Bad Homburg

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Fernwärmeversorgung soll effizienter werden

Die Stadtwerke Bad Homburg wollen die Energiezentrale Gartenfeldsiedlung und das angebundene Fernwärmenetz modernisieren.

Vorgesehen ist ein energiesparendes Blockheizkraftwerk (BHKW), in dem klimaschonendes Bioerdgas zum Einsatz kommt.

Das Heizkraftwerk an der Gartenfeldstraße soll noch in diesem Jahr erneuert werden. Das hat Oberbürgermeister Michael Korwisi zusammen mit dem Geschäftsführer der GWH Wohnungsbaugesellschaft mbH Hessen, Michael Haack, und dem Direktor der Stadtwerke Bad Homburg, Ralf Schroedter, bei einer Pressekonferenz mitgeteilt. Die heutige, mit Heizöl betriebene Anlage ist veraltet. Entsprechende Pläne arbeiten zurzeit die Stadtwerke Bad Homburg aus, nachdem sie von der GWH Wohnungsgesellschaft mbH den Zuschlag für die ausgeschriebene Übernahme und den Betrieb der Fernwärmeversorgung erhalten haben. Beabsichtigt ist, das bestehende Heizwerk, das im umliegenden Wohngebiet rund 70.000 Quadratmeter Wohn- und Nutzfläche mit Fernwärme versorgt, durch ein modernes BHKW zu ersetzen. Zusätzlich optimiert eine Sanierung des Wärmeversorgungsnetzes die Energieeffizienz: Mit neuen, modernen Leitungen lassen sich die Wärmeverluste im Transportnetz um rund 40 Prozent verringern.

Energiekosten senken und Umwelt schonen

„Es gibt schon seit vielen Jahren von Bürgern aus dem Stadtteil den Wunsch, die Wärmeversorgung in der Gartenfeldsiedlung auf ein zeitgemäßes Niveau zu bringen. Jetzt werden die Planungen immer konkreter und wir gehen davon aus, dass wir die ersten Maßnahmen schon in den kommenden Monaten umsetzen können“, sagt Michael Korwisi, Oberbürgermeister der Stadt Bad Homburg. Auch Ralf Schroedter, Betriebsleiter und Direktor der Stadtwerke Bad Homburg, bestätigt den Handlungsbedarf: „Die Modernisierung spart Energie. Das kommt sowohl den Fernwärmekunden als auch der Umwelt zugute.“ Laut den Berechnungen der Stadtwerke verringert die neue Technik, unter anderem durch die Umstellung von Öl auf Gas, den Ausstoß von CO2 um rund 1.500 Tonnen pro Jahr. Ein weiterer positiver Aspekt des Projekts ist der spätere Betrieb der modernen Anlage mit Bioerdgas. Es hat die gleiche Qualität wie Erdgas, wird jedoch aus nachwachsenden Rohstoffen gewonnen. „Gemeinsam ist es uns gelungen eine wirtschaftlich attraktive Lösung zu erarbeiten, die zudem auch ökologisch nachhaltig ist“,erklärte GWH Geschäftsführer Michael Haack.

Hohe Energieausbeute durch KWK-Technik

Blockheizkraftwerke sind besonders effizient, da sie anders als reine Heizkraftwerke nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) funktionieren. Dabei wird gleichzeitig Wärme und Strom produziert. Die Größe der Anlage in der Gartenfeldsiedlung orientiert sich an dem Wärmebedarf der dortigen Fernwärmekunden. Der zusätzlich produzierte Strom geht in das örtliche Stromnetz. „Mit der Modernisierung der Fernwärmeversorgung beziehungsweise mit dem Ausbau der KWK-Technik leisten wir auf lokaler Ebene einen Beitrag zur Energiewende“, betont Schroedter und verweist auf andere BHKW-Projekte. Ein Vorzeigebeispiel sind das Seedammbad und die Kläranlage. Die Kläranlage hat schon seit zehn Jahren ein mit Klärgas, das früher abgefackelt wurde, betriebenes Blockheizkraftwerk. Es erwirtschaftet jährlich rund 100.000 Euro. Im Bad die Stadtwerke bereits im Jahr 2010 ein neues BHKW installiert und reduzieren dort bereits jährlich über 1.000 Tonnen CO2.


Natur- und Umweltschutzpreis

Erstmalig steht in diesem Jahr die Vergabe des neu definierten Natur- und Umweltschutzpreises für den Hochtaunuskreis an. Die Ehrung gilt allen preiswürdigen Maßnahmen die im Jahr 2012 im Hochtaunuskreis umgesetzt wurden. Kreisbeigeordneter und Umweltdezernent Uwe Kraft ruft daher interessierte Bürgerinnen und Bürger, Verbände und Organisationen auf, Bewerbungen und Vorschläge  einzureichen. „Dem Ideenreichtum der Bewerber zum Thema Naturschutz sowie erstmals nun auch im Bereich von Umwelt- und Klimaschutz sind keine Grenzen gesetzt. Wir hoffen auf eine rege Teilnahme und zahlreiche Vorschläge und Bewerbungen, sowie ein breites Spektrum an unterschiedlichen Arbeiten, wie es schon in den letzten Jahren stets der Fall war“, erläutert Kraft.

Nach Empfehlung des Kreisausschusses und des Naturschutzbeirats werden die ausgewählten Arbeiten mit dem Natur- und Umweltschutzpreis in einer kleinen Feierstunde prämiert.

Bewerbungen können bis zum 15. Oktober beim Fachbereich Umwelt, Naturschutz und Bauleitplanung, Ludwig-Erhard-Anlage 1-5, 61352 Bad Homburg v. d. Höhe abgegeben oder per Mail an umwelt.natur@hochtaunuskreis.de gesendet werden. Weitere Informationen sind auf der Homepage des Hochtaunuskreises unter www.hochtaunuskreis.de, Stichwort „Natur- und Umweltschutzpreis“, zu finden.


Weitere fünf Jahre Geschäftsführer

„Ralf Wolter macht seit fünf Jahren eine hervorragende Arbeit.“ Das sagt der Bad Homburger Oberbürgermeister Michael Korwisi über den Geschäftsführer der Kur- und Kongreß-GmbH anlässlich dessen Bestellung für fünf weitere Jahre, beginnend mit dem 1. Februar 2014.

„Der Verwaltungsrat hat sehr einmütig beschlossen, Herrn Wolter erneut die Geschäftsführung zu übertragen“, teilt Korwisi mit. Der Oberbürgermeister ist Vorsitzender des Verwaltungsrats der städtischen Gesellschaft.

Der Geschäftsführer trägt traditionell die klangvolle Bezeichnung Kurdirektor. „Der Ausdruck Konzern-Manager trifft die Arbeit besser“, so Korwisi. Zu dem Konzern gehören neben einem sehr modernen Kurbetrieb heute die Geschäftsfelder Kur- und Bäderverwaltung,  Tourismus, Kulturbetrieb, Kongressmanagement, Park-hausbewirtschaftung, Hochbau, inzwischen auch der Betrieb einer Spielbank sowie eines KulturBahnhofs und vieles mehr. „Bad Homburg ist eine Kurstadt, und diese stark zu halten, bedeutet weit mehr als eine Tradition zu pflegen. Kur und Tourismus zählen bis heute zu den Themen, die wirtschaftlich für unsere Stadt ganz entscheidend sind“, so Korwisi. Und weiter: „Unsere Stadt hat in diesen Feldern mit Ralf Wolter seit 2009 entscheidende Schritte gemacht, sei es im Kurpark, bei der Sanierung des Bahnhofs oder bei der Spielbank. Ralf Wolter hat dabei sehr gute Arbeit geleistet. Mit ist es eine große Freude, weiter mit ihm zusammenzuarbeiten.“

Der Kurpark ist eines der großen Projekte. Der einmalige Landschaftspark zeigt an vielen Orten sein historisches Bild, zum Beispiel rund um den Schwanenteich und im Bereich der Orangerie. Über die Stiftung Historischer Kurpark habe Wolter es geschafft, Bürgerinnen und Bürger in das Engagement für den Erhalt des Denkmals einzubinden. „Für dieses Ziel haben wir eine sehr breite Basis“, stellt Korwisi fest. Die Stadt habe in Zusammenarbeit mit der Kur- und Kongreß-GmbH die Arbeiten am Kurparkpflegewerk nach Jahrzehnten endlich abschließen können.

Die Sanierung des Bahnhofs – Wolter ist auch Geschäftsführer der Bahnhof GmbH – ist ein auch für Bad Homburg einmaliges Vorhaben. Das Gebäude aus dem Jahr 1907 ist umgebaut, wieder hergestellt und im August eingeweiht worden. Bad Homburg hat damit wieder ein würdiges Stadtentree. Die Arbeit am Bahnhof sei weit mehr gewesen als alltägliches Management, erinnert der Oberbürgermeister. „Das Projekt hatte viele Tücken vom Wasser bis zum komplizierten Genehmigungsverfahren. Wäre es an einem dieser Punkte gescheitert, hätte das niemanden wirklich überrascht. Ralf Wolter arbeitet äußerst beharrlich an einer Sache, und der Bahnhof ist auch dank dieser Eigenschaft des Kurdirektors saniert“, so Korwisi.

Ein wichtiger Schritt war die Übernahme des Betriebs der Spielbank, nachdem der Konzessionsvertrag des bisherigen Partners ausgelaufen war. Eine der anstehenden Aufgaben von Wolter als Geschäftsführer der Betreibergesellschaft sei die Ausrichtung der Bad Homburger Spielbank in einer Zeit, in der die gesamte Branche rückgängige Umsätze verzeichne.

Korwisi nennt als weiteren Punkt die Arrondierung des Parkplatzangebotes in Bad Homburg. Dazu zählt unter anderem der Betrieb des neuen Parkhauses am Bahnhof.

Auch in einem klassischen Feld des Kurwesen war Ralf Wolter erfolgreich: Der Betrieb der Klinik Dr. Baumstark als „Kurklinik“ für Anschlussheilbehandlungen und Rehabilitation ist äußerst erfolgreich. Die Belegung mit Patienten ist sehr zufrieden stellend und wirtschaftlich erfolgreich und die umfangreichen Sanierungsarbeiten konnten bei laufendem Betrieb erfolgreich abgeschlossen werden.

Verbunden mit der Bestellung Ralf Wolters als Geschäftsführer der Kur- und Kongreß-GmbH ist die Fortführung seines Engagements in der Kur- und Kongreß-Immobilienverwaltungsgesellschaft, der Bahnhof GmbH, der Francois-Blanc-Spielbank GmbH sowie der Klinik Dr. Baumstark GmbH.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Bad Homburg - Tagesausflug

Das Stadtteil- und Familienzentrum Gartenfeld veranstaltet am Dienstag, 8. Oktober,  einen Tagesausflug nach Alsfeld.

Abfahrt ist um 9:00 Uhr in der Heuchelheimer Straße am Familienzentrum, Gartenfeld.

Bei der Stadtführung werden keine Jahreszahlen oder Baustile erklärt, sondern 13 Schauspieler der Alsfelder Marktspiel-Gruppe versetzen an zauberhaften Plätzen den Besucher in die Welt der Königinnen, Hexen und Feen. Danach besteht die Möglichkeit gemeinsam im Restaurant „Kartoffelsack“ Mittag zu essen und anschließend die Stadt zu erkunden wie zum Beispiel das Alsfelder Rathaus, das zu den bekanntesten, aber auch zu den kunstgeschichtlich interessantesten deutschen Rathausbauten gehört. Dieses 500 Jahre alte architektonische Meisterwerk ist das Wahrzeichen der Stadt Alsfeld.

Die Rückfahrt ist für 16:00 Uhr geplant.

Die Kosten für die Teilnahme betragen 15 Euro für Bad Homburger Bürgerinnen und Bürger und die Hälfte für Bad-Homburg-Pass Inhaber.

Anmeldungen bitte bis 4. Oktober im Stadtteil- und Familienzentrum Gartenfeld bei Sonja Faria da Graca unter der Telefonnummer 06172 390985

300 Jahre nachhaltiges Wirtschaften im Forst

Im Jahr 2013 erinnert die Forstwirtschaft an ein Jubiläum: „300 Jahre Nachhaltigkeit in der Forstwirtschaft“. Der Bad Homburger Förster Günter Busch bietet deshalb einen Waldspaziergang zu diesem Thema an. Die zweistündige Veranstaltung findet am Sonntag, 29. September, statt. Beginn ist um 15:00 Uhr, Treffpunkt ist die Bushaltestelle am Hirschgarten. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Der Begriff der Nachhaltigkeit wurde im 18. Jahrhundert in der Forstwirtschaft geprägt. Hans-Karl von Carlowitz, sächsischer Berghauptmann, verfasste ein Buch über die Ökonomie der Waldkultur, die „Silvicultura oeconomica“, das 1713 erschien. Er formulierte darin als erster das Prinzip der Nachhaltigkeit: „Schlage nur so viel Holz ein, wie der Wald verkraften kann! So viel Holz, wie nachwachsen kann!“

Heute ist Nachhaltigkeit ein Gesamtkonzept. Ökonomische, ökologische und soziale Entwicklungen dürfen voneinander nicht getrennt oder gegeneinander ausgespielt werden: kein dauerhafter wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Fortschritt ohne intakte Umwelt – keine intakte Umwelt ohne wirtschaftliche und gesellschaftliche Prosperität. Der Kerngedanke des Leitbildes nachhaltiger Entwicklung lautet: Auf lange Sicht darf die Weltgemeinschaft nicht auf Kosten zukünftiger Generationen leben, dürfen einzelne Gesellschaften nicht zu Lasten der Menschen in anderen Regionen der Erde konsumieren.

Nachhaltigkeit ist eine Querschnittsaufgabe, weil sie alle Bereiche unseres Lebens berührt. Und ihre Umsetzung ist eine internationale Frage. Denn mit der Globalisierung sind die gesellschaftlichen, ökonomischen und ökologischen Folgen in allen Teilen der Welt spürbar. Umwelt- und Entwicklungsprobleme können nicht von einem Land allein, sondern nur gemeinsam in enger Zusammenarbeit gelöst werden.

Alles, was die Menschheit der Natur entnimmt, geschieht auf Kredit. In den 1970er Jahren wurde sichtbar, wie sehr die ökonomische Entwicklung und der technische Fortschritt auf Kosten der Umwelt und ihrer Ressourcen zu Stande kommen. Stichworte waren: Wasser- und Bodenverschmutzung, Abholzung, Waldsterben, Konsum, Industrialisierung, Armut. Die Umweltschutzkonferenz der UNO 1972 in Stockholm suchte Lösungen für diese vielen Probleme. Sie war die erste UNO-Weltkonferenz zu diesem Thema und der Beginn einer internationalen Umweltpolitik.

Die Vollversammlung der Vereinten Nationen beschloss am 20. Dezember 2002 auf Empfehlung des Weltgipfels in Johannesburg, für 2005 bis 2014 die Weltdekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ auszurufen. Die UNESCO wurde als „lead agency“ mit der Koordination der Weltdekade beauftragt. Ziel der UN-Dekade ist ein mentaler Wandel hin zu mehr Nachhaltigkeit. Die UN-Mitgliedstaaten verpflichten sich, in dieser Dekade das Leitbild der zukunftsfähigen Entwicklung in Kindergärten, Schulen und Universitäten zu verankern – das heißt, die Prinzipien nachhaltiger Entwicklung, wie sie in der Agenda 21 festgelegt wurden, in ihren Bildungssystemen zu integrieren. Alle Menschen sollen die Chance haben, sich Wissen anzueignen, damit sie nachhaltig denken und verantwortungsvoll handeln können. Sie sollen Verhaltensweisen und Lebensstile erlernen, die eine lebenswerte Zukunft ermöglichen und die Weltgemeinschaft positiv verändern.

 

 

 

 



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