Friedberg

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Neues Präventionsprojekt

Schläger, Randalierer und andere Straftäter müssen ab Mai neben einer Anzeige auch zusätzlich mit Post von der Führerscheinstelle rechnen und werden sich dabei unwillkürlich an Fußball erinnern: Das Präventionsprojekt „Gelbe Karte“ stellten Landrat Joachim Arnold, der mittelhessische Polizeipräsident Manfred Schweizer, der Wetterauer Polizeidirektor Jürgen Kapp sowie Vertreter der Führerscheinstelle und des Kreispräventionsrates am 06. Mai 2013 im Kreishaus vor.  

Das Präventionsprojekt „Gelbe Karte“ hat als Ziel, Kriminalität insbesondere Gewaltdelikte sowie den Drogen- und Alkoholmissbrauch vorzubeugen. „Ich freue mich, zusammen mit dem Landrat das Präventionsprojekt „Gelbe Karte“ in der Wetterau einzuführen. Die „Gelbe Karte“ ist eine Ergänzung der Präventionsoffensive des Landes Hessen gegen Gewalt und Alkoholmissbrauch. Die aus der Welt des Sports stammende symbolische Karte, ihre Wirkung und ihre Bedeutung sind überall bekannt und werden verstanden“, so Polizeipräsident Manfred Schweizer gegenüber der Presse.

Die Vorgehensweise ist einfach und wirksam: Die Führerscheinstelle des Wetteraukreises erhält von der Polizei eine Mitteilung über eine auffällig gewordene Person. Danach muss die Führerscheinstelle entscheiden, ob die in Frage kommende Person per Post dann auch die „Gelbe Karte“ erhält. Auf gelbem Papier wird dem Empfänger mitgeteilt, dass der Führerscheinentzug oder die Nichterteilung einer Fahrerlaubnis droht, falls er erneut straffällig werden sollte.

Mit dem Schreiben erhalten die Personen, die offensichtlich straffällig geworden sind, eine Warnung. Damit wird ihnen deutlich gemacht, dass Straftaten, auch wenn diese außerhalb des Straßenverkehrs begangen werden, Auswirkungen auf ihre Fahrerlaubnis haben können. Landrat Joachim Arnold sieht die Aktion Gelbe Karte als Baustein des Präventionskonzeptes „Sichere Wetterau“. „Mir liegt sehr daran das Konzept in die Arbeit des Kreispräventionsrates einzubinden“.

Der Wetteraukreis ist damit nach Wiesbaden, dem Stadt- und Landkreis Fulda und dem Stadt- und Landkreis Gießen das vierte Pilotprojekt in Hessen. „Die bisher gemachten Erfahrungen zeigen, dass die „Gelbe Karte“ ein sinnvolles und wirksames Mittel ist, um den Straftätern zu zeigen, dass ihr falsches Verhalten empfindliche Konsequenzen nach sich zieht. Auch im Wetteraukreis soll dieses Präventionsprojekt erfolgreich fortgesetzt werden“, verdeutlichte Polizeidirektor Jürgen Kapp.

Post von der Führerscheinstelle können jedoch auch Jugendliche oder junge Erwachsene erhalten, die noch keinen Führerschein haben. Auch ihnen drohen Konsequenzen, wenn sie als Wiederholungstäter in Erscheinung treten. Dies kann eine längere Wartezeit bis hin zu einer Eignungsprüfung sein.

Die „Gelbe Karte“ soll ab Mai 2013 im Wetteraukreis versendet werden. „Der Führerschein besitzt einen hohen Stellenwert und ist bei der notwendigen Mobilität in der heutigen Zeit unverzichtbar. Sein Verlust bedeutet neben dem Imageschaden eine erhebliche Einschränkung von Freiheit und Unabhängigkeit. Mit dem Zeigen der „Gelben Karte“ appellieren Polizei und Landkreis, die eigenen Verhaltensweisen zu überdenken und zu verändern“, so Manfred Schweizer und Joachim Arnold abschließend.





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