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Unfallzahlen im Hochtaunuskreis gehen zurück

Die Verkehrsunfallstatistik 2012 liegt vor: Landrat Ulrich Krebs veröffentlicht gemeinsam mit Kriminaldirektor Gerhard Budecker und Polizeihauptkommissar Thomas Dietrich die Zahlen der Verkehrsunfälle im Hochtaunuskreis.

Im Jahr 2012 ist die Zahl der registrierten Verkehrsunfälle im Hochtaunuskreis von 4.664 im Vorjahr auf 4.564 leicht zurückgegangen. Mit 47 Prozent steht dabei die Missachtung der Vorfahrt als häufigste Hauptunfallursache fest. Ein deutlicher Rückgang zeigt sich bei den Unfällen mit Personenschaden und den dabei verletzten Personen – bei 623 Unfällen wurden 2012 797 Personen verletzt. „Über den Rückgang dieser Unfallzahlen freuen wir uns – unser Ziel ist es den Verkehrsraum im Kreis so sicher wie möglich zu gestalten. Diese Zahlen zeigen, dass wir gemeinsam mit der Polizei, den Städten und Gemeinden auf einem guten Weg sind“, sagt Landrat Ulrich Krebs.

Die Statistik zeigt folgende Zahlen: Gleichbleibend ist seit drei Jahren die Anzahl der tödlichen Unfälle auf den Straßen des Hochtaunuskreises (7). Den größten Anteil hatte die Gruppe der Pkw-Fahrer mit 4 tödlichen Unfällen. Bei 2 Ereignissen mit Todesfolge waren Radfahrer beteiligt – „in beiden Fällen hätte ein Fahrradhelm vermutlich schlimmeres verhindern können“, sagt Polizeihauptkommissar Dietrich. Die Statistik verzeichnet außerdem 110 Unfälle mit Schwerverletzten, 506 Unfälle mit Leichtverletzten sowie 180 Fälle, in denen ein schwerer Sachschaden entstanden ist.

Die Unfälle mit Beteiligung von Fußgängern und Radfahrern sind im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken: Fußgänger verunfallten 2011 89, 2012 86 ­– Radfahrer in 2011 140, in 2012 nur 124.

Im vergangenen Jahr starb ein Motorradfahrer bei einem Verkehrsunfall im Hochtaunuskreis. Die Zahl der Schwerverletzten bleibt mit 28 Fällen nahezu gleich. Leichtverletzte gab es hingegen weniger: Hier ist die Anzahl von 113 im Jahr 2011 auf 98 in 2012 gesunken.

Die neuste Statistik zeigt: Es ereigneten sich erneut keine Motorradunfälle mit tödlichem Ausgang im Feldberggebiet. Insgesamt ist die Zahl der Unfälle in dieser Region leicht um 6 Fälle gestiegen. Besonders auffallend in dieser Saison: Die große Kurve auf der L 3004 (Kanonenstraße) – „hier wurden auf Empfehlung der Unfallkommission im September 2012 präventiv sogenannte Rüttelstreifen aufgebracht, um die Geschwindigkeit vor und nach der Kurvendurchfahrt zu senken“, sagt Kriminaldirektor Budecker.

Fast wie erwartet: Wildunfälle ereigneten sich im vergangenen Jahr wieder deutlich mehr. Wurden in 2011 noch 482 Fälle polizeilich aufgenommen, waren es in 2012 597 Unfälle. „Hauptgrund ist wohl der mildere Winter 2011/2012 – die besseren Überlebenschancen der Wildtiere hatten einen Anstieg der Population zur Folge“, so Dietrich.  

Unfälle unter Einfluss von Alkohol oder Drogen ereigneten sich im Hochtaunuskreis wieder weniger und stehen mit 106 Unfällen auf dem Niveau von 2010. Auch die Zahl der folgenlosen Fahrten unter Alkoholeinfluss ging zurück. Anders bei den Fahrten unter Drogen- oder Medikamenteneinfluss: Waren es 2011 noch 95 Fahrten, sind für 2012 bereits 108 Fahrten zu verzeichnen.

„Dass immer mehr Fahrten unter Einfluss berauschender Mittel verzeichnet wurden, ist auch ein Zeichen dafür, dass die Polizei verstärkt auf Drogenfahrten achtet. Wir nehmen diese Entwicklung weiterhin sehr ernst und unternehmen auch in Zukunft alles Mögliche, um die Verkehrssicherheit zu verbessern“, so Budecker abschließend.





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