Friedberg

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Internationaler Mädchentag 2013  

Am Freitag, den 11. Oktober, feiern Mädchen weltweit zum zweiten Mal den Internationalen Mädchentag. Der Facharbeitskreis Mädchenarbeit, die Fachstelle Jugendarbeit und der Fachdienst Frauen und Chancengleichheit des Wetteraukreises rufen Mädchen aus der Wetterau auf, nach Frankfurt zu fahren und mit dabei zu sein. Unter dem Motto „Wir sind viele, wir sind laut und wir machen uns die Welt, wie sie uns gefällt“, können Mädchen sagen, was sie brauchen und wie sie die Welt verändern wollen.

Alles fängt um 12 Uhr mit einer großen Mädchendemo an, Treffpunkt ist am Brunnen auf der Zeil, vor dem Primark. Anschließend gibt es Konzerte, Performances und lila Luftballons auf dem Römer. Das Besondere an dem Tag ist die gute Mischung von Aktionen. Mädchen können sich  politisch engagieren und gleichzeitig zu einer tollen Party gehen. Es gibt viel Musik und Tanz, zum Beispiel den Mädchen-Mutmach-Song, eine Mädchenband, Bollywood Tanz, Trommeln und Hip Hop. Sarah Sorge, Dezernentin der Stadt Frankfurt für Bildung und Frauen, nimmt politische Forderungen der Mädchen entgegen.

Bereits im letzen Jahr war der Tag ein enormer Erfolg und wurde gut genutzt, um den Interessen und Wünschen von Mädchen Gehör zu verschaffen. „Außerdem verstärkt er bei den Mädchen selbst ein Bewusstsein für den Wandel von Geschlechterrollen in unserer Gesellschaft und ihre eigenen Ideen und Ziele für die Zukunft“, sagt Hanne Battenhausen, zuständig für Mädchenarbeit im Fachdienst Frauen und Chancengleichheit

Ausgerufen wurde der Tag von den Vereinten Nationen, denn vielen Mädchen werden noch immer weltweit elementare Grundrechte vorenthalten. In Hessen setzt die Landesarbeitsgemeinschaft Mädchenpolitik die Idee mit viel Engagement um. „Uns geht es darum“, so Angela Schmidt vom Vorstand der LAG, „Mädchen nicht nur in einem defizitären Zusammenhang zu betrachten. Wir wollen, dass Mädchen gerne und mit Stolz erfüllt von sich erzählen: ‚Ich bin emanzipiert’.“

Im letzten Jahr ergab eine Auswertung von rund 650 Wunschpostkarten von Mädchen im Alter von 11 und 17 Jahren, dass Mädchen sehr wohl und in erheblichem Umfang wahrnehmen, dass die versprochene Gleichberechtigung noch nicht erreicht ist. Zu ihren Wünschen gehörten zum Beispiel „Ich will nicht, dass Männer denken, das sie mit uns machen können, was sie wollen“, „Ich will Fußballspielen, ohne dass ich komisch angeschaut werde“, „Ich will nicht mit Nacktbildern belästigt werden“, „Ich will nicht mit 20-27 Hausfrau werden“ und: „Ich will nicht, dass Mädchen wegen ihrer Herkunft gemobbt werden.“

LAG Mädchenpolitik

Die LAG Mädchenpolitik in Hessen e.V. ist das Netzwerk und die Landesvertretung der mädchenpolitischen Arbeit in Hessen. Vertreten sind Mädchenarbeitskreise und knapp 500 Einrichtungen und Fachfrauen, darunter auch der Facharbeitskreis Mädchenarbeit in der Wetterau mit dem Fachdienst Frauen und Chancengleichheit, der Fachstelle Jugendarbeit und den Jugendpflegen der Städte und Gemeinden.  (red)


Aufnahme,  vor Lampedusa gekenterte Flüchtlinge in der Wetterau

„Die schrecklichen Bilder und Berichte, die uns über das Schicksal der Bootsflüchtlinge vor der italienischen Insel Lampedusa erreichen, müssen zu Konsequenzen führen“, fordert Landrat Joachim Arnold. Nach seiner Ansicht muss die Flüchtlingspolitik in der Europäischen Union schnellstens unter humanitären Gesichtspunkten überdacht und in allen Mitgliedsstaaten gleiche Standards für die Unterbringung und Betreuung der in Not geratenen Menschen gesetzt werden.

„Zu allererst aber müssen wir die Flüchtlinge, die aktuell gerade erst dem Tod knapp entronnen sind, ein menschenwürdiges Dasein ermöglichen. Sobald die Bundesregierung sich dazu entschließt, diese Menschen aufzunehmen, wird der Wetteraukreis sich umgehend darum bemühen, dass sie auch in der Wetterau Schutz vor Hunger und Krieg finden können“, erklärte Arnold, und berichtet weiter: Es gibt bereits Angebote von Wetterauer Einrichtungen und Bürgern, die uns bei der Betreuung dieser traumatisierten Mitmenschen unterstützen wollen. Dafür bin ich sehr dankbar.“   (red)

 


Tipp - Autofahrt zu den Herbstferien

Damit der Start in den Herbsturlaub nicht zur Tortur wird, raten die Johanniter, die Autofahrt ebenso sorgfältig vorzubereiten wie den Urlaub selbst.

Unnötiger Stress durch Mängel am Fahrzeug, Erschöpfung während der Fahrt oder unnötige Wartezeiten in Staus gefährdet das Unfallrisiko und mindern den Urlaubswert der Reise.

Damit die Auszeit vom Alltag bereits mit der Autofahrt beginnt, empfehlen die Johanniter zu einer sorgfältigen Reisevorbereitung. Bevor die Reise beginnt, wird das Fahrzeug überprüft, ob es in einem technisch einwandfreien Zustand ist. Dazu gehört es, die Luft in den Reifen zu prüfen, eventuell ein Ölwechsel und nicht zuletzt ein Verbandskasten, der auf aktuellstem Stand ist. Auch eine Fahrt in die Waschanlage schadet nicht.

Außerdem sollte man die Reiseroute mit einer aktuellen und genauen Karte planen. Man kann sich schon vor der Reise Gedanken über Alternativstrecken zu berühmten Stauautobahnen machen. Einen Stau bis zu zwei Kilometern Länge sitzt man am besten aus, ansonsten sollte man eine Ausweichroute wählen oder eine Pause einlegen.

„Der optimale Reisebeginn ist morgens“, sagt Oliver Pitsch, Regionalvorstand der Johanniter. „Wer zwischen neun und zehn Uhr früh startet, vermeidet hohes Verkehrsaufkommen. Nach rund zwei Stunden Fahrt sollte man die erste Pause einlegen, mindestens ein halbe Stunde lang. Ein Rundgang ums Fahrzeug und einige Freiluftübungen – Arme kreisen lassen und Füße ausschütteln – wirken bereits Wunder.

Statt einem Fünf-Gänge-Menü ist leichte Kost die gesündere

Wahl: Belegte Vollkornbrote, Salate, Rohkost, Obst oder auch Gemüse machen satt und vor allem nicht müde. Wer lange unterwegs ist, muss reichlich trinken. Wasser und Apfelsaftschorle sind ideale Durstlöscher.

Nicht nur der Fahrer sollte sich auf lange Autofahrten vorbereiten, auch für den Rest der Familie muss gesorgt

werden: Wenn Lieblingsspielzeug, Malbücher und Kuscheltiere mit an Bord sind, vergeht die Reise für die Kinder wie im Flug, und die Nerven der Eltern werden geschont.   (red)


Neubau an der Friedberger Musterschule

Die Friedberger Musterschule soll eine Mehrzweckhalle, einen Ganztagesbereich und eine Mensa erhalten. Nach dem ersten Spatenstich im Sommer hat sich aber die Terminsituation etwas verändert  ob der Einzugstermin im Sommer des kommenden Jahres eingehalten werden kann ist unsicher.

„Wir haben hier eine ungeheuer reiche Fundlage, die den Blick in die Friedberger Geschichte bis in die Römerzeit freigibt“, sagte Landrat Joachim Arnold bei einem Ortstermin.

Nachdem die mittelalterlichen Schichten abgetragen waren, stieß man auf eine römische Mauer. Kreisarchäologe Dr. Jörg Lindenthal: „Sobald man in Friedberg den Spaten ansetzt, steckt man nach den wenigen Zentimetern tief in der Geschichte.“

Die reiche Fundlage soll später in einer Ausstellung gezeigt werden. Besonders spannend sind nach Einschätzung von Dr. Lindenthal der gut erhaltene Abwasserkanal des Augustinerklosters sowie Fragmente eines römischen Weihe-Altars und eine bronzene Wangenklappe eines römischen Militärshelms.

Derzeit gibt es im Eigenbetrieb Gebäudewirtschaft des Wetteraukreises Überlegungen, wie durch eine andere statische Gründung so viel als möglich der historischen Fundsituation bewahrt werden kann.   (red)

 

 

 

 

 

 

 


Mobbing? Hinschauen, Handeln!

Der Erzieherische Jugendschutz der Fachstelle Jugendarbeit lädt zu einer Fortbildung, die sich dem Thema Mobbing widmet. Vorgestellt wird ein Ansatz, der bei der Bearbeitung von Mobbing zu überraschend positiven Ergebnissen führt: No blame approach. Die Fortbildung findet am 8. November von 9 bis 16.30 Uhr im Kreishaus statt. Eingeladen sind Fachkräfte aus der Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und Schule.

Hinter dem etwas sperrigen Titel „No Blame Approach“, der seinen Ursprung nicht nur sprachlich in England hat verbirgt sich ein Arbeitsansatz, der ohne Schuldzuweisung auskommt. Es ist eine wirksame Vorgehensweise, um Mobbing unter Kindern und Jugendlichen zeitnah und nachhaltig zu beenden. Die besondere Faszination dieses Ansatzes liegt darin, dass - auf Schuldzuweisungen und Bestrafungen verzichtet wird, auch dann wenn schwerwiegendes Mobbing vorliegt.

Beim „No Blame Approach“ steht die Lösung im Vordergrund. Der Blick ist stets darauf gerichtet, konkrete Ideen zu entwickeln, die für den Jugendlichen, der von Mobbing betroffen ist, die Situation verbessern. Es werden ausschließlich solche Lösungen anvisiert, die dazu beitragen, das Mobbing zu stoppen.

Der Ansatz vertraut auf die Ressourcen und Fähigkeiten von Kindern und Jugendlichen, wirksame Lösungen auch im Fall von Mobbing herbeizuführen. Die Praxis zeigt, dass dieses Vertrauen dankbar aufgenommen wird.

Der No Blame Approach ist in allen Schulformen und stabilen Gruppensituationen anwendbar und wird in einem breiten Altersspektrum eingesetzt.

Im Rahmen der Intervention mit dem No Blame Approach werden Kinder und Jugendliche aus der Gruppe gewonnen, bei der Lösung des Mobbing mitzuhelfen. Dabei liegt die besondere Herausforderung darin, die am Mobbing beteiligten Kinder und Jugendlichen so in den Lösungsprozess einzubinden, dass sie sich aktiv an der Beendigung des Mobbing beteiligen.

Die guten Ergebnisse, die pädagogische Fachkräfte mit dieser Intervention erzielen, sind immer wieder neu überraschend. Die Quote bei der Auflösung von Mobbing liegt laut einer Evaluation aus dem Jahr 2008 bei mehr als 85 Prozent.  (red)

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 



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