Friedberg

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Asterix und Obelix in Friedberg

Asterix und Oberlix in Friedberg

Viel Arbeit steckt in dem Gallierdorf, das derzeit im Foyer des Friedberger Kreishauses zu sehen ist. Landrat Joachim Arnold (links) zeigte sich begeistert, hier mit  RDW-Geschäftsführerin Heidi Nitschke, Sozialarbeiter Holger Baake und den Erbauern des Gallierdorfes.

Asterix und Obelix zählen nicht nur zu den bekanntesten Comic-Figuren, sie repräsentieren auch den Widerstand gegen einen schier übermächtigen Gegner. Ein Modell des Gallischen Dorfes, aus dem die beiden Freunde kommen, hat Landrat Joachim Arnold am heutigen Freitag (02. August 2013) im Foyer des Friedberger Kreishauses eröffnet.

Das Diorama auf einer Fläche von 4 x 4 Metern wird in den nächsten fünf Wochen im Foyer des Friedberger Kreishauses zu sehen sein. Maßstabsgetreu sind dort nicht nur die berühmten Comic-Figuren zu sehen, sondern auch die Häuser, in denen Miraculix, Troubadix, Häuptling Majestix und seine Frau Gutemine leben. „Historisch stimmig mag es vielleicht nicht sein, aber es ist schön anzuschauen“, findet Landrat Arnold, selbst Fan der französischen Comic-Serie.

Das Gallierdorf wurde in der Holzwerkstatt bei Regionale Dienstleistungen Wetterau (RDW) neben der regulären Arbeit angefertigt. Es ist nicht nur wegen der gelungenen handwerklichen Arbeit etwas Besonderes, es ist auch ein gutes Beispiel für eine optimale Planung von Arbeitsprozessen. Die Ermittlung der benötigten Ressourcen, Methodenkompetenz, Teamarbeit, Kommunikation, Konfliktfähigkeit, Terminplanung, Zuverlässigkeit, Ausdauer und Motivation sind Eigenschaften, die bei der Realisierung des Gallierdorfes eingesetzt werden konnten. Teilnehmer des Arbeitsprojektes waren Menschen, die mehr als ein Jahr arbeitslos waren und im Rahmen der RDW-Projekte wieder fit für den ersten Arbeitsmarkt gemacht werden sollen.

Landrat Arnold zeigt sich beeindruckt von der handwerklichen Qualität der Arbeit. Menschen, die wie ich mit Asterix und Obelix aufgewachsen sind, die Fans der beiden Figuren sind wird diese Arbeit sicher gefallen. Arnold zog aber auch eine Parallele zur touristischen Vermarktung der Wetterau. Asterix und Obelix seien ja eigentlich Kelten gewesen, und ein solches Dorf hätte durchaus auch in der Wetterau, beispielsweise auf dem Glauberg-Plateau stehen können. Der römische Wachturm sei da zwar historisch nicht mehr ganz passend, erinnere aber an den Limes in der Wetterau.

RDW-Geschäftsführerin Heidi Nitschke bedankte sich für die Möglichkeit die Arbeit im Friedberger Kreishaus zu zeigen. Das aus Einzelteilen bestehende Modell könne auch andernorts gezeigt werden.

Claus Harting, der an dem Modell mitgearbeitet hat, nannte an erster Stelle die Teamarbeit als bereichernd, wir haben gut zusammen gearbeitet statt jeder für sich allein.

Die Ausstellung ist bis zum 6. September, montags bis mittwochs, von 08:00 bis 17:00 Uhr, donnerstags bis 18:00 Uhr und freitags bis 14:00 Uhr zu sehen.

Stichwort: RDW

RDW ist eine Einrichtung des Vereins Trockendock e.V. und seit mehr als 25 Jahren aktiv tätig im Bereich Arbeitsförderung. Entstanden aus einer Selbsthilfegruppe für Suchtkranke hat sich der Verein das Ziel gesetzt, Arbeitslose in Arbeit zu vermitteln und suchtkranke Menschen bei einem Leben ohne Drogen zu unterstützen.

Neben Arbeitsgelegenheiten und speziellen Maßnahmen für Menschen mit Suchterkrankung bietet RDW auch Maßnahmen für die Zielgruppe 50 + sowie für junge Menschen (U 25) an. Vorrangiges Ziel bei allen Maßnahmen ist die Vermittlung in den Arbeitsmarkt. Bei einigen klappt das direkt aus der Maßnahme heraus, bei anderen sind zunächst Grundlagen zu schaffen, damit eine Arbeitsaufnahme längerfristig überhaupt möglich ist. Dann geht es erst einmal darum, Arbeitstugenden wie Ausdauer, Belastbarkeit, Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit oder Einhaltung von Betriebsregeln wieder zu erlernen.

Neben der Arbeitsaufnahme spielt auch das Thema „Teilhabe“ eine wichtige Rolle. Wer seinen Lebensunterhalt nicht alleine sichern kann, wer über einen längeren Zeitraum arbeitslos ist, ist auch in seinen Möglichkeiten der sozialen Teilhabe beeinträchtigt. Durch die Tätigkeiten bei RDW und anderen Beschäftigungsgesellschaften können Menschen wieder eine Struktur in ihren Alltag bekommen, Netzwerke knüpfen, Beziehungen aufbauen und ihr Selbstwertgefühl steigern.

RDW ist aber auch Arbeitgeber. Im Geschäftsbereich RDWpro stellt RDW schwer vermittelbare Langzeitarbeitslose sozialversicherungspflichtig ein und bietet unter anderem Bauhilfen, Entrümpelungen und Grünpflegearbeiten an.

Der Wetteraukreis arbeitet auch im Bereich Naturschutz mit RDW zusammen, etwa bei Pflege- und Erhaltungsarbeiten bei den Projekten LIFE + und in Flora- und Fauna-Habitaten.





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