Bad Homburg

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Bahnhof  erhält ein neues Gesicht

Usingen - Startschuss für die Baumaßnahmen am Usinger Bahnhof: Gemeinsam setzen Landrat Ulrich Krebs und der Usinger Bürgermeister Steffen Wernard den symbolischen ersten Spatenstich für die Sanierungsarbeiten. „Nun erhält der historische Bahnhof aus dem Jahr 1895 ein neues Gesicht. Die Sanierung ergänzt die städtebauliche Entwicklung in Usingen ideal, da die Funktionsvielfalt des Bahnhofs langfristig erhalten bleibt und das Areal rund um den Bahnhof sowie die Bahnhofstrasse belebt werden“, sagen Landrat und Verbandsvorsitzender des Verkehrsverbands Hochtaunus (VHT) Ulrich Krebs und Bürgermeister Steffen Wernard.

Den Grundsatzbeschluss zur Sanierung des Bahnhofs hatte der Verbandsvorstand des VHT in der Sitzung am 26.02.2013 beschlossen.  „Das historische Gebäude aus dem Jahr 1895 wird in enger Zusammenarbeit mit der Denkmalschutzbehörde saniert und als Kulturgut bewahrt. Bei der Sanierung des Bahnhofes geht es nicht nur um die Gestaltung der Fassade, sondern es werden Flächen geschaffen, um die Wirtschaftlichkeit zu sichern, erklärt der Vorsitzende der Verbandsversammlung und Kreisbeigeordnete Uwe Kraft. So wird es im Erdgeschoss des Bahnhofs eine RMV-Verkaufsstelle geben, die noch weitere Dienstleistungen anbietet. Ein Mietwagen-, Taxi- und Reiseunternehmen wird ebenfalls im Erdgeschoss zu finden sein und rundet mit weiteren Mobilitätsangeboten das Angebot ab. Um das Serviceangebot zu erweitern wird eine Bäckerei mit warmen und kalten Snacks für das leibliche Wohl sorgen, die auch Nicht-Fahrgäste zum Verweilen einlädt. Durch die Umgestaltung der neuen Wartehalle wird der Busverkehr besser und direkter an den Bahnhof angebunden.

„Durch die Umsetzung des wichtigen Meilensteins erfährt die Stadt Usingen eine attraktive Aufwertung, die in Zeiten des demografischen Wandels ein überaus wichtiger Aspekt ist“, bedankt sich Wernard bei den Projektbeteiligten.

Im Frühjahr 2014 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Die  Gesamtkosten von rund 1.560.000 Millionen Euro beinhalten: Planung, Ausbau und Realisierung. Das Land Hessen unterstützt die Sanierung im Rahmen der Verkehrsinfrastrukturförderung mit Zuwendungen in Höhe von rund 390.000 EUR. Der überwiegende Teil der Kosten wird durch die Mieteinnahmen vor Ort erwirtschaftet. Aufgrund der bereits erfolgten Ausschreibung ist mit Mehrkosten nicht zu rechnen.

Im Rahmen der Sanierungsarbeiten am Bahnhof gibt es derzeit verschiedene Gespräche, dass Industriegebiet mit seinen umliegenden Betrieben über eine Brücke mit dem Bahnhof zu verbinden, damit Pendler und Besucher besser zum Bahnhof gelangen. Ebenso finden diverse Vorstudien zur Umsetzung, Kosten und möglichen Angebotskonzepten für eine Elektrifizierung der Taunusbahn statt.

Hintergrundinformation: Erinnerung an alte Zeiten aus dem Usinger Tagblatt & Anzeiger: In voller Festfreude fand die  Eröffnungsfeier der Bahnstrecke Homburg v.d.H. nach Usingen am 15. Oktober 1895 statt. Damals war es Landrat Dr. Bethmann, der „freudig erregt, ein begeistert aufgenommenes Hoch“ auf den Kreis Usingen und die Eröffnung der Bahnstrecke nach Usingen aussprach, die als Verlängerung der 1860 in Betrieb genommenen Bahnstrecke Homburg-Frankfurt erbaut wurde. Der damalige Bürgermeister von Usingen, Philippi, begrüßte die Festgäste im Namen der Stadt Usingen und rief ihnen ein herzliches Willkommen zu. Er betonte die hohe Bedeutung, welche die Vollendung dieses Werkes für Usingen habe, sprach den hohen Behörden den Dank der Stadt für die allezeit wohlwollende Unterstützung sowie auch für die Beteiligung an der heutigen Festfeier aus und gab dem Wunsche Ausdruck, dass es den hochverehrten Herrn Festgästen in unseren Mauern wohl gefallen möge.

Trinkspruch, ausgebracht von dem Kreistagsabgeordneten und Bürgermeister von Oberstedten, Schaller, beim Festmahle zu Usingen am 15.10.1895:

„Welch` lautes munt´eres Läuten, Pfeifen, Klingen,

Die Straßen sind so festlich all`geschmückt,

Welch´frohes Treiben in der Stadt Usingen,

Die sonst so Still; ein Jeder schaut beglückt.“

Etwa 32 Jahre vor der Eröffnung verwies das Usinger Bahnbaukomitee bereits auf die zahlreichen sozialen Vorteile, die eine Eisenbahn dem Usinger Land bringen kann. Doch erst infolge der Erschließung von Eisenerzgruben im Weiltal kam es 1895 zur langersehnten Inbetriebnahme der Usinger Bahnstrecke.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 




Niedrigsten Krankenstand in Hessen

Der Krankenstand in den Landkreisen Hochtaunus und Main-Taunus ist 2012 gesunken. Die Ausfalltage aufgrund von Erkrankungen nahmen um 0,2 Prozentpunkte ab, während sie in Hessen insgesamt gleich blieben. Mit 3,3 Prozent hatte die Region den niedrigsten Krankenstand in Hessen. Der Landesdurchschnitt betrug 4,0 Prozent. Damit waren an jedem Tag des Jahres von 1.000 DAK-versicherten Arbeitnehmern 33 krankgeschrieben. Der höchste Krankenstand in Hessen wurde mit jeweils 4,8 Prozent im Landkreis Gießen, im Landkreis Werra-Meißner und im Landkreis Hersfeld-Rotenburg verzeichnet.

Wie aus dem aktuellen DAK-Gesundheitsreport für die Landkreise Hochtaunus und Main-Taunus hervorgeht, nahmen im Vergleich zum Vorjahr bei einigen Diagnosen die Ausfalltage ab. Den größten Rückgang gab es bei den psychischen Erkrankungen wie Depressionen und Angstzustände mit mehr als zehn Prozent. Die meisten Krankschreibungen erfolgten aufgrund von Muskel- und Skeletterkrankungen wie Rückenleiden. Hier gab es eine leichte Steigerung um 5,5 Prozent. Auf dem zweiten Rang folgten nahezu unverändert Atemwegserkrankungen wie Erkältungen und Bronchitis.

„Der sinkende Krankenstand in der Region und die Tatsache, dass Menschen nirgendwo in Hessen gesünder sind, sind ein positives Signal“, kommentierte Erhard Waldmann von der DAK-Gesundheit die Ergebnisse. „Damit sich die Entwicklung fortsetzt, sind Arbeitnehmer und Betriebe gefragt. Zu einem gesunden Leben gehört auch der wichtige Bereich der Arbeit. Durch ein gezieltes Gesundheitsmanagement können Unternehmen selbst dazu beitragen, dass der Krankenstand bei ihren Beschäftigten sinkt. Ansätze bieten zum Beispiel die Themen Ernährung, Entspannung und Bewegung. Hierzu beraten wir gerne.“

Aufklärung über Auswirkungen von Stress im Job

Einen Schwerpunkt setzt die Krankenkasse 2013 mit einer neuen Aufklärungskampagne über die Auswirkungen von Stress im Job: Eine aktuelle Langzeitanalyse für Hessen zeigt, dass in den vergangenen zwölf Jahren die Fehltage bei psychischen Erkrankungen um 83 Prozent gestiegen sind. Gleichzeitig gingen die Krankschreibungen durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Atemwegserkrankungen deutlich zurück.

Sind heute wirklich immer mehr Menschen psychisch krank? Oder haben sich nur die öffentliche Wahrnehmung und der Umgang mit Belastungen geändert. Nach Einschätzung von Experten nehmen die Krankschreibungen aufgrund psychischer Erkrankungen vor allem zu, weil Betroffene und Ärzte inzwischen anders mit seelischen Leiden umgehen. „Viele Arbeitnehmer werden heute mit einem psychischen Problem krankgeschrieben, während sie früher zum Beispiel mit der Diagnose chronische Rückenschmerzen arbeitsunfähig gewesen wären“, erklärt Waldmann von der DAK-Gesundheit.

Burnout ist kein Massenphänomen

Vor zehn Jahren spielte auch das „Burnout“ bei Krankschreibungen kaum eine Rolle. Die aktuelle Diskussion über einen steilen Anstieg der Erkrankung in jüngster Zeit muss relativiert werden. So tritt bei Fehltagen zum Beispiel die Diagnose Depression acht Mal häufiger auf. 2012 haben die Ärzte in Hessen nur bei jedem 450. Mann und jeder 330. Frau ein „Ausbrennen“ auf der Krankschreibung vermerkt. „Burnout ist offensichtlich kein Massenphänomen“, betont Waldmann. „Es ist eine Art Risikozustand und keine Krankheit.“ Der Begriff sei aber durch viele Medienberichte positiver besetzt und sozial akzeptierter als eine Depression.

Ständige Erreichbarkeit führt zu Depressionen

Laut Studie der DAK-Gesundheit sind auch berufliche Telefonate außerhalb der Arbeitszeit sehr viel weniger verbreitet, als die öffentliche Debatte vermuten lässt. In Hessen geben zum Beispiel 56 Prozent der Beschäftigten an, dass sie noch nie außerhalb der Arbeitszeit von Kollegen angerufen wurden. Rund 63 Prozent der Befragten bekommen nach Feierabend auch keine E-Mails. Allerdings steigt mit dem Ausmaß an Erreichbarkeit auch das Risiko, an einer psychischen Störung zu erkranken. Jeder vierte Beschäftigte, der ständig erreichbar ist, leidet unter einer Depression. Waldmann: „Für diese kleine Gruppe hat der Wegfall der Grenze zwischen Beruf und Privatleben einen hohen Preis.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Mitternachtssport

Am Freitag, 25. Oktober, findet in der Sporthalle der Gesamtschule am Gluckenstein  die nächste  Mitternachtssportveranstaltung statt.

Von 22 Uhr bis 1:30 Uhr wird dort Basketball und Fußball gespielt. Willkommen sind alle sportbegeisterten Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Alter von 15 - 21 Jahren. Wer mitmachen möchte, benötigt Sportkleidung und Hallenschuhe mit heller Sohle.


Bewerbungskosten sind absetzbar

Tipp - In einer aktuellen Studie des Staufenbiel Instituts wurde u. a. das Verhältnis von Bewerbungsschreiben zu daraus resultierenden Arbeitsplätzen untersucht. Dafür wurden etwa 250 Unternehmen befragt, die im vergangenen Jahr 180.000 Bewerbungen von Absolventen bekamen, von denen rund 24.000 zu einer Vorstellungs-Einladung führten. Von den Eingeladenen wiederum erhielten rund 5.000 Personen einen Arbeitsvertrag. Dies mag verdeutlichen, welcher Aufwand, auch finanzieller Art, generell für Arbeitssuchende notwendig ist, um die Chance auf einen Arbeitsplatz zu sichern bzw. zu optimieren. Da ist es gut zu wissen, dass der Fiskus sich an den  Kosten im Zusammenhang mit der Suche nach einem Arbeitsplatz beteiligt. 

Wer kann Bewerbungskosten geltend machen?

Wer sich um einen Arbeitsplatz bewirbt, ganz gleich aus welcher Lebenssituation heraus, der kann die damit verbundenen Kosten als Werbungskosten in der Einkommensteuererklärung steuermindernd geltend machen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um Arbeitnehmer, Hausfrauen, Selbstständige oder Arbeitslose handelt. Zu beachten ist jedoch: Werden vom potentiellen zukünftigen Arbeitgeber Kosten übernommen bzw. erstattet, so zählen diese selbstverständlich nicht zu den steuermindernden Aufwendungen. Bei Arbeitnehmern wirken sich die entsprechende Aufwendungen steuerlich aber nur aus, wenn insgesamt die Werbungskostenpauschale von 1.000  Euro überschritten wird.

Was sind Bewerbungskosten?

In § 9 des Einkommensteuergesetzes, EStG wird definiert: „Werbungskosten sind Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen. Sie sind bei der Einkunftsart abzuziehen, bei der sie erwachsen sind.“ Dies bedeutet, dass alle Kosten, die bei der Suche nach einem Arbeitsplatz entstehen, also dem künftigen Erwerb von Einkommen dienen, im Grunde als (Be-) Werbungskosten geltend gemacht werden können. Dabei ist es prinzipiell nicht ausschlaggebend, ob die Aufwendungen anfallen während eines noch existierenden Arbeitsverhältnisses, während eines Studiums oder nach einem abgeschlossenen Studium oder auch nach einem Arbeitsplatzverlust. Wenn zum Zeitpunkt der Bewerbung keine Einkünfte erzielt werden, stellen die Bewerbungskosten sogenannte vorweggenommene Werbungskosten dar. Sie können dann als Verlust entweder in das vergangene Jahr rück- oder das nächste Jahr vorgetragen werden. In jedem Fall ist für das betreffende Jahr eine Steuererklärung abzugeben, damit der durch die Bewerbungsaufwendungen entstandene Verlust aktenkundig wird. Unerheblich für die Anerkennung der Kosten ist dabei auch, ob die jeweilige Bewerbung zum Erfolg führt oder nicht. Bereits der finanzielle Aufwand für die nachweisbaren Bemühungen um einen Job zählt zu den anerkennungsfähigen Werbungskosten.

Bewerbungskosten müssen dem Finanzamt nachgewiesen werden. Das geschieht in der Regel durch das Sammeln und detaillierte Erfassen der Einzelbelege. Sind die fraglichen Belege, aus welchen Gründen auch immer, nicht verfügbar, kann gegebenenfalls auch mit Pauschalbeträgen abgerechnet werden. Orientierung gibt ein Urteil des Finanzgerichts Köln (vom 7. Juli 2004, Az. 7 K 932/03). Das Gericht legte seinerzeit fest, dass bei einer Bewerbung mit Mappe pauschal 8,50 Euro und ohne Mappe 2,50 Euro abgesetzt werden können. In solchen Fällen empfiehlt es sich, eine Bewerbungsliste mit Kopien der Bewerbungsschreiben zu erstellen, um die Aktivitäten glaubhaft zu belegen.

Was zählt zu den Bewerbungskosten?

Im Grunde ist gesetzlich nicht speziell festgelegt, was alles konkret zu den Bewerbungskosten zählt. Insofern ist davon auszugehen, dass all solche Aufwendungen anerkannt werden, die notwendig und angemessen sind. Beispielhaft seien hier Aufwendungen aufgeführt, die bei einer Stellensuche entstehen: Klassischerweise gehören dazu Kosten für Stellenanzeigen, Bewerbungsfotos, Kopien, Beglaubigungen, gegebenenfalls die Beschaffung von

Urkunden, Zeugnissen und Übersetzungen, Präsentationsmappen und Porto sowie nachweisbare Telefon- und Faxkosten. Des Weiteren schlagen zu Buche Fahrtkosten, soweit sie nicht ersetzt wurden, sowie eventuell notwendige Übernachtungs- und Verpflegungskosten. Auch Belege für Broschüren und/oder Bücher, die angeschafft werden, um sich auf ein Vorstellungsgespräch fachlich vorzubereiten, sollten gesammelt und eingereicht werden. Aufwendungen für Seminare oder sonstige Veranstaltungen können absetzbar sein, wenn ein unmittelbarer Zusammenhang mit der konkreten Tätigkeit im angestrebten Beruf besteht.

Tatsache ist, dass der Bewerbungsaufwand, gerade finanziell, in beachtlichem Umfang zu Buche schlagen kann, aber es für einen Laien nicht immer leicht zu durchschauen ist, welche Kosten und Maßnahmen anerkennungsfähig sind. Deshalb empfiehlt es sich, einen Steuerprofi hinzuzuziehen.

 



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