Friedberg

zurück

„Kreis investiert in Friedberger Gesamtschule“

Die Landesregierung fördert die energetische Sanierung der Henry-Benrath-Schule in Friedberg mit 669.000 Euro. Einen entsprechenden Förderbescheid hat Hessens Umweltministerin Lucia Puttrich an Landrat Joachim Arnold übergeben. „Wir haben uns das Ziel gesetzt, die energetische Sanierungsquote deutlich zu steigern. Denn gerade im Altbau gibt es große Energie- und damit auch –Kosteneinsparpotenziale. Das gilt auch für Schulgebäude“, sagte die Ministerin. In die energetische Sanierung der Henry Benrath-Schule in Friedberg investiert der Wetteraukreis 4,7 Millionen Euro.

„Wir handeln damit zum Wohl der nachfolgenden Generationen. Zum einen, weil wir effektive Maßnahmen gegen den Klimawandel ergreifen und auch weil uns die Energiesparmaßnahmen zukünftig vor ausufernden Kostensteigerungen bewahren. Auch mit Blick auf die Entwicklung des Kreishaushaltes schützen wir unsere Kinder und Enkel vor unberechenbaren Folgekosten“, stellt Landrat Joachim Arnold, die nachhaltige Investitionspolitik des Kreises dar.

Die kooperative Gesamtschule hat derzeit 830 Schülerinnen und Schüler und verfügt über einen Haupt-, einen Realschul- und einen Gymnasialschulzweig bis zur 10. Klasse. Die umfangreiche energetische Sanierung des Gebäudes, das im Ursprung aus den 1960er-Jahren stammt, ist Teil der Umsetzung der vom Kreistag des Wetteraukreises festgelegten Klimaschutzziele. Dazu gehört, dass der Wetteraukreis Zug um Zug seine Schulgebäude saniert und generell den energetischen Standard EnEV 2007 (Energieeinsparverordnung) minus 30 Prozent erreichen will. Dies soll bei der Henry-Benrath-Schule bis 2016 der Fall sein. Eine moderne Heizung gibt es bereits. 2007 wurde der Ölkessel stillgelegt und durch eine Holzhackschnitzelanlage ersetzt.

Das gesamte Gebäude hat eine Brutto-Grundfläche von ca. 7.000 Quadratmetern. Die Sanierung bezieht sich auf das 1. Obergeschoss im Hauptgebäude mit ca. 3.500 Quadratmetern Nutzfläche, unterteilt in 4 Brandabschnitte mit insgesamt 33 Klassenräumen und 8 Gruppenräumen. Die Klassenräume werden neu angeordnet und bekommen entsprechend des neuen Brandschutzkonzeptes eine Fluchttür als 2. Rettungsweg zur Dachterrasse. In diesem Zuge werden auch die Fensteranlagen erneuert und die Außenhülle wird entsprechend energetisch saniert.

Im ersten Bauabschnitt erhalten 10 Klassenräume sowie ein Gruppenraum ein neues Gesicht. Die übrigen Bereiche des Obergeschosses werden in weiteren Bauabschnitten folgen. Aus brandschutztechnischen Gründen werden neu zu erstellende Wände in Trockenbauweise erstellt. Die Sanitärobjekte und auch die Heizkörper in den Klassenräumen werden erneuert. Gleichzeitig erhalten die sanierten Räumlichkeiten mit den Fluren auch einen neuen Bodenbelag. Weiterhin werden die Deckenflächen schallschutztechnisch neu verkleidet und erhalten die dazu gehörigen neuen Aufbauleuchten mit Spiegelraster. Für die Elektroanlagen ist eine komplette Sanierung in dem Obergeschoss mit neuen Zuleitungen und Unterverteilung notwendig.

„Wir wollen mit dem Förderprogramm die Kommunen bei der umfassenden energetischen Modernisierung ihres Gebäudebestandes unterstützen. Die Städte, Gemeinden und Landkreise sollen bei diesem wichtigen Thema eine Vorbildfunktion übernehmen“, so die Ministerin.

Insgesamt stehen im Haushalt für die Jahre 2013 und 2014 für dieses Förderprogramm rund 40 Millionen Euro zur Verfügung. Gefördert wird die energetische Modernisierung von kommunalen Gebäuden der sozialen Infrastruktur, wie zum Beispiel Schulen, Kindergärten, Kindertagesstätten, Gemeinschaftshäusern, Bürgerhäusern, Mehrzweckhallen, Stadthallen, Jugendzentren, Altentreffs, Hallenbädern, Sportgebäuden und sonstige Kultureinrichtungen sowie von kommunalen Verwaltungsgebäuden. Antragsberechtigt sind die Städte und Gemeinden, die Landkreise sowie kommunale Zweckverbände in Hessen. Die Richtlinie sieht eine Staffelung der Fördersätze nach der erreichten energetischen Qualität der Maßnahmen vor. „Bei einer umfassenden Modernisierung mit Passivhauskomponenten erhalten die Kommunen eine Förderung von in der Regel 70 Prozent der förderfähigen Kosten, während Einzelmaßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz in der Regel mit 30 Prozent gefördert werden“, erläuterte die Ministerin. Die Unterstützung der Kommunen bei der umfassenden energetischen Modernisierung ist Teil des Konzepts zur Umsetzung der Ergebnisse des Hessischen Energiegipfels.


Ein Dankeschön an die Fluthelfer

Eine Welle spontaner Hilfsangebote entwickelte sich nach der verheerenden Flut entlang von Donau und Elbe. Die Helferinnen und Helfer der Feuerwehren, des Roten Kreuzes, des DLRG, der Johanniter und der Kreisverwaltung, aus den Bereichen Leitstelle und Brandschutz, lud Landrat Joachim Arnold jetzt zum Grillabend in den Innenhof des Friedberger Kreishauses ein.

„Ich habe Sie ja zu Ihren Einsätzen verabschiedet, jetzt wollte ich Ihnen persönlich danken. Sie haben einen guten Job gemacht und freue mich, dass Sie alle unversehrt wieder zu Hause sind“, sagte Landrat Arnold.

81 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer aus der Wetterau haben sich im vergangenen Monat ehrenamtlich bei der Bekämpfung der Jahrhundertflut in Sachsen und Niedersachsen persönlich und vor Ort engagiert. Vom Sandsackfüllen über Wasserrettung, von Leitungsaufgaben bis hin zur Versorgung der eingesetzten hessischen Helferinnen und Helfer reichte das Angebot.

Judith Schäfer, Industriekauffrau aus Ortenberg, und Nicole Harzendorf, Rettungssanitäterin, Erste-Hilfe-Ausbilderin und Reitlehrerin aus Nidda, vom Deutschen Roten Kreuz, waren im Kreis Stendal eingesetzt. In den Notunterkünften haben sie ein Auskunftsbüro geleitet und geklärt, ob evakuierte Menschen wieder in ihre eigenen vier Wände zurück konnten. Nicht immer sei es leicht gewesen, gerade älteren Menschen zu sagen, dass sie bis auf Weiteres nicht in das eigene Haus zurück konnten, weil es zu stark von der Flut geschädigt war.

Von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) waren unter anderem der Chemiker Dr. Michael Frings und Ingo Fechtner im Raum Dresden unterwegs. Dr. Frings war als Bootsführer eingesetzt und sorgte für die Sicherheit der Menschen, die am Deich gearbeitet haben. Ingo Fechtner hat beim DLRG eine Ausbildung zum Fachberater Deichbau absolviert. „Wir haben vorgegeben, wo und wann die Deiche zu sichern sind. Zum Glück haben in unserem Bereich auch alle Deiche gehalten. Dabei ist es doch ziemlich knapp geworden. Die vorhandenen Deiche wurden mit Sandsäcken um 150 bis 200 Zentimeter erhöht. Am Schluss hatten wir nur noch 20 Zentimeter Luft.“

Für die eingesetzten Helferinnen und Helfer der Feuerwehren, des Roten Kreuzes, des DLRG, der Johanniter und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kreisverwaltung, aus den Bereichen Leitstelle und Brandschutz, war es eine ganz besondere Erfahrung. Tief berührt hat viele die tiefe Dankbarkeit der Menschen vor Ort.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Ausbildungsplätze für benachteiligte Jugendliche 

Benachteiligte junge Menschen mit Förderbedarf, junge Mütter oder Väter im Alter bis zu 27 Jahren haben die Möglichkeit, ab dem 19. August einen von zwölf zusätzlich geförderten Ausbildungsplätzen zu bekommen.

Am 29. Juli beginnen zwei Vorbereitungskurse, die die Eignung der Bewerberinnen und Bewerber klären sollen. Die Vorbereitungskurse finden in Friedberg und in Nidda jeweils in der Zeit von 8:30 bis 13:00 Uhr statt. Träger der Vorbereitungskurse ist das Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft.

Wie Landrat Joachim Arnold mitteilte, werden die Ausbildungen in den Berufsfeldern Gesundheit, Soziales/Pädagogik, Naturwissenschaften, Verkehr/Logistik, Dienstleistungen und Wirtschaft/Verwaltung angeboten. Die Ausbildung kann bei Bedarf in Teilzeit mit mindestens 25 Wochenstunden durchlaufen werden. Im Rahmen des Vorbereitungskurses können auch Schnuppertage in den Ausbildungsbetrieben stattfinden. Während der Ausbildung wird eine pauschale Ausbildungsvergütung gezahlt, ergänzend kann auch eine Beihilfe zur Berufsausbildung beantragt werden.

Die Ausbildung wird gefördert über Landesmittel (Ausbildungsbudgets), Mittel des Wetteraukreises und Eingliederungsmittel des Jobcenter Wetterau. „Mit dem besonderen Programm sollen berufliche Perspektiven gesetzt, Ausbildungsabbrüche verhindert und Lebensläufe langfristig stabilisiert werden mit dem Ziel, unabhängig von staatlichen Transferleistungen zu leben“, erläutert Landrat Joachim Arnold die Kernziele des Ausbildungs- und Arbeitsmarktbudgets.

Weitere Informationen zu den Vorbereitungskursen gibt es beim Wetteraukreis, Fachbereich Jugend und Soziales, Fachstelle Jugendarbeit, Tel.: 06031/83-3315.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



zum Seitenanfang