Friedberg

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Kreativwerkstatt Friedberg

Appell an die Kultusministerin 

Im Juli votierte der Kreistag einstimmig für die Weiterführung des Modellprojekts Schulsozialarbeit an den Standorten Friedberg, Büdingen und Gedern-Hirzenhain. Die Finanzierung aus den Mitteln des Bundesprogramms Bildungs- und Teilhabe läuft aus, nun sind die Kooperationspartner gefragt. Im Gegensatz zum Land signalisieren Kreis und Bürgermeister eine finanzielle Beteiligung. Gemeinsam mit den Bürgermeistern von Gedern und Hirzenhain, appelliert Sozialdezernent Betschel-Pflügel eindringlich an die Kultusministerin, sich ebenfalls zu beteiligen und die Voraussetzungen zu schaffen damit die Schulen aus den 104 Prozent Stellenzuweisung finanzielle Mittel für Schulsozialarbeit nehmen können.

„Dass Schulsozialarbeit ein wichtiger Teil im pädagogischen Alltag der Schulen ist und zum pädagogischen Auftrag gehört, ist unbestritten“, sagt Sozialdezernent Helmut Betschel-Pflügel. Aus Mitteln des Bildungs- und Teilhabepakets (BuT) kamen vier Schulstandorte in den Genuss von Schulsozialarbeit: Friedberg, Büdingen, Gedern und Hirzenhain. Während der Bund sich nun aus der Finanzierung zurückzieht, verweigert das Land, diese zu übernehmen. Weil eine gute Arbeit nicht einfach wieder eingestellt werden soll, griff der Kreistag mit seinem Beschluss vom Juli den Vorschlag des früheren hessischen Ministers Jürgen Banzer auf. Konkret: die Kosten würden pragmatisch gedrittelt, das heißt zu je einem Drittel auf Kreis, Kommune und Land verteilt.

„Das Schulgesetz sagt ganz deutlich, dass die Bereitstellung von pädagogischen Fachkräften alleine Sache des Kultusministerium ist“, stellt Sozialdezernent Betschel-Pflügel unmissverständlich klar. „Wenn die kommunale Seite nun eine Drittelfinanzierung anbietet, kommt sie der Landesregierung schon sehr entgegen.“

Das Gemeindeparlament Hirzenhain hat sich bereits eindeutig für die Fortsetzung der Schulsozialarbeit an der Hugo-Buderus-Schule ausgesprochen. „Das stand für uns nie in Frage, denn der Bedarf ist unbestritten“, betont Bürgermeister Freddy Kammer. Und das sieht auch sein Gederner Amtskollege Klaus Bechthold so. Eine Beteiligung an der Drittelfinanzierung hat auch Büdingens Bürgermeister Spamer signalisiert. Gespräche mit dem Bürgermeister von Friedberg, Michael Keller, sowie dem Ersten Stadtrat Peter Ziebarth wurden geführt, das Ergebnis ist noch offen.

Während Kreis und Kommunen Ihre Arbeit tun herrscht beim Land Funkstille. Betschel-Pflügel appelliert deshalb eindringlich an das Land und an die Kultusministerin, sich noch vor der Landtagswahl eindeutig zur Verantwortung zu bekennen und die Drittelfinanzierung für Schulsozialarbeit aus Landesmitteln möglich zu machen.


Zufahrt zum Kloster Engelthal frei  

Nach der umfangreichen Erneuerung der Straßendecke von der Anbindung zur Bundesstraße  521 bis zum Tor des Klosters Engelthal  ist die Kreisstrasse 234 wieder hergestellt.  Landrat Joachim Arnold hat nach vierwöchiger Bauzeit die Kreisstrasse wieder für den Verkehr freigegeben.

Die nur gering befahrene Kreisstraße 234 ist in diesem Bereich nur vier Meter breit. Durch Bus- und Begegnungsverkehr war  die Fahrbahnbankette teilweise abgefahren, aber auch andere Teile der Fahrtbahndecken waren sanierungsbedürftig.

Bei dem rund einen Kilometer langen Streckeabschnitt wurden zur Stabilisierung der Bankette auf beiden Seiten Rasengittersteine verlegt. Die Fahrbahn wurde durch den zweilagigen Bitumenaufbau wieder in einen fachgerechten, stabilen und gut nutzbaren Zustand gebracht. „Ich freue mich, dass die Arbeiten nicht nur im Zeit-,  sondern auch im Kostenrahmen von 180.000 Euro geblieben sind“,  so Landrat Arnold bei der Freigabe der Straße.

„Die 180.000 Euro teuren Bauarbeiten haben  am 20. August 2013 begonnen und sollten etwa fünf Wochen andauern. Jetzt konnte Landrat Arnold die Straße eine Woche früher wieder freigeben.

Jobcenter geschlossen

Das Jobcenter Wetterau teilt mit, dass der Standort Friedberg am Mittwoch, dem 18. September und am Mittwoch, dem 25. September 2013 geschlossen bleibt. Grund für die Schließung sind Nacharbeiten nach einem Software-Ausfall.

Kundinnen und Kunden, die eine Einladung für 18. oder 25. September erhalten haben, werden gebeten, am Eingang zu klingeln, um ins Gebäude zu kommen.

Telefonisch ist das Jobcenter an beiden Tagen für Kurzauskünfte erreichbar.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine Nähmaschine für die Kreativwerkstatt

Seit dem Juli dieses Jahres gibt es in den Räumen der FAB  in Büdingen eine Kreativwerkstatt, die vom Jobcenter des Kreises mit initiiert wurde. Langzeitarbeitslose werden hier auf die Rückkehr in den ersten Arbeitsmarkt vorbereitet. Helmut Betschel-Pflügel ist von der Wichtigkeit dieses Projektes überzeugt: „Ich freue mich, das Projekt mit einer Spende in Form von einer Nähmaschine unterstützen zu können.“

„Die Kreativwerkstatt ist vor allem im Raum Büdingen eine enorm wichtige Institution“, unterstreicht erster Kreisbeigeordneter Helmut Betschel-Pflügel. Menschen, die bereits lange Zeit arbeitslos sind, sollen den Arbeitsalltag wieder neu lernen. Erste Erfolge sind schon zu verzeichnen: Einige Besucher der Werkstätten konnten in den ersten Arbeitsmarkt eingegliedert werden.

„Solche Projekte leben von Spenden“, betont Betschel-Pflügel. Deshalb geht er stellvertretend für das Jobcenter mit einem guten Beispiel voran und spendet eine Nähmaschine für die Nähwerkstatt. Er appelliert an die Bürger es ihm mit großzügigen Spenden gleichzutun.

Herrenlose Fahrräder wieder funktionstüchtig machen, aus Euro-Paletten Bänke herstellen und alte Jenas zu neuen Handtaschen umfunktioniert. Das sind alles Tätigkeiten, die die rund 35 Frauen und Männer in den unterschiedlichen Werkstätten der Kreativwerkstatt in Büdingen übernehmen. Schlummernde Talente sollen entdeckt werden, der eigene Wert erkannt werden, um schließlich selbstbewusst auf dem Arbeitsmarkt auftreten zu können.

Die Nähmaschine wird in der Nähwerkstatt zum Einsatz kommen und wird die Menschen auf ihrem Weg zum „Nähmaschinenführerschein“ begleiten. „Das Gerät ist zwar schon etwas älter und nicht elektrobetrieben, aber perfekt für unsere Arbeit. Viele unserer Klienten kommen aus einfachen Verhältnissen und wenig entwickelten Ländern. Sie sind durch die Großmutter eher mit solch einer Nähmaschine vertraut, als mit neuen Hightech-Geräten“, erzählt die Fachanleiterin der Nähwerkstatt Angelika Schug.



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