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Minus bei Bau

Im Jahr 2012 wurde in Deutschland der Bau von 239 500 Wohnungen genehmigt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) jetzt mitteilt, waren das 4,8 Prozent oder 11 100 Wohnungen mehr als im Jahr 2011. Damit setzte sich die seit dem Jahr 2010 anhaltende positive Entwicklung bei den Baugenehmigungen von Wohnungen weiter fort. Der hohe Zuwachs aus dem Jahr 2011 (+ 21,7 Prozent gegenüber 2010) konnte jedoch nicht wieder erreicht werden.

Von den im Jahr 2012 genehmigten Wohnungen waren 211 200 Neubauwohnungen in Wohngebäuden (+ 5,5 Prozent gegenüber 2011). Der Anstieg von Baugenehmigungen für Wohnungen in Mehrfamilienhäusern (+ 13,3 Prozent) fiel dabei deutlich höher aus als der Anstieg von Genehmigungen für Wohnungen in Zweifamilienhäusern (+ 3,6 Prozent). Genehmigungen für den Bau von Einfamilienhäusern (- 5,8 Prozent) gingen zurück.

Im Jahr 2012 ging der umbaute Raum der genehmigten neuen Nichtwohngebäude gegenüber 2011 um 2,1 Prozent auf 209,2 Millionen Kubikmeter zurück. Diese Entwicklung war bedingt durch den Rückgang von Genehmigungen für nichtöffentliche Bauherren um 1,6 Prozent und für öffentliche Bauherren um 7,5 Prozent.

Einen der Hauptgründe für das nach wie vor positive Gesamtergebnis sieht Florian Haas von der Schutzgemeinschaft für Baufinanzierende e.V.

(München) in der Inflationsangst der Deutschen. „Die Angst vor einer Entwertung des Euro lässt viele Menschen in Sachwerte flüchten - und damit natürlich auch in Immobilien. Noch immer relativ günstiges Baugeld forciert diese Entwicklung zusätzlich. „Und auch der staatliche Zugriff auf Sparkonten - der auf Zypern geplant ist - stellt für den europäischen Kleinsparer keine vertrauensbildende Maßnahme dar“, so Haas.

Dennoch rät Haas Bauherren in Spe: Der Bau eines Eigenheimes muss wohl überlegt sein. Sich jetzt ohne eigentliche Not selbst unter Zeitdruck zu setzen, kann teuer kommen. Neben einer sehr überlegt und „konservativ“ angelegten Finanzierung rät der Schutzgemeinschaft-Vorsitzende vor allem, auf die Sicherheitspakete der Baufirmen ein Auge zu werfen. „Hier lohnt es sich, genau hinzuschauen. Zahlreiche Baufirmen bieten bereits von Haus aus ein hohes Maß an Sicherheit, Gewährleistungsversicherung oder Festpreisgarantie inklusive“.  (vz)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Katastrophenschutzübung  

Hochtaunuskreis - Am kommenden Samstag (23. März) üben Einsatzkräfte im Hochtaunuskreis einen Massenanfall von Verletzten (MANV). Ziel der Übung ist es, die technischen Abläufe und die Kommunikation für einen Unglücksfall zu üben, von dem rund 250 Menschen betroffen sind. Das Kerngebiet der Übung ist entlang der Königsteiner Straße in Oberursel, welche die Oberurseler Innenstadt mit der B455 verbindet. Aus diesem Grund wird die Königsteiner Straße in der Zeit von 9.00 bis voraussichtlich 12.30 Uhr von der Polizei gesperrt.

Hierbei werden im Realfall ca. 170 Fahrzeuge, auch aus anderen Kreisen, benötigt. Zur Prüfung der Abläufe werden diese in der Übung durch über 30 Fahrzeuge abgebildet.

Auf den Einsatz von Statisten wird bei der Übung verzichtet, da der technische Ablauf und der Test der Kommunikationsstruktur im Vordergrund stehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Störche in der Wetterau

Wir wollen hier wohnen!

Wetteraukreis - Die Wetterau mit ihren wertvollen Feuchtgebieten spielt eine besonders Rolle bei der Sicherung der letzten Bestände bedrohter Arten. „Deshalb werden wir besondere Brutgebiete durch vorübergehende Betretungsverbote besonders schützen“, teilte Landrat Joachim Arnold in einer Presseerklärung mit.

Nach dem langen Winter haben sich die meisten Zugvögel wieder bei uns eingefunden. In den attraktiven Auengebieten der Wetterau beginnen die letzten Großen Brachvögel Hessens mit ihrer Partnersuche und dem Nestbau. Aber auch Kiebitze, Bekassinen, Knäkenten, Reiherenten, Graugänse, Zwergtaucher, Tüpfelsumpfhühner, Wasserrallen, Schwarzkehlchen, Rohrweihen sowie die sehr seltenen Wachtelkönige sind wieder zu sehen und zu hören. Besonders auffällig in den Auenlandschaften sind die Weißstörche, deren Bestand in den vergangenen Jahren in der Wetterau sehr stark zugenommen hat.

Zum Schutz dieser geschützten Vogelarten hat die Fachstelle Naturschutz und Landschaftspflege des Wetteraukreises als untere Naturschutzbehörde dreizehn Feuchtwiesengebiete mit Anordnungen zu einem vorübergehenden Betretungsverbot in der Zeit vom 15. März bis zum 30. Juni auf ca. 550 ha Fläche ausgewiesen. Diese sind:
Niddaaue zwischen Staden und Ober  - Mockstadt;
Niddaaue im Bereich der „Niederwiesen“ südlich Ilbenstadt;
Niddaaue zwischen Okarben und dem Försterwald;
Seemenbachaue östlich des Naturschutzgebietes „Im Rußland und in der Kuhweide bei Lindheim“;
Nidderaue im Bereich der „Auwiesen von Effolderbach“;
Nidderaue im Bereich „Hessel“ zwischen Stockheim und Kläranlage;
Nidderaue zwischen dem Sportplatz Altenstadt und Höchst.;
Horloffaue an der „Kreuzquelle“ bei Grund - Schwalheim;
Horloffaue im Bereich „Stockborn“ zwischen der Horloff bei Gettenau und Bingenheim;
Horloffaue westlich des Horloff - Flutkanals und nordwestlich des Sportplatzes bei Leidhecken.;
Horloffaue östlich des Flugplatzes Reichelsheim;
Wetteraue im Bereich „Markwiesen“ zwischen Bauernheim und Ossenheim.
Hochwasserrückhaltebecken der Ulfa im westlichen Bereich.

Die dreizehn Feuchtwiesengebiete stellen hessenweit bedeutende Lebens- und Rückzugsräume, besonders für die Bodenbrüter, dar. Beobachtungen der vergangenen Jahre zeigen, dass Störungen durch frei laufende Hunde, Spaziergänger, Walker, Jogger, Radfahrer sowie andere Erholungssuchende sehr oft zur Abwanderung von brutwilligen Vögeln und zu Brutverlusten führen. Durch das Fluchtverhalten der Elternvögel werden auch Küken schutzlos zurückgelassen und können schnell zu Opfern von Beutegreifern werden. „Kiebitz, Bekassine, Wachtelkönig und Großer Brachvogel stehen heute in Hessen vor dem Aussterben. Damit hat die Wetterau für den Erhalt dieser Arten eine besonders hohe Verantwortung. Nur ein konsequenter Schutz der letzen Lebensräume kann verhindern, dass diese Arten für immer aus unseren Landschaften verschwinden.“ erläutert Landrat Arnold den Grund für den zeitweisen Schutz der Brutgebiete.

Die Überwachung der Anordnungen übernimmt die Fachstelle Naturschutz und Landschaftspflege des Wetteraukreises und die Naturschutzwacht des Forstamtes Nidda. Bei Nichteinhaltung des Betretungsverbotes kann durch die Fachstelle ein Ordnungswidrigkeitsverfahren einleitet werden. Solche Zuwiderhandlungen können letztlich mit Geldbußen geahndet werden. Ausgenommen von dem Betretungsverbot ist die landwirtschaftliche Grünlandnutzung, die dem Schutz der Brutvögel dient. Standorte mit Gelegen oder mit Jungvögeln werden den Landwirten/innen mitgeteilt und geschont.

Der Landrat bittet alle Erholungssuchenden darum, das zeitlich befristete Betretungsverbot in den Anordnungsgebieten zum Schutz der Bodenbrüter und zur Erhaltung der Artenvielfalt in der Wetterau einzuhalten. Die Gebiete sind mit kleinen gelben Laminatschildern im Gelände gekennzeichnet. Bei allen Anordnungsgebieten sei darauf geachtet worden, dass auf den umliegenden Wegen die Naherholung möglich bleibe. „Insgesamt kann festgestellt werden, dass die seit 2007 angeordneten Betretungsverbote in der Bevölkerung akzeptiert werden, da die Störungen der Brutvögel sehr stark zurückgegangen sind. Als Naturschutzdezernent freut es mich sehr, dass die Wetterauer Bevölkerung diese Schätze vor unserer Haustür schützt.“ so Landrat Arnold abschließend.



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