über die Situation Demenzkranker und ihrer Angehörigen beraten, um der zunehmenden Isolation von Erkrankten entgegenzuwirken. Es werden wichtige Themen aufgegriffen und den Interessenten im Rahmen von Informationsveranstaltungen vermittelt.

Die Betroffenen und deren Familien erhalten vielfältige Informationen über den Umgang mit der Krankheit, Zugang zu Beratungsstellen, Schulungsmöglichkeiten, Gesprächsgruppen und unterstützenden Diensten.

Das Demenzforum Hochtaunuskreis besteht derzeit aus 15 Mitgliedern und hat das Ziel, den Menschen in unserer Region einen Anlaufpunkt und verlässliche Ansprechpartner bei allen Fragen rund um das Thema Demenz zu bieten und Angebotsstrukturen auszubauen. Am 13.02.2013 wurden Renate Flora (Caritasverband Hochtaunus), Dr. Bernhard Kleineidam (Verein zur Betreuung Volljähriger VBV), Alexandra Rauf (Ökumenische Sozialstation Bad Homburg) und Beate Mink (Kursana Villa Oberursel), zu Sprechern des Demenzforums gewählt. Als Team wollen sie maßgeblich wichtige Impulse für die Weiterentwicklung des Forums setzen. „Wir danken den Sprechern dafür, dass sie sich über ihr bisheriges Engagement hinaus für die Menschen mit Demenz einsetzen und helfen, den richtigen Weg zu finden, damit die Betreuung in unserem Landkreis weiterentwickelt wird“, sagte Krebs.

Wer Beratung und Unterstützung sucht, erreicht das Demenzforum über die Fachstelle Demenz: Ludwig-Ehrhard-Anlage 1-5, 61352 Bad Homburg, Margareta Leuwer, Tel.: 06172 999-5161.


„Land und Genuss“: erfolgreiche Teilnahme für den Hochtaunuskreis

Land Genuss Hochtaunuskreis

Vom 28. Februar bis 03. März hatten 17.000 Besucher aller Altersgruppen Gelegenheit, moderne nachhaltige Landwirtschaft auf dem Frankfurter Messegelände kennenzulernen. Die Erlebnisausstellung lieferte erste positive Signale, 186 regionale und überregionale Aussteller waren vor Ort und präsentierten ihre Produkte rund um Landwirtschaft, landwirtschaftliche Produkte, Freizeit- und Erholungsangebote und Gartenwelt.

Drei engagierte Teams der Fachbereiche Ländlicher Raum, Taunus-Touristik und Naturpark Hochtaunus vom Hochtaunuskreis waren in diesem Jahr an zwei Messeständen bei „Land und Genuss“ vertreten. „Ein großes Lob gilt den fleißigen Mitarbeitern aus den Fachbereichen, die durch ihr Engagement die Entwicklungen im ländlichen Raum informativ und attraktiv dargestellt haben“, fügte Landrat Ulrich Krebs hinzu.

Nach vier Messetagen zogen die Stände vom Hochtaunuskeis eine durchweg positive Bilanz. Zahllose Anfragen gab es zum Thema Natur, Tourismus und Landwirtschaft, noch mehr Messebesucher als 2012 fragten den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an den Ständen „Löcher in den Bauch“. Der direkte Kontakt zu Naturparkführern und Landwirten aus der Region war sehr beliebt. Ebenso gab es zahlreiche Anfragen über Erlebnispfade im Hochtaunuskreis.

In persönlichen Gesprächen konnten Interessenten erfahren, was die Landwirtschaft von heute so faszinierend macht. Auch das Schulklassen- und Kindergartenprogramm mit Mitmach-Aktionen wie Fühlkisten, Kresse-Samen zum Selbstpflanzen oder die Apfelschälmaschine war stark nachgefragt.

Der Regionale Marktplatz, an und auf dem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Hochtaunuskreises präsentierten, war nicht „nur“ der Ort für Gespräche und Informationen. Mit Essens- und Verkaufsständen wie vom Kronenhof in Bad Homburg oder von der Erzeugergemeinschaft „Echt Orschel“ kam auch der Genuss regionaler Produkte bei „Land und Genuss“ nicht zu kurz.

 

 

Bild: Andreas Balser von der Antifa-BI Landrat Joachim Arnold, Cornelia Wenk, XENOS Projektleiterin, Nora Zado, Antifa-BI und Erster Kreisbeigeordneter Helmut Betschel-Pflügel.

Kein Platz für Rechtsextreme in der Wetterau

Rechtsextremismus: Aufklären, erinnern, vorbeugen. Darum geht es in einer Kooperationsvereinbarung, die Landrat Joachim Arnold und Erster Kreisbeigeordneter Helmut Betschel-Pflügel unterzeichnet haben. Abgeschlossen wurde sie mit der Antifaschistischen Bildungsinitiative (Antifa-BI) und Vertretern des XENOS Projekts. Im Focus stehen der Film „Blut muss fließen“ und Workshops, die sich mit Rechtsextremismus auseinandersetzen.

Alles begann mit dem Film „Blut muss fließen“. Der undercover in der politisch rechtsextremen Szene gedrehte Film des Regisseurs Peter Ohlendorf war im vergangenen Jahr im Rahmen der Woche zum Gedenken und Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus gezeigt worden. Ohlendorf war Gast bei den beiden Vorführungen in Büdingen und Friedberg und begeisterte sich sowohl für die gute Organisation vor Ort, als auch für die Arbeit, die XENOS an den Wetterauer Schulen leistet.

Spontan sagte der Regisseur zu, seinen Film der Antifa-BI kostenlos für ein Jahr lang zur Verfügung zu stellen, damit er an den acht Wetterauer Schulen, die am XENOS-Projekt teilnehmen, gezeigt werden kann. Daran sollen sich Workshops anschließen, in denen das Thema Rechtsextremismus von verschiedenen Seiten beleuchtet wird. „Die Erfahrungen, die mit dem Film und den Workshops in den Schulen gemacht werden sollen dann in Unterrichtsmaterialien einfließen, die der Bundeszentrale für Politische Bildung angeboten werden“, erläutert Schuldezernent Helmut Betschel-Pflügel.

Weil an der Filmaktion im vergangenen November neben XENOS auch die Antifa-BI beteiligt war, lag es nahe, dass beide Ohlendorfs Idee in die Tat umsetzen. Sie entwickelten in den vergangenen Wochen ein Konzept für fünf Workshops zu folgenden Themen: Antisemitismus und Holocaust, Rassismus und Volksgemeinschaft, Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Feindbilder der extremen Rechten, Mitte im Umbruch - eine aktuelle Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung, Rechtsextreme Musik.

Die Inhalte der Workshops wurden mit Cornelia Wenk, der Projektleiterin für XENOS beim Wetteraukreis, abgestimmt. „Die Schulleitungen können entweder das Komplettpaket buchen, das heißt den Film zeigen und alle fünf Workshops, oder auch einzelne Workshops auswählen“, erläutert Cornelia Wenk. Verantwortlich dafür sind Andreas Balser und Nora Zado von der Antifa-BI, die in die Schulen gehen.

„Das Verhalten eines Abgeordneten der NPD in der letzten Kreistagssitzung hat gezeigt, dass rechtsextremes Gedankengut und Handeln in der Wetterau nichts verloren haben“, sagt Landrat Joachim Arnold. Umso erfreulicher sei es, so der Landrat, dass die Kooperationsvereinbarung im Anschluss an die Kreistagssitzung unterzeichnet wurde. „Wenn es dann noch gelingt, die Erfahrungen in das Unterrichtsmaterial der Bundeszentrale für Politische Bildung einfließen zu lassen, dann ist der Präventionsgedanke voll erfüllt“, ist Arnold zuversichtlich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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