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Breitband Entwicklung 2013

Die 2009 von Landrat Arnold im Kreis gestartete Initiative für eine flächendeckende Wetterauer Breitbandversorgung im Rahmen der Grundversorgung (Download-Ggeschwindigkeiten von mindestens zwei Megabit pro Sekunde) wurde gebündelt und erfolgreich in den beteiligten Kommunen abgeschlossen bzw. umgesetzt. Die selbstständig und eigenverantwortlich von den Städten und Gemeinden geschlossenen Verträge mit den jeweiligen Breitbandversorgern führten dazu, dass bis auf punktuelle Ausnahmen eine Breitbandversorgung im gesamten Wetteraukreis von mindestens 8 Megabit pro Sekunde im Downloadbereich verfügbar ist. „Nächstes Ausbauziel ist die flächendeckend 50 Megabit pro Sekunde -Versorgung zu gewährleistet. Hier wird das geplante Engagement der OVAG im Bereich des Breitbandausbaus viel zum Erreichen dieses Zieles beitragen“, kündigt Landrat Joachim Arnold in einer Stellungnahme zum Stand des Breitbandausbaus in der Wetterau an.

Um im Wetteraukreis in allen Kommunen Downloadgeschwindigkeiten von 50 Megabit pro Sekunde zu erreichen, wurde zeitgleich vor vier Jahren vom ZOV/OVAG-Konzern vorbereitet, die Breitbandversorgung als neues Geschäftsfeld in den Konzern zu implementieren. Die dafür notwendigen Entscheidungsvorlagen werden laut Vorstandsvorsitzendem Rainer Schwarz und Vorstand Rolf Gnadl nach intensivster hausinterner Prüfung im Sommer diesen Jahres in die Entscheidungsgremien des ZOV/OVAG-Konzern zur Beschlussfassung eingebracht. Es ist die Gründung einer Infrastrukturgesellschaft vorgesehen. Dieser soll eine Beteiliguungsgesellschaft vorgeschaltet werden, an der sich unter anderem der Wetteraukreis und interessierte Städte und Gemeinde beteiligen können. Auch wird die Gründung einer Betreiber- sowie einer Dienstgesellschaft erwogen und mit der Telekom soll über deren Beteiligung am Breitbandausbau in der Wetterau durch den ZOV/OVAG-Konzern verhandelt werden.

Durch die im Jahre 2009 von Landrat Joachim Arnold im Kreis gestartete Initiative für eine flächendeckende Breitbandversorgung im Rahmen der Grundversorgung (Downloadgeschwindigkeiten von mindestens zwei Megabit pro Sekunde) wurden die bis dahin unterversorgten Bereiche identifiziert und für eine gemeinsame Ausschreibung gebündelt. Diese wurde anschließend koordiniert, durchgeführt und schließlich erfolgreich in den beteiligten Kommunen abgeschlossen bzw. umgesetzt.

Die dazu selbstständig und eigenverantwortlich von den Städten und Gemeinden geschlossenen Verträge mit den jeweiligen Breitbandversorgern führten dazu, dass bis auf punktuelle Ausnahmen eine Breitbandversorgung im gesamten Wetteraukreis von mindestens acht 8 Megabit pro Sekunde im Downloadbereich verfügbar ist.

Die 2009 initiierte Wetterauer Breitbandinitiative führte auch zu dem beabsichtigten Effekt, dass die großen und bekannten Breitbandanbieter wie Deutsche Telekom und Unitymedia aus eigenem Antrieb in Teilbereichen ihre vorhandenen Netze ertüchtigten und ausbauten.

„Viele Haushalte im Wetteraukreis haben dadurch die Möglichkeit jetzt Downloadraten von 50 bis 100 Megabit pro Sekunde erhalten. Darüber hinaus stehen ebenso in vielen Haushalten Downloadgeschwindigkeiten von acht bis 16 Megabit pro Sekunde zur Verfügung. Die damit möglichen hohen Upload-Geschwindigkeiten sind für viele Gewerbetreibende ebenfalls von Vorteil“, skizziert Landrat Arnold die gegenwärtige Situation in der Wetterrau.


Kreisverwaltung mit Vorbildcharakter

Die Präsentation der aktuellen Zahlen zur Beschäftigung von Schwerbehinderten in der Kreisverwaltung nutzte Landrat Joachim Arnold, um Arbeitgeber in Wirtschaft und Verwaltung zu ermutigen, Menschen mit einem Handicap einzustellen. „Häufig stellt sich heraus, dass sich die Behinderung gar nicht oder kaum auf die Qualität der Aufgabenerledigung auswirkt“, betonte Landrat Arnold und verwies auf die Erfahrungen in der Kreisverwaltung.

In der Bundesrepublik ist die Beschäftigung von Schwerbehinderten gesetzlich geregelt. Unternehmen mit mehr als 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern müssen mindestens 5 % der Arbeitsplätze Menschen mit Behinderungen einräumen. Wer diese Vorgabe nicht erfüllt, wird eine Ausgleichsabgabe fällig, die zwischen 105,- und 260,- € pro unbesetztem Arbeitsplatz liegt. Nach dieser gesetzlichen Quote müsste der Wetteraukreis 53 Arbeitsplätze mit Schwerbehinderten besetzen. „Tatsächlich aber“, so Landrat Arnold, „haben wir 129 Plätze mit Schwerbehinderten besetzt; das sind neun mehr als im vergangenen Jahr.“ Die Quote liegt bei 12,9 %, also mehr als das Doppelte wie gesetzlich gefordert. Der Wetteraukreis muss deshalb nicht nur keine Ausgleichsabgaben zahlen, sondern nimmt bei der Beschäftigung von Schwerbehinderten eine Vorbildfunktion ein.

Unternehmen sollen Beispiel folgen

„Ich würde mir wünschen, wenn mehr Unternehmen diesem Beispiel folgen würden. Von den 3 Millionen erwerbsfähigen Schwerbehinderten in Deutschland hat nur jeder Dritte einen Arbeitsplatz. Ein entscheidendes Vermittlungshemmnis sind Vorbehalte von Arbeitgebern, die glauben, Menschen mit Behinderung seien öfter krank, oder es entstünden hohe Mehrkosten“. Unsere Erfahrungen zeigen aber, dass sich die krankheitsbedingten Fehlzeiten von denen der Kolleginnen und Kollegen ohne Behinderung nicht unterscheiden, bestätigt Landrat Arnold.

Zudem, so Arnold weiter, werden die Kosten für einen behindertengerechten Arbeitsplatz bezuschusst. Mit den Eigenbetriebe, Abfallwirtschaft, Gebäudewirtschaft, Volkshochschule und Webit weist der Wetteraukreis eine Quote von 12,19 % (Vorjahr 11,36 %) an Arbeitsplätzen auf, die mit Schwerbehinderten besetzt sind. „Besonders erfreulich finde ich, dass wir unter den schwerbehinderten Beschäftigten auch 2 Auszubildende haben, die ihre Arbeit, wie andere Auszubildende auch, sehr gut und mit hohem Engagement erledigen“.

Eine große Hilfe war nach den Worten von Landrat Arnold die Einführung eines betrieblichen Eingliederungsmanagements in der Kreisverwaltung. „Kolleginnen und Kollegen, die für längere Zeit erkranken oder Schwerbehindert sind, werden so in einen Prozess eingebunden, der optimale Voraussetzungen schafft, um die Arbeit leisten zu können. So können Hindernisse ohne großen Aufwand beseitigt werden und Menschen ein attraktiver Arbeitsplatz geboten werden.

„In der Kreisverwaltung werde ich  als „normale“ Kollegin betrachtet und nicht als Behinderte“

Angelika Janke arbeitet seit 35 Jahren in der Kreisverwaltung. Als Sekretärin übernimmt sie Schreibarbeiten für verschiedene Fachdienste. Die Texte kommen vom Band. Frau Janke schreibt perfekt im  „Zehn-Finger-System“. Um die Texte selbst nachlesen zu können ist an ihren Computer ein Zusatzgerät angeschlossen, mit dem die Texte in die Braille Blindenschrift übersetzt werden. So kann sie ihre Texte selbst kontrollieren.

 






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