Friedberg

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Ein Leben für den Denkmalschutz

Bild: Gustav Jung, Vorsitzender des Denkmalbeirats, Landrat Joachim Arnold, Augusta Wilhelmina Mangels, Hermann Mangels, Laudator Hans Wolf.


Integrationsberatung

Bild: Erster Kreisbeigeordneter Helmut Betschel-Pflügel, Sonja Grün, Simone Schestakoff, Leiterin des Fachdienstes Familienförderung


Jugendschöffinnen und -schöffen üben ein verantwortliches Ehrenamt aus

Im ersten Halbjahr 2013 werden bundesweit die Schöffen und Jugendschöffen für die Amtszeit 2014 bis 2018 gewählt. „Gesucht werden Frauen und Männer, die an der Rechtsprechung in Strafsachen teilnehmen“, sagt Erster Kreisbeigeordneter Helmut Betschel-Pflügel. Wer Schöffe oder Schöffin ist, übt ein verantwortliches Ehrenamt aus, greift er doch aktiv in die Lebensbiographie junger Menschen ein.

Die Jugendhilfeträger und politischen Parteien sind aufgerufen, bis zum 10. Mai Wahlvorschläge einzureichen. „Es kann aber auch jede Bürgerin und jeder Bürger sich um dieses Ehrenamt bewerben“, sagt Erster Kreisbeigeordneter Betschel-Pflügel .

Das Wort „Schöffe“ leitet sich aus dem althochdeutschen Wort „Sceffino“ ab, was „der Anordnende“ bedeutet. Schöffinnen und Schöffen ordnen auch an, denn sie üben ein ehrenamtliches Richteramt aus und sind keineswegs nur zierendes Beiwerk einer Gerichtsverhandlung. Sie genießen die gleiche Unabhängigkeit wie die Berufsrichter/innen und sind allein an Recht und Gesetz gebunden, nicht an Grundsatzurteile höherer Gerichte oder Anträge der Staatsanwaltschaft. Sie haben das Recht, Fragen an Angeklagte, Zeugen und Sachverständige zu stellen. Mehr als 100.000 ehrenamtliche Richterinnen und Richter sind an bundesdeutschen Gerichten tätig, davon allein in den Strafgerichten 61.000 Schöff und Schöffinnen und Jugendschöff und Jugendschöffinnen.

Ehrenamtliche Richter/innen an Gerichtsprozessen zu beteiligen genießt in Deutschland eine lange Tradition. Sie vertreten das Volk, sollen dazu beitragen, dessen Vertrauen in die Justiz zu erhalten und das Verständnis für die Strafrechtspflege zu fördern. Sie werfen Sachkunde, „gesunden Menschenverstand“ und Lebenserfahrung bei der Urteilsfindung in die juristische Waagschale.

Erfahrung in der Jugenderziehung; Schöffinnen und Schöffen haben eine hohe Verantwortung gegenüber den Angeklagten, der Öffentlichkeit und den Geschädigten. „Wer als Jugendschöffe oder Jugendschöffin ein Ehrenamt bei Gericht ausüben will, sollte überdies erfahren im erzieherischen Umgang mit jungen Menschen sein“, nennt Jugenddezernent Betschel-Pflügel eine unabdingbare Voraussetzung. Lebenserfahrung, Menschenkenntnis und soziale Kompetenz gehören dazu. Das Schöffenamt verlangt in hohem Maße Unparteilichkeit, Selbstständigkeit und Reife des Urteils, aber auch geistige Beweglichkeit. Gerichtsverfassungsgesetz und Jugendgerichtsgesetz stellen hohe Anforderungen: Grundsätzlich gilt: Wer Deutscher im Sinne des Art. 116 des Grundgesetzes ist, die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, zwischen 25 und 70 Jahre alt ist, bereits mehr als ein Jahr in seiner Gemeinde oder Stadt wohnt, kann Schöffe oder Schöffin werden.

Von dieser Regel gibt es vielfältige Ausnahmen. Ausgeschlossen sind folgende Personen: wer wegen geistiger Gebrechen daran gehindert ist; wer infolge Richterspruchs die Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Ämter nicht besitzt oder wegen einer vorsätzlichen Tat zu einer Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten verurteilt worden ist; wer durch gerichtliche Anordnung in der Verfügung über sein Vermögen beschränkt ist; Personen, gegen die ein Ermittlungsverfahren wegen einer Tat schwebt, die den Verlust der Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Ämter zur Folge haben kann.

Ausgeschlossen sind auch: Regierungsmitglieder, Beamt/innen, die jederzeit einstweilig in den Warte- oder Ruhestand versetzt werden können; Personen aus Justiz, Polizei, Gericht, Vollstreckung, Strafvollzug, sowie Notare oder Rechtsanwälte, Religionsdiener/innen und Mitglieder solcher religiöser Vereinigungen, die satzungsgemäß zum gemeinsamen Leben verpflichtet sind. Auch wer acht Jahre lang als ehrenamtliche Schöffen/Schöffinnen in der Strafrechtspflege tätig gewesen ist und dessen letzte Dienstleistung zu Beginn der Amtsperiode weniger als 8 Jahre zurückliegt.

In den nächsten Tagen werden Politik und Träger angeschrieben und um Vorschläge gebeten. Wetteraukreis, Fachbereich Jugend und Soziales, Postfach 10 06 61, 61167 Friedberg. Weitere Informationen beim Fachbereich Jugend; Familie und Soziales, Tel.: 06031 83-3002

Konzept stimmt

Bad Vilbel - Der Wetteraukreis ist Schulträger. Deshalb ist er auch verantwortlich dafür, dass Schulen im Ganztagsprogramm eine Mittagsversorgung anbieten können. Seit Mai 2011 ist Robert Balz Caterer am Schulzentrum Bad Vilbel. „Dass die Mensa seitdem sehr beliebt ist und die Essenszahlen stark angestiegen sind, zeigt, was möglich ist, wenn das Konzept stimmt“, sagt Schuldezernent Helmut Betschel-Pflügel.

Eigentlich hatte Robert Balz nur geplant, den Kiosk am Schulzentrum zu betreiben, doch es kam anders. Der Förderverein der Schule suchte nach einer Lösung für die Mensa, die, was die Essenszahlen anging, eher vor sich hindümpelte. Die Nachfrage der Schülerinnen und Schüler ließ mehr als zu wünschen übrig. Sie versorgten sich lieber in der Stadt, was zur Folge hatte, dass die Mensa nicht nur ungenutzt blieb sondern die jungen Leute auf dem Rückweg zur Schule auch noch reichlich Müll hinterließen.

Der Förderverein, der die Verträge mit den Caterern abschließt, fragte Robert Balz, ob er das Catering am Schulzentrum übernehmen wolle. Zum Schulzentrum Bad Vilbel gehören das Georg-Büchner-Gymnasium, die John-F.-Kennedy Schule und die Saalburgschule.

Seit Mai 2011 ist Robert nun der Caterer am Schulzentrum. Sein Personal bringt er mit. Von 5.000 Essen im ersten Schulhalbjahr 2011 über knapp 11.000 im zweiten Halbjahr, stiegen die Zahlen auf 20.000 Essen im ersten Schulhalbjahr 2012 und auf 22.000 im zweiten Halbjahr. Sein Geheimnis, oder besser Konzept: Gute Qualität, Kochen vor Ort , die Schüler beim Ambiente der Mensa mit einbeziehen, eine engagierte Schulleitung, engagiertes Personal, das mit jungen Menschen umgehen kann.

„Wenn alle an einem Strang ziehen, wenn die Schule sich auf den Weg macht, Eltern sich engagieren und auch der Förderverein, dann zeigt sich, was möglich ist“, ist Erster Kreisbeigeordneter und Schuldezernent Helmut Betschel-Pflügel überzeugt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Leben für den Denkmalschutz

Wer kennt ihn nicht, den Baumeister Hermann Mangels. "Das Engagement des beispielhaften Verfechters für den Erhalt historischer Bauwerke geht weit über das heute übliche hinaus", hebt Landrat Joachim Arnold die Arbeit von Mangels hervor. "Er ist ein Vorbild für alle Architekten, die ihren Beruf als eine Berufung verstehen." Für ihr Lebenswerk geehrt wird auch Elisabeth Johann. "Sie hat sich sehr um den Erhalt und die Erforschung von historischen Einzelgebäuden, der historischen Stadtkerne von Butzbach und Altenstadt und der Erforschung und Pflege des regionales Brauchtum verdient gemacht", begründet Arnold.

Ehrung für Elisabeth Johann

Alles begann mit der Entscheidung, ein historisches Fachwerkhaus im Altenstädter Ortsteil Höchst zu kaufen. Mit dem Kauf des Hauses begann ihre Auseinandersetzung mit den Anforderungen eines historischen Gebäudes. Anhand von Quellen erforschte sie die Historie, eignete sich Wissen um die Fachwerk-Konstruktion und deren Erhaltung an und anschließend legten sie und ihr Mann selbst Hand an. Das Haus wurde nach und nach in kleinen Schritten saniert, und ist heute ein Schmuckstück. Elisabeth Johann und ihrer Familie ist es gelungen, alles zu erhalten, was den Charakter dieses einzigartigen Hauses ausmacht.

Dabei blieb es nicht. Als Mitglied im Büdinger Geschichtsverein kümmerte sich die gelernte Buchhändlerin um die Inventarisierung der Buchbestände des Geschichtsvereins und ordnete den Fundus des Heuson Museums. Ab 1977, bis zu ihrer Pensionierung 1986, war sie Stadtarchivarin der Stadt Butzbach und Leiterin des Butzbacher Museums. Sie schrieb Artikel für die Geschichtsblätter, für die Fach- und Lokalpresse, für Begleitschriften zu Sonderausstellungen und sogar Buchveröffentlichungen.

Seit 1981 arbeitete Elisabeth Johann beim Denkmalbeirat des Wetteraukreises mit und vertrat die Sache des Denkmalschutzes immer durch ehrenamtliches Engagement vor Ort. Sie ist bis heute Ansprechpartnerin für alle, die etwas über die Geschichte von Butzbach und Altenstadt wissen wollen und die Probleme mit dem Erhalt ihres denkmalgeschützten Gebäude haben. Sie ist Mittlerin zwischen Verwaltung und Bürgerschaft.

Sie gründete eine sehr erfolgreiche Bürgerinitiative zur Rettung der Altstadt von Butzbach. Etliche Objekte waren schon zum Abriss vorgesehen und ohne das Engagement von Elisabeth Johann wäre die Stadt Butzbach um viele Häuser ärmer. Auch im Ruhestand betreut sie das Altenstädter Gemeindearchivs und leitet Führungen durch Altenstadt. An jedem Tag des offenen Denkmals bietet sie Veranstaltungen an.

Elisabeth Johann, die inzwischen 88 Jahre alt ist, hat ihr ganzes Leben lang durch ehrenamtliches Engagement für die Geschichtsforschung und den Denkmalschutz gewirkt. "Ein Wirken, das wir ehren", sagt Landrat Arnold, "denn das Wissen um die Geschichte und Entwicklung von Gebäuden, Städten aber auch Brauchtum, Handwerkstechniken und ähnliches ist die Grundlage für einen qualifizierten Denkmalschutz. In diesen Bereichen hat sich Elisabeth Johann außerordentlich verdient gemacht."

Ehrung für Herrn Hermann Mangels

Schon lange bevor die Menschen den Altstädten wieder einen Wert zugemessen haben, kaufte der 1921 geborene Herrmann Mangels ein als "Schandfleck" angesehenes Gebäude in der Burg und sanierte es. In dem Haus wohnt er heute noch mit seiner Frau Augusta Wilhelmina. Dieses vorbildliche Wirken - denn nichts wirkt besser als ein positives Beispiel - setzte er in seiner Tätigkeit fort, indem er verschiedene Häuser in der Friedberger Altstadt entweder im Auftrag sanierte und renovierte oder sogar selbst kaufte und nach einer Sanierung dann vermietete. So zum Beispiel Usagasse 11, Usagasse 15, Haus Sanssouci, Haus Nobel, Haus "Uff der Enggaß", Haus von Uhren Burck.

Neben seiner Tätigkeit als Architekt engagierte sich Mangels im Kirchenvorstand für die Belange der Kirche aber auch für den Erhalt der Burg- und der Stadtkirche. Unter anderem geht der Förderkreis "Stadtkirchenfenster" und der Einbau von drei Kirchenfenstern in der Stadtkirche auf ihn zurück. Er war lange Jahre Beisitzer im Vorstand des Friedberger Geschichtsvereins, hat über verschiedene Gebäude in Friedberg geforscht und viel beachtete Beiträge in verschiedenen Medien veröffentlicht.

Dem Denkmalbeirat beim Wetteraukreis gehört Mangels seit seiner Einrichtung im Jahr 1974 als aktives Mitglied und seit 2006 als Ehrenmitglied an. Für den Erhalt und die Weiterentwicklung der Friedberger Altstadt hat er sich dort engagiert eingesetzt. Er ist heute noch Ansprechpartner für Menschen in Friedberg und weit darüber hinaus, wenn es um die Sanierung historischer Gebäude und deren Geschichte geht. Sein breit gestreutes Wissen um historische Gebäude hat er immer wieder bei Projekten und Diskussionen des Denkmalbeirates eingebracht. Auch die Untere Denkmalschutzbehörde hat sehr von ihm profitiert.

Herrmann Mangels hat seine Arbeit an historischen Häusern nicht nur mit fundierten Archivrecherchen untermauert, es war ihm auch ein Anliegen, sein nahezu unerschöpfliches Wissen weiterzugeben. Stadtführungen oder Führungen durch die Stadtkirche - bis auf das Dach - boten ihm dazu gute Gelegenheiten. Noch im hohen Alter ließ er es sich nicht nehmen, den Dachstuhl der Stadtkirche zu erklimmen, um den unvergleichlichen Dachstuhl zu präsentieren und zu erklären.

Baumeister Hermann Mangels ist ein beispielhafter Verfechter für den Erhalt historischer Gebäude in der Altstadt von Friedberg. "In seiner ganzen Art ist er ein Baumeister ‚von altem Schrot und Korn", fasst Landrat Arnold zusammen. Ihn zeichnet ein überragendes Wissen um alles, was er tut, aus. Er setzt sich für seine Überzeugungen ein. "Er war nie bequem, sondern man kann ihn schon als ‚Stachel des Denkmalschutzes im Fleisch der Stadt Friedberg", so Landrat und Baudezernent Joachim Arnold und ergänzt: "Aber ohne ihn wäre die Altstadt von Friedberg um einige Gebäude ärmer. Auch heute noch gilt: wer zu historischen Gebäuden, insbesondere in Friedberg Fragen hat, spricht Herrmann Mangels an."

 

 

 

 

 

 

 

 


Integration von Kindern mit einer Behinderung

Jedes Kind hat einen Anspruch auf Erziehung, Bildung und Betreuung. Dies gilt für alle Kinder, ob mit oder ohne Behinderung und für ihr gemeinsames Leben und Lernen in Kitas. Was dies konkret heißt, hängt von den Bedürfnissen des Kindes und vom Unterstützungsbedarf der Kita ab. Im Fachdienst Familienförderung ist Sonja Grün Ansprechpartnerin für Fragen rund um die Integration.

Um die Integration von Kindern, die eine Behinderung haben, und die in einer Kita betreut werden noch besser auf ihren Förder- und Entwicklungsbedarf zuzuschneiden, geht der Wetteraukreis einen neuen Weg. Sonja Grün ist Diplom-Pädagogin mit dem Schwerpunkten Sonder- und Sozialpädagogik und im Fachdienst Familienförderung genau an dieser Schnittstelle tätig. Sie ermittelt den Bedarf der Integrationsleistung gemeinsam mit den Eltern und den jeweiligen Fachdisziplinen. Sie steht hier neben ihrer Aufgabe als Fachberatung Kita auch als Pädagogische Fachkraft zur Steuerung der Integrationsmaßnahmen in Kitas unterstützend zur Seite.

„Ein erster Schritt wird sein, ein pädagogisches Handlungskonzept zu entwickeln, auf das die Stelle als Pädagogische Fachkraft zur Steuerung der Integrationsmaßnahmen in Kitas konzeptionell beruht“, erläutert Sozialdezernent Helmut Betschel-Pflügel. Sie ist aber auch im Einzelfall Ansprechpartnerin um Integrationen vor Ort mit den Einrichtungen abzustimmen.


Schlosspark Büdingen - Landrat weist Kritik der Bürgerinitiative zurück

Als ungerechtfertigt hat Landrat Joachim Arnold die Kritik der Bürgerinitiative zurückgewiesen. Der Vorwurf, die Untere Naturschutzbehörde sei ein willfähriger Erfüllungsgehilfe des Fürstenhauses, sei absurd.

Tatsache ist, dass für die aufwändigen Pflegemaßnahmen schweres Gerät notwendig ist. Dafür allerdings muss auch die Witterung stimmen. Entweder muss es sehr trocken sein oder sehr kalt, damit die schweren Maschinen nicht im Boden einsinken.  Weder die Fällung der Alteichen noch die Räumung der Gräben im vergangene Winter 2011 und in diesem Winter 2012 waren möglich, weil das dazu notwendige Großgerät die „vernässten Flächen“ nicht befahren konnte und kann. Nur wenn dauerhafter strenger Frost den Boden dort tiefgründig durchfrieren lässt, kann man auf die Flächen zur Räumung der Gräben. Zur Fällung der Alteichen benötigt man ebenfalls Großgeräte mit Hubbühne, da die Bäume über die denkmalgeschützte Schlossmauer ragen und nicht über Kopf in den Park gezogen werden können. Sie müssen also von oben stückweise abgetragen werden. Solange der Boden nicht tief gefroren ist, ist das nicht möglich. Solange müssen auch die Wege gesperrt bleiben, weil höchste Gefahr durch Umstürzen der Alteichen besteht. Eine Öffnung der Wege  kann niemand verantworten!

„Diese Wettersituation zur Umsetzung der Fäll- und Pflegarbeiten war bislang leider noch nicht gegeben, denn der Winter war zwar lang und schneereich, aber die Minustemperaturen waren für solche Arbeiten nicht tief genug.“ Das bestätigt auch der beauftragte Unternehmer, der die Arbeiten gerne längst schon realisiert hätte. Was die umsturzgefährdeten Eichen angehe, so sei das Gutachten ebenfalls zu dem Schluss gekommen, dass das Wurzelwerk so geschädigt ist, dass sie nicht zu retten sind. „In einer solchen Situation ist die Fällung und die Neupflanzung von Bäumen sicherlich die beste Lösung, auch wenn sie auch meinem ästhetischen Empfinden nicht entgegenkommt“, so Landrat Arnold. 

Arnold korrigierte auch die Aussage der BI hinsichtlich der Lesart der erteilten Auflagen. „Die von uns verfügten Auflagen betreffen die Art und Weise, wie solche Pflegemaßnahmen durchgeführt werden müssen.“ Die zuständige Stiftung „Präsenz Büdingen“ hat jedoch noch keinen Antrag auf Fällung der Alteichen gestellt. Wenn sie ihn stellt, wird in der denkmalschutzrechtlichen Genehmigung als Auflage stehen, dass die Eichen nicht vor dem 30.09. gefällt werden dürfen.

Wenn die Stiftung sich aber entscheidet, keinen Fällantrag zu stellen, zum Beispiel wegen der hohen Kosten, dann hat die öffentliche Hand keine Möglichkeit, diese Arbeiten zu erzwingen. Das gilt in diesem wie in jedem anderen vergleichbaren Fall. Eine solche Erzwingung würde im Widerspruch zu Artikel 14 Grundgesetz stehen, denn die zwanghafte Verpflichtung, solche Arbeiten durchzuführen, käme einer Enteignung gleich, die vor Gericht keinen Bestand hätte“, zeigt der Landrat die Grenzen auf.


Stadt kann Enteignung betreiben; „Die Stadt könnte versuchen den Schlosspark für ihre Bürger freihändig zu erwerben. Wenn es die Stadt Büdingen darauf anlegt, kann sie sogar über die Aufstellung eines Bebauungsplan zur Sicherung des Schlossparkes die Enteignung des Fürstenhauses betreiben und den Park dann in eigener Regie führen. Die mit der Enteignung verbundenen Kosten für Entschädigung und die Pflegearbeiten sind allerdings dafür aufzubringen. Ich bin gespannt, ab die Verantwortlichen der
Stadt sich dazu durchringen.” so abschließend Landrat Arnold.


Bauarbeiten an der Rosbacher K11 werden 2013 abgeschlossen

„Mit der Vergabe der Arbeiten für den dritten und letzten Kreisstraßenabschnitt kommen wir der Fertigstellung der Südumgehung Rosbach wieder einen großen Schritt näher. Jetzt wird von dem Ende letzten Jahres fertig gestellten Kreisverkehr am Kreuzungspunkt mit der Landesstraße 3352 zwischen Nieder-Rosbach und Rodheim bis zur vorhandenen K 11 in Richtung Ober-Wöllstadt gebaut“, gab Landrat Joachim Arnold bekannt. Dieser letzte Teil der Umgehung ist rund 1450 Meter lang und beinhaltet auch den Bau eines dritten Regenrückhaltebeckens. Die Baukosten belaufen sich auf 1,4 Mio. Euro.

Die Südumgehung Nieder-Rosbach, die neue Kreisstraße 11, wird in drei Bauabschnitten realisiert. Der erste Teil mit einer Länge von rund 1.250 Meter und der 850 Meter lange zweite Abschnitt, der bis zur Landesstraße zwischen Nieder-Rosbach und Rodheim führt, sind in den letzten beiden Jahren bereits fertig gestellt worden.

„Schon jetzt sorgen diese neuen Südumgehungsabschnitte für mehr Lebensqualität in Rosbach. Mein Ziel ist, dass auch der letzte Bauabschnitt ebenso pünktlich fertig gestellt wird, wie die ersten beiden. So könnte das Gesamtprojekt noch in diesem Jahr abgeschlossen werden, Nieder-Rosbach schließlich ganz vom Durchgangsverkehr befreit sein und die Entwicklung von höchst attraktiven neuen Gewerbeflächen zur Schaffung von Arbeitsplätzen entlang der Südumgehung entscheidend gefördert werden“, ist sich Landrat Arnold sicher.


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