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Ferienfreizeit 2013

Die Sommerferien rücken immer näher und nicht jeder weiß, wie er die schönste Zeit des Jahres verbringen wird. Für die Kinder- und Jugendfreizeiten des Wetteraukreises gibt es noch freie Plätze frei. Anmeldungen nimmt die Fachstelle Jugendarbeit entgegen.

Gerade Angebote wie Ferienfreizeiten tragen zu einem gelingenden Aufwachsen und zur gesellschaftlichen Integration junger Menschen bei. Freizeiten bedeuten Spiel und Spaß und ganz nebenbei auch: Sich erproben, Freundschaften knüpfen und Selbstbewusstsein entwickeln.

Hierzu gehören die beiden Kinderfreizeiten für sieben- bis neunjährige Kinder. Die Freizeiten werden getrennt für Mädchen und Jungen im kreiseigenen Jugendgästehaus Hubertus angeboten. Für die Jungen in der Zeit vom 21. bis 27. Juli und für Mädchen vom 27. Juli bis 2. August.

Außerdem findet vom 2. bis 11. August im Landschulheim "Waldschlösschen" in Mühlhausen/Thüringen eine Kinderfreizeit für neun- bis elfjährige Mädchen und Jungen statt.

Jugendliche im Alter von 13 bis 16 Jahren, die erlebnisreiche, abenteuerliche und sportliche Ferien verbringen wollen, können vom 4. bis 16. August an der "Expedition Lahn“ teilnehmen: Eine kombinierte Rad- und Kanufreizeit". Zu dieser Freizeit gehört ein Vorbereitungswochenende am Wißmarer See vom 19. bis 21. Juli. Hier haben die Jugendlichen Gelegenheit, sich im Kanu fahren, Zelten und in der Selbstversorgung schon einmal zu erproben.

Anmeldung beim Wetteraukreis, Fachstelle Jugendarbeit, Europaplatz, 61169 Friedberg, Telefon: 06031/83-3311, Fax: 06031/83-91-3311. Das ausführliche Freizeitprogramm 2013 des Wetteraukreises ist bei der Fachstelle Jugendarbeit erhältlich.


 

„Schutzgemeinschaft Vogelsberg erfüllt keine Aufgaben für den Wetteraukreis

„Im Rahmen der „Systematischen Aufgabenkritik zur nachhaltigen Haushaltskonsolidierung„ wurden auch alle Mitgliedschaften einer kritischen Prüfung bezüglich Kosten und Nutzen unterzogen. Der Vorschlag, diese Mitgliedschaft zu kündigen, erfolgte nach sachkundiger Prüfung durch die zuständigen Verwaltungsbereiche Naturschutz und Landschaftspflege sowie Wasser- und Bodenschutz. Mit der Schutzgemeinschaft sind keine Projekte gemeinsam durchgeführt worden und von dieser sind auch keine Dienstleistungen für die Kreisverwaltung erbracht worden. Somit wurde eine Mitgliedschaft des Wetteraukreises in der SGV als nicht notwendig angesehen“, so die klarstellende Reaktion von Landrat Joachim Arnold auf deren aktuelle Presseerklärung.

Arnold zeigte sich überrascht über diese Pressemitteilung zum jetzigen Zeitpunkt: „Die Abwägung über die Kündigung erfolgte schon 2011 im Rahmen der Aufstellung des Doppelhaushaltes 2012/2013 und wurde nach dessen Beschlussfassung ausgesprochen. Das war Anfang 2012. Ausschlaggebend waren allein die genannten Gründe. Es soll damit nicht zum Ausdruck gebracht werden, dass die Schutzgemeinschaft Vogelsberg oder die vielen anderen von einer Kündigung der Mitgliedschaft des Wetteraukreises betroffenen Institutionen und Vereinigungen nicht mehr benötigt wird. Es wurde nur sachlich festgestellt, dass für den Wetteraukreis eine weitere Mitgliedschaft derzeit in der Abwägung aller Argumente und mit Blick auf die Haushaltssituation auch unter Gleichbehandlungsgrundsätzen nicht weiter befürwortet werden kann. Wie bei den anderen Organisationen wird auch die Arbeit der Schutzgemeinschaft anerkannt. Sie ist ohne Zweifel von großer Sorge um die Nachhaltigkeit für die Wasserversorgung in der Region geprägt. “Von daher könne es vielleicht Sinn machen, wenn die OVAG als Wasser förderndes Unternehmen der drei Landkreis Gießen, Vogelsberg und Wetterau überlegen würde, Mitglied zu werden. Eine konkrete Erfüllung von Aufgaben des Wetteraukreis durch die Schutzgemeinschaft Vogelsberg erfolgte bisher nicht und wird auch von fachlicher Seite auch in der Zukunft nicht gesehen.“, stellt der Landrat noch einmal klar.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


21. Mittelhessischer Kultursommer  

Zum 21. Mal feiern die sechs mittelhessischen Landkreise mit den Städten Gießen, Marburg und Wetzlar den Mittelhessischen Kultursommer. In diesem Jahr wird die Wetterau einen Schwerpunkt einnehmen. Regierungspräsident Dr. Lars Witteck bezeichnete den Mittelhessischen Kultursommer als großes Fest, „wo wir uns auch einmal selbst feiern dürfen und dabei großartige kulturelle Angebote bekommen“. 

Landrat Joachim Arnold freut sich über den Schwerpunkt Wetterau, „weil die Veranstaltungen des Mittelhessischen Kultursommers spannende Kultur und gute Unterhaltung in die Region bringen. Zudem wird die Abschlussveranstaltung des Mittelhessischen Kultursommers in der Wetterau stattfinden.“

Den Auftakt aber gibt der Vogelsberg. Dort wird der Mittelhessische Kultursommer mit einer Wanderung durch Wüstungen, also von Menschen verlassenen Dörfern, eingeläutet. Danach geht es in Herbstein-Stockhausen allerdings höchst lebendig zu. Seiltänzer und Luftgaukler, Alphörner und die Folksänger von Liederjan bestreiten das Programm.

Die erste Veranstaltung des Mittelhessischen Kultursommers in der Wetterau findet an einem ganz besonderen Ort statt. In Nidda-Wallernhausen haben Dorothee Arden und Wolfgang Glebocki einen alten Dorfladen in eine Kulturscheune umgebaut. Dort wird am 15. Juni Alexander Kostinskij aus seinem Buch „Der Sternenverkäufer“ lesen. Kostinskij nimmt seine Zuhörer mit auf eine Reise in sein ukrainisches Schtetl, „wo an Sommerabenden die ganze Mischpoke um den Tisch sitzt und Geschichten erzählt“.

Im alten Dorfladen gibt es noch weitere Veranstaltungen des Mittelhessischen Kultursommers. Christoph Sieber kommt mit seinem neuen Programm „Alles ist nie genug“ am 29. Juni nach Wallernhausen. Am 12. Juli fragt dann Sven Kemmler nach den neuen Werten. „Moral Carpaccio“ heißt sein Programm. Am 26. Juli gastieren The Beez mit ihrem Programm „Look what they’ve done to my song“. Sie treten auf mit rührenden und albernen Pop- und Rocksongs aus der ganzen Welt und haben dabei nichts weiter als ihre Stimmen, zwei Gitarren, ein Akustikbass und ein Akkordeon, auf jeden Fall ein erfrischendes Konzert in Wallernhausen. Schließlich wird am 10. August Thomas Kreimeyer mit seinem „Steh-Greif-Kabarett“ die Gäste zu einem ganz neuen Theatererlebnis bringen. An einem einzigen Kreimeyer - Abend kann vom Lustspiel über Drama bis zum Kabarett alles geschehen. Und das tut es auch.

200 Jahre Kinder- und Hausmärchen: Wölfersheim wird abermals ein wichtiger Ort für die Veranstaltung des Mittelhessischen Kultursommers sein. Am 20. Juli lädt der Hochseilgarten Wölfersheim mit Unterstützung der OVAG zu einem ganz besonderen Familienprogramm ein. Vor genau 200 Jahren sind die Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm erstmalig erschienen. Einen ganzen Märchenkoffer können dann die Gäste in Wölfersheim erwarten. Zwei Waschfrauen werden das Märchen von Frau Holle und dem „Wolf und den sieben Geißlein“ erzählen. Dazu gibt es viele Mitmachangebote für Kinder vom Märchenraten bis hin zum Kronenbasteln. Am Abend des 20. Juli gibt es dann ein Brüder Grimm-Programm speziell für Erwachsene; denn sie erzählen über Tod und Teufel.

Alternativ dazu veranstaltet die Gemeinde Wölfersheim um 20:00 Uhr im Turmhof am Weißen Turm den ersten Liedermacherabend im historischen Ambiente des Weißen Turms. Ruben Dietze, Theo Langstrof, Stefan Bodem und Sebastian Göbel singen über Liebe, Freiheit und das Leben.

Wenn Hans Schwab und Ronka Nickel die mittelalterliche Klosterruine in Ortenberg-Konradsdorf zu ihrer Spielstätte machen, dann ist immer etwas ganz Besonderes zu erwarten. Nach dem Sommerkult in der Klosterkirche im vergangenen Jahr wird in diesem Jahr mit der Hammelkomödie ein ganz alter Stoff neu und witzig erzählt. Der Mensch will betrogen sein. Das macht sich der heruntergekommene Advokat Patelin zunutze und schlawinert sich durchs Leben. In einem turbulenten Reigen haut er alle übers Ohr: sein bauernschlaues Eheweib, den gierigen Tuchhändler, den verfressenen Richter. Doch am Ende kommt er selber dran: betrogen, - ausgerechnet vom Schafe - fressenden Schäfer, der tumbsten Figur in diesem erbaulichen Stück. Ein praller Theaterabend, der bis ins Clownesk-Groteske reicht. Die Veranstaltungen finden am 26. und 27. Juli sowie am 02., 03, 09., 10., 16., 17., 30. und 31. August jeweils um 20:30 Uhr in der Klosterkirche Konradsdorf statt.

„Worauf ich mich besonders freue“, so Landrat Arnold, „sind die oberhessischen Geschichten, die das Erzähltheater Uhrnstubb von Jutta und Werner Bedtke am 27. Juli im Hof der Kelterei Walther in Nidda-Wallernhausen erzählen.“

Kinderkultursommer ist ausbaufähig: Deutlich ausbaufähig ist hingegen das Angebot des Kinderkultursommers in der Wetterau. Dass nur zwei von 31 Veranstaltungen des Kinderprogramms in der Wetterau stattfinden,  hat auch mit fehlenden Anträgen zu tun. „Ich wünsche mir mehr Mut der Veranstalter, Kinderkultur in die Region zu holen und könnte mir  auch gut die Eröffnungsveranstaltung des Kinderkultursommers in der Wetterau vorstellen“, sagte Arnold, der schon eine Idee für die Umsetzung hat.

Kunst in Kirchen in der Wetterau: Schließlich ist auch Kunst in Kirchen in der Wetterau in diesem Jahr ein fester Bestandteil des Mittelhessischen Kultursommers. „Das war vor zwei Jahren schon so, und in diesem Jahr wird sogar die Abschlussveranstaltung des Mittelhessischen Kultursommers mit einer Veranstaltung von Kunst in Kirchen in der Wetterau zusammenfallen.“

Bei Kunst in Kirchen werden sich in der Zeit vom 25. August bis 03. Oktober sechs Kirchen für zeitgenössische Kunst öffnen. Die Route beginnt in der evangelischen Kirche in Münzenberg, führt über die evangelischen Kirchen in Gambach und Griedel, zu den beiden katholischen Kirchen St. Gallus in Rockenberg und St. Laurentius in Oppershofen. Den Abschluss bildet die evangelische Kirche in Steinfurth.

Sechs Künstlerinnen und Künstler sind eingeladen, über das Thema „Erde/Boden“ zu reflektieren. Die Ergebnisse können die Besucher sechs Wochen lang in und um die sakralen Räume erleben. Die beteiligten Kirchen sind täglich von 12:00 Uhr bis 18:00 Uhr geöffnet.

Zu den Kunstprojekten gibt es auch noch kulturelle Veranstaltungen. Eine davon, nämlich die am 14. September wird auch die Abschlussveranstaltung des Mittelhessischen Kultursommers sein. Dann wird in der evangelischen Kirche in Münzenberg-Gambach der Schauspieler Mathias Hermann überraschende und zauberhafte Texte lesen. Dabei wird er ganz klassisch vom Römerberg - Quartett begleitet.

Landrat Joachim Arnold freut sich, dass der Wetteraukreis mit seiner Mitgliedschaft im Mittelhessischen Kultursommer zusätzliche Veranstaltungen in die Wetterau holen kann. „Das kulturelle Angebot bei uns in der Wetterau kann sich sehen lassen; wir bringen vieles und für jeden etwas. Für mich gehören solche Angebote auch zur Lebensqualität und zur Schaffung einer regionalen Identität.“


Schulen Wetterau sollen Modellregion werden 

Die Förder- und Regelschulen im Altkreis sollen künftig noch enger zusammenarbeiten und als Modellregion in Sachen Inklusion dienen. Der Kreisausschuss des Wetteraukreises hat die Verwaltung beauftragt, die entsprechenden Vorbereitungen zu treffen und die notwendigen Gespräche mit dem Kultusministerium zu führen. „Wir würden dann hessenweit eine Modellfunktion übernehmen“, teilte Erster Kreisbeigeordneter und Schuldezernent Helmut Betschel-Pflügel jetzt in einer Presseerklärung mit.

„Wir wollen in Gespräche eintreten, um eine Kooperationsvereinbarung für eine Modellregion im Ostkreis abzuschließen. Dabei werden wir im Rahmen unserer finanziellen Möglichkeiten die räumlichen Voraussetzungen für die Inklusion schaffen. Die gute Zusammenarbeit zwischen dem Staatlichen Schulamt, dem Schulträger und dem Jugendhilfeträger wollen wir weiter stärken und ein angemessenes zentrales Budget für sonderpädagogische Fachmaterialien zur Verfügung stellen.“

Betschel-Pflügel weiter: „Ich hoffe allerdings, dass das Land angesichts der defizitären Haushaltslage im Wetteraukreis nicht zu hohe Mindestbedingungen an Schulträgerleistungen knüpft. Mein Ziel ist es, mit dem Hochtaunuskreis im gemeinsamen Schulplanungsbezirk Wetteraukreis und Hochtaunuskreis das erste vorzeigbare Flächenkreisgebiet in Hessen inklusiv zu entwickeln."

Mehr Sonderpädagogen in Regelschulen

Damit will der Wetteraukreis als Schulträger modellhaft die Möglichkeiten einer Inklusion, das heißt der Beschulung von Kindern, die heute in einer Förderschule unterrichtet würden, zukünftig die Regelschule besuchen. Zunächst einmal wird die Gudrun-Pausewang Schule in Nidda keine neuen  Schülerinnen und Schüler aufnehmen und wird perspektivisch als Beschulungsstandort auslaufen. Die Schülerinnen und Schüler werden stattdessen die Regelschulen besuchen. Von Landesseite werden dann zusätzliche Lehrerstunden an diesen Regelschulen bereitgestellt, ohne dass die Lehrerstunden an der Gudrun-Pausewang Schule  reduziert werden.

„In der Folge käme es binnen der nächsten drei Schuljahre nahezu zu einer Verdopplung sonderpädagogischer Lehrerressourcen an den Regelschulen im Altkreis Büdingen.“ Für Schuldezernent Betschel-Pflügel wären dies gute Bedingungen, unter denen die Lehrer dann in den Regelschulen die Schülerinnen und Schüler mit zusätzlichem Förderbedarf betreuen könnten.

Die Gudrun-Pausewang-Schule würde sich dann zu Beratungs- und Förderzentren weiterentwickeln, während der Inklusionsprozess eine zusätzliche Eigendynamik entwickeln könnte. „Allein die Tatsache, dass ausreichend Lehrer vorhanden sind, würde in den verschiedenen Schulen die Offenheit für Inklusion noch weiter verstärken.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 





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