Oberursel

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Trainingsläufer trotzen Kälte

Empfindliche Kälte war der Begleiter beim zweiten Trainingslauf zum Weiltalweg-Landschaftsmarathon. Am Ostermontag trafen sich bei Temperaturen unter 0 GradC unerschrockene Läuferinnen und Läufer, um auf der Originalstrecke zu trainieren. Von Emmershausen ging es diesmal bis zur Mappesmühle und zurück.

Lange ist es nicht mehr hin, am 21. April muss die Form stimmen. Fällt doch um 9.30 Uhr in Arnoldshain der Startschuss zum 11. Landschaftsmarathon auf dem Weiltalweg mit Ziel in Weilburg. Natürlich werden auch wieder Staffelläuferinnen und Staffelläufer auf der Strecke Richtung Weilburg unterwegs sein.

Für den 22 km-Lauf mit Start in Emmershausen (Start 10.30 Uhr) und Ziel in Weilburg wird das Online-Meldeportal nochmals geöffnet, nachdem einige wenige der bis Dezember 2012 gemeldeten Teilnehmer aus verschiedenen Gründen nicht teilnehmen können. Nun wird das 300 Teilnehmer starke Feld wieder aufgefüllt. Ab Donnerstag, dem 4. April ist das Meldeportal wieder geöffnet. Die Anmeldung für Staffel und Marathon sind nach wie vor offen; Anmeldeschluss für alle drei Strecken bleibt der 15. April 2013. Kurzentschlossene können sich aber noch am Samstag, den 20. April in Weilburg für alle Strecken und am Sonntag in Arnoldshain für die Marathonstrecke nachmelden.


Keltenrundwanderweg

Mit der wärmeren Jahreszeit starten ab April auch wieder die beliebten Führungen auf dem Keltenrundwanderweg. Dieser wurde im Zuge des Hessentags 2011 erweitert - neueste wissenschaftliche Erkenntnisse zur Erforschung der keltischen Zivilisation flossen in die Beschilderungen und Rekonstruktionen ein.

Zum Auftakt der diesjährigen geführten Wanderungen zum Oppidum, die von der Abteilung „Stadtmarketing, Tourismus und Stadtgeschichte“ in Zusammenarbeit mit dem Vortaunusmuseum bis November angeboten werden, findet am Sonntag,  dem 7. April 2013, um 14 Uhr, eine Auftaktführung statt, zu der Interessierte herzlich eingeladen sind. Die Teilnahmegebühr pro Person beträgt € 5,-.

Exkursionsleiter ist der bekannte Archäologe Dr. Karl-F. Rittershofer, der schon viele ehrenamtliche Projekte im Hochtaunuskreis initiiert hat und auch an der Gestaltung des archäologischen Rundwanderwegs maßgeblich beteiligt war.

Treffpunkt ist wie immer das Taunus-Informationszentrum (TIZ) an der U-Bahn-Endhaltstelle Hohemark, von wo die Wanderung über eine Strecke von ca. 8 km und einen Höhenunterschied von 250 Metern startet. Festes Schuhwerk ist empfehlenswert.

Die Kelten, eines der großen “barbarischen” Völker Mitteleuropas, sind neben den Germanen die erste historisch fassbare, aus antiken Schriftquellen namentlich bekannte Stammesgemeinschaft archäologischer Kulturen in unserer Region. Ihre politischen Strukturen, religiösen Vorstellungen und ihre faszinierende Kunst erweisen sich in zahlreichen archäologischen Quellen als ebenbürtig neben den Hochkulturen Griechenlands und Roms. Im nordwestlich von Frankfurt gelegenen Teil Hessens, dem Hochtaunus, sind besonders imposant die Höhenbefestigungen der frühen Kelten des 6. und 5. Jahrhunderts und ihre Stadtkultur, die sog. Oppidazivilisation des 2. und 1. vorchristlichen Jahrhunderts.

Am Ende der Bronzezeit und in der Eisenzeit sind die gesellschaftlichen, politischen und religiösen Veränderungen in Mitteleuropa in kurz aufeinander folgenden Innovationshorizonten in zahlreichen archäologischen Fundstätten nachweisbar. Intensive Verbreitung von Streitwagen, die mit einer neuen Waffentechnologie verbundene Einführung der Eisenverarbeitung sowie weitreichende gesellschaftliche Gliederungen hin zu einem Feudalsystem, das sich in religiös-politisch geprägten Machtzentren mit einer Fürstenschicht an der Spitze ausdrückt, führt zur Errichtung von Befestigungsanlagen, befestigten Fürstensitzen und am Ende dieser Entwicklung zu ersten Großstädten mit Stadtmauern als gesellschaftliche Gemeinschaftsleistungen.

 

 

Gesundheitstelefon

am 10.04. ist das nächste Gesundheitstelefon freigeschaltet.

Diesmal am Hörer: Wolfgang Löber von Klinke Optik zum Thema Gleitsichtbrillen.


Vollsperrung für acht Wochen - Fußgänger- und Radfahrerbrücke über die A661 wird saniert

Die von Fußgängern, Radfahrern und land­wirtschaftlichem Verkehr genutzte Brücke über die A661 in Verlängerung der Freiligrathstraße wird saniert und aus diesem Grund ab Dienstag, 2. April bis voraussichtlich 31. Mai 2013 voll gesperrt.

Es wird keine Umleitungsstrecke ausgewiesen – die Nutzer dieser Brücke müssen auf alternative Wegeverbindungen ausweichen.


Hundekot beseitigen, Hundefreunde gewinnen

Mit der letzten Schneeschmelze kommen sie ans Licht: Zahllose Hundehaufen, über die sich die Beschwerden im Rathaus mehren. Bis zu 20 Haufen wurden auf einer Spielwiese von einer Anwohnerin gezählt. „Es reicht uns. Meine Kinder sind noch klein und ich kann sie nicht anbinden“, schreibt eine verzweifelte Mutter dem Rathaus.

Die meisten Oberurseler Hundehalter sind vernünftig und kommen ihrer sich aus dem Abfallrecht ergebenden Pflicht zur Beseitigung der Hinterlassenschaften ihrer Hunde nach. Doch jeder nicht beseitigte Hundehaufen, der sich ins Schuhprofil eines Spaziergängers quetscht oder der von einer gemähten Wiese ins Tierfutter gelangt, führt zu erheblichem Unmut der betroffenen Nichthundehalter gegenüber allen Hundehaltern.

Bisher sind alle Maßnahmen gegen diesen Missstand ohne sichtbaren Erfolg geblieben: Aufgestellte „Dog-Stations“, gefüllt mit Abfalltüten für den Hundedreck, die Androhung von Bußgeldern bis zu 100.000 EUR und verstärkte Kontrollen der Ordnungspolizei blieben weitgehend wirkungslos.

Die Hundehaufen bleiben zumeist dann liegen, wenn sich die Hundeführer unbeobachtet fühlen. In anonymen Briefen an die Ordnungsbehörde wird sogar unverfroren versucht, das Zurücklassen des Hundekots mit der Zahlung der Hundesteuer zu rechtfertigen.

Damit Spaziergänger, spielende Kinder und andere Personen sich künftig gefahrlos auf Wegen, Plätzen und Wiesen aufhalten können und Landwirte die Feldfrüchte und das Heu zu Lebensmitteln bzw. Tierfutter ohne die Gefahr von Gesundheitsschäden verarbeiten können, muss der Hundekot immer sofort von den Hundeführern beseitigt werden.

Stadtkämmerer und Ordnungsdezernent Thorsten Schorr erinnert die Hundehalter und Hundeführer an diese Pflicht und weist darauf hin, „dass sonst zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Sicherheit und Ordnung über Maßnahmen zur Beschränkung der Hundehaltung nachgedacht werden muss.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Sauna bringt weitere Haushaltsrisiken

Die Oberurseler Bürgergemeinschaft (OBG) glaubt nicht daran, dass eine Sauna im neuen Oberurseler Hallenbad mehr Einnahmen bringt als sie kostet. Seit Sommer 2011 sei klar, dass eine Sauna sich wirtschaftlich nicht lohne, meint der Fraktionsvorsitzende der OBG im Oberurseler Stadtparlament, Georg Braun. Laut Expertenurteil bringe eine Sauna nur so genannte Deckungsbeiträge zu den laufenden Betriebskosten. Wenn jedoch die Baukosten eingerechnet würden, sei nicht mit einem Gewinn zu rechnen. „Was würden höhere Einnahmen nutzen, wenn daraus die Kosten für die Investition und die Abschreibung nicht gedeckt werden könnten?“ fragt Braun in einer am Osterwochenende verbreiteten Pressemitteilung.

Gespräche mit Passanten am Informationsstand der OBG am Samstag in der Vorstadt haben laut Braun gezeigt, dass viele Bürgerinnen und Bürgern durch Halbwahrheiten der Saunabefürworter verwirrt seien. Wenn sich das von Bürgermeister Brum erhoffte Profit-Center Sauna nicht rentiert, wovon die OBG ausgehe, müssten die Steuerzahler weitere Verluste des Bades ausgleichen, warnt Braun. Auf Fragen der OBG habe Brum bei der letzten Stadtverordnetenversammlung einräumen müssen, dass immer noch kein Betreiberkonzept für das bereits im Bau befindliche Hallenbad vorliegt und auch noch offen sei, wer überhaupt Betreiber sein werde.

Der finanzpolitische Sprecher der OBG, Andreas Bernhardt, weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass der Haushalt der Stadt für das laufende Jahr von der Kommunalaufsicht immer noch nicht genehmigt ist. Wenn die Stadt nicht in einer gravierenden Finanzklemme steckte, hätten eilige Projekte wie die Ampelanlage in der Frankfurter Landstraße am neuen Edeka-Markt längst angegangen werden können. Täglich stünden dort viele Bürgerinnen und Bürger im Verkehrsstau, weil die Stadt die neue Ampel ohne Genehmigung des Haushaltes 2013 nicht einmal bestellen; geschweige denn installieren dürfe. Bernhardt weiter: „Den Politkern in südlichen Ländern Europas werfen wir nur zu gerne vor, sie könnten nicht richtig wirtschaften und gefährdeten unsere Währung. Die Pro-Kopf-Staatsverschuldung in Deutschland ist höher als die auf Zypern. Wer darf da mit Fingern auf andere zeigen, wenn wir bis in unsere eigenen Kommunen hinein weiterhin nicht vorhandenes Geld verprassen?“

Aus Sicht der OBG wären die neuen Besucher der Oberurseler Sauna vor allem Wechsler aus anderen Saunen der Nachbarstädte. Durch Oberurseler Kirchturmdenken würde man dann andere kommunal betriebene Saunen in wirtschaftliche Nöte bringen. Unter interkommunaler Zusammenarbeit verstehe die OBG auch, die Belange der Nachbarkommunen zu berücksichtigen. Schaue man ein paar Jahre weiter, werde irgendwo in der näheren Umgebung mit Sicherheit eine Saunaanlage  modernisiert oder neu gebaut, und dann würden die Wander-Saunisten der Oberurseler Sauna wieder den Rücken kehren. Aufmerksam habe man in den letzten Tagen die Radiowerbung des Bad Homburger Seedammbades verfolgt, in der ausdrücklich auch die Sauna beworben worden sei, so Bernhardt.

Bernhardt fordert, nicht noch zusätzliche zwei Millionen Euro in das Hallenbad für die Sauna zu investieren. Die Stadt dürfe sich mit Großprojekten nicht übernehmen. Nach Fertigstellung des Hallenbades sollte ernsthaft die Renovierung des Freibades angegangen werden. Die OBG warnt davor, die hohen einmaligen Erträge aus dem Verkauf von Tafelsilbergrundstücken zu verschleudern und hohe Folgekosten zu produzieren, die dann über Jahrzehnte aus den laufenden Haushalten bedient werden müssten.

(OBG)

 

 

 

 

 

 

 

 

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