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Radio Cross Friedberg

Bild: Ersten Kreisbeigeordneten Helmut Betschel-Pflügel mit Teilnehmern und Organisatoren von Radio Cross Culture


Arbeiten verlaufen planmäßig

Büdingen - Landrat Joachim Arnold hat sich in seiner Funktion als Verbandsvorsteher des Wasserverbandes Nidder-Seemenbach dieser Tage ein Bild vom Fortgang der Arbeiten zur Ertüchtigung des Dammes am Hochwasserrückhaltebecken Düdelsheim gemacht.

„Die Arbeiten“, so der Verbandsvorsteher des Wasserverbandes Nidder-Seemenbach Arnold, „sind nicht nur im Zeitplan, sondern werden voraussichtlich auch innerhalb der Kostenplanung bleiben. Die Erdbauarbeiten sowie die Errichtung der neuen Sickerwasser-Messstellen werden Ende November abgeschlossen sein.“

Der Kostenrahmen von einer Million Euro wird voraussichtlich nicht ausgeschöpft. Dies liege an der guten Vorplanung, lobte Arnold die Arbeit des Wasserverbandes Nidder-Seemenbach, vertreten durch den  Geschäftsführer Stefan Gottbehüt und den Betriebsleiter Stefan Schulz. Zudem waren auch die Rahmenbedingungen hinsichtlich der Witterung günstig. Trotz dieser immensen Ausgaben für die Baumaßnahme werden die Umlagen für die Verbandsmitglieder nicht steigen, so Verbandsvorsteher Arnold.

Notwendig wurden die Arbeiten an dem rund 40 Jahre alten Bauwerk, nachdem wiederholt Vernässungen und kleinere Wasseraustritte bei längerem Einstau des Beckens festgestellt wurden. „Um allen Risiken vorzubeugen, haben wir uns für eine Ertüchtigung des Dammbauwerkes entsprechend dem Stand der Technik entschieden. Vor dem Hintergrund der dramatischen Hochwasserereignisse in diesem Jahr sicherlich eine gute und vorausschauende Entscheidung“, so Arnold.

Bei den Arbeiten wurden Entspannungsgruben und ein Stützfilter eingebaut sowie ein Dammverteidigungsweg neu errichtet. „Der Bewuchs auf der Deichkrone muss allerdings noch entfernt werden. Das Wurzelwerk der Büsche und Bäume schädigt das Dammbauwerk und ist nach den heutigen Vorschriften auch nicht mehr zulässig, deshalb wird der Damm künftig von einer tiefwurzelnden Bepflanzung freigehalten“, kündigte Geschäftsführer Stefan Gottbehüt an.

Mit sechs neu eingebauten Sickerwasser-Messstellen soll die Durchfeuchtung innerhalb des Dammbauwerkes kontrolliert werden. „Damit haben wir jederzeit einen Überblick über die aktuelle Situation innerhalb des Bauwerkes“, erläutert Betriebsleiter Stefan Schulz.

Das Hochwasser-Rückhaltebecken  Düdelsheim ist derzeit die einzige Rückhalteanlage des Wasserverbandes Nidder-Seemenbach. Es dient der Regulierung der Abflussmengen im Seemenbach und auch in der Nidder bei Hochwasser. Das Bauwerk dämpft die abfließende Hochwasserwelle, indem es Hochwasser zwischenspeichert und nach Abklingen der Hochwassersituation wieder kontrolliert abgibt. Normalerweise ist das Hochwasserrückhaltebecken bei Düdelsheim leer. Das 1974 erbaute Rückhaltebecken hat eine Kapazität von fünf Millionen Kubikmetern. Der Damm ist ein Kilometer lang und bis zu 6,50 Meter hoch. Die maximale Dammbreite beträgt am Fuß des Bauwerkes 50 Meter 


 

Baugenehmigung für Niddaer Kino

Nidda - Bis im Herbst des kommenden Jahres die ersten Filme laufen, werden die Bagger noch einiges zu tun haben. Landrat Joachim Arnold hat dieser Tage die Genehmigung für den Bau eines Kinocenters in Nidda übergeben.

Der Platz am Niddaer Kreisel zwischen der Bismarckstraße und der Krötenburgstraße ist alles andere als attraktiv. Wo heute noch Autos abgestellt werden, soll bald ein Kinocenter entstehen. Steffen Presse will dort mit der Quantum Kino GmbH ein Kinocenter mit fünf Sälen und insgesamt 560 Plätzen errichten.

Zwei Kinosäle sollen jeweils 150 Plätze, zwei 100 und einer 80 Plätze bieten mit einem Programm, das von Hollywood Blockbuster über Familien- und Kinderfilme auch ein älteres Publikum ansprechen soll. „Wir planen Direktübertragungen aus der Metropolitan Opera in New York. Dann werden Opern-Liebhaber aus der Region mit der optimalen Tontechnik ein echtes Operngefühl in Nidda erleben können.“

Landrat Joachim Arnold zeigte sich erfreut über das Projekt: „Es wird eine Bereicherung nicht nur für Nidda, sondern für die gesamte Region darstellen.“ Auch Bürgermeister Hans-Peter Seum freut sich, nicht nur weil das Gelände endlich bebaut wird, sondern auch als eine echte Ergänzung der Infrastruktur in Nidda. Geschäftsführer Steffen Presse erwartet Besucherinnen und Besucher aus einem Umkreis von rund 30 Kilometer.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


Von den Hutungen zu den Steppenrasen

Die EU-kofinanzierten LIFE-Naturschutz-projekte „Thüringer Steppenrasen“ und „Wetterauer Hutungen“ arbeiten seit vier Jahren für den Erhalt und die Entwicklung ihrer artenreichen und schafbeweideten Lebensräume. Dazu gehört auch der regelmäßige Austausch von Erfahrungen, da die Projekte vor allem bei Zielsetzungen und Maßnahmen viele Parallelen haben.

Neben reinen Naturschutzmaßnahmen, wie Entbuschungen, spielt die Unterstützung der Schäfereibetriebe eine wichtige Rolle. Denn ohne die Schafbeweidung der Betriebe sind die für den Naturschutz wertvollen Flächen nicht zu erhalten.

Unlängst reisten Schäfer aus der Wetterau nach Thüringen, um sich dortige Projektflächen und Betriebe anzusehen und die Entwicklung der beiden Projekte zu diskutieren. Zunächst besuchten die Hessen die Agrargenossenschaft Agrarprodukte Schwabhausen bei Gotha und wurden dort von Schäfermeister Gerd Steuding durch den Betrieb und auf den Truppenübungsplatz Ohrdruf geführt. Der Betrieb hält rund 1.000 Mutterschafe und beweidet auch Projektflächen der „Thüringer Steppenrasen“.

Danach stellte Marketingberater Bernd Körber die Entwicklung einer Marketingstrategie für naturschutzgerecht produziertes Lammfleisch aus dem Thüringer Becken, die neu entwickelte Marke „Weidewonne“, vor. Mit der Einführung der Marke für Betriebe, die die Steppenrasenlebensräume und andere wertvolle Flächen im Thüringer Becken pflegen, soll die Vermarktung von Lämmern in der Region vorangetrieben werden. Die Marketingstrategie wird noch bis Ende 2014 aus dem LIFE-Projekt „Thüringer Steppenrasen“ finanziert. In der Wetterau, wo kleinere Strukturen bei den Flächen sowie den Schäferei- und Schlachtbetrieben vorherrschen, wurde durch das LIFE-Projekt „Wetterauer Hutungen“ der „Wetterauer Lamm- und Landgenuss“ initiiert, der zunächst jährlich für zwei Wochen im September, zunehmend aber auch ganzjährig das Wetterauer Lamm in die Restaurants und Metzgereien der Region bringt. Gerade bei ihren Vermarktungsinitiativen stehen beide Projekte in engem Kontakt, um Synergien und Ideen gemeinsam zu nutzen.

Vor dem gemeinsamen abendlichen Lammessen der Wetterauer und Thüringer Schäfer im Restaurant Taubennest in Mühlberg stand noch der Besuch des Projektgebietes Drei Gleichen – Teilgebiet „Längel“ auf dem Programm. Hier konnten sich die Wetterauer Schäfer von den Herausforderungen des Schäfers Michael Meister der Agrargenossenschaft „Drei Gleichen“ überzeugen, der mit 1000 Schafen und Ziegen die Steppenrasen dort hütet.

Am nächsten Tag ging es in das Projektgebiet „Kahle Schmücke“ und den dort beweidenden Schäfereibetrieb Rohkohl. Auch dort beeindruckten die ganz anderen Dimensionen als in der Wetterau, wo in klein strukturierten Gebieten kleinflächig Halbtrockenrasen und andere FFH-Lebensraumtypen vorkommen, während in Thüringen auf gänzlich anderem Untergrund großflächige, sehr artenreiche Steppenrasen wegen ihrer Hängigkeit und Flachgründigkeit in ansonsten intensiv genutzter Agrarlandschaft erhalten geblieben sind.

Den Abschluss des Besuches bildete die Agrargenossenschaft Bollstedt, wo Betriebsleiter Eisenhardt den Betrieb vorstellte. Schließlich fasste Projektmanager Dr. Henryk Baumbach die Inhalte des Thüringer LIFE-Projektes in Bezug auf die Schäfereien nochmals zusammen. In einer Abschlussdiskussion wurden verbliebene Fragen diskutiert und die großen Herausforderungen, vor denen die Projekte in Anbetracht der kommenden Agrarreform stehen, herausgestellt. Beide Naturschutzprojekte können nur durch den Erhalt der Schäfereien nachhaltig sein und wollen alles in ihrer Macht stehende für den Erhalt des Berufstandes auf ihren Flächen tun. Wichtig erschien es weiterhin allen Beteiligten, stetig bei der EU-Kommission darauf hinzuweisen, dass Erfolge von beweidungsgebundenen LIFE-Projekten nur nachhaltig sein können, wenn auch die anderen Felder der EU-Politik, z.B. die gemeinsame Agrarpolitik und das Veterinärrecht ihren Beitrag zur Erhaltung und Rentabilität der Weidebetriebe beitragen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Radio Cross Culture gibt Mikrofon ab

Mit Ende der vierjährigen Projektzeit geben die Macher von Radio Cross Culture ihr Mikrofon ab. In einer kleinen Feierstunde dankte Erster Kreisbeigeordneter und Sozialdezernent Helmut Betschel-Pflügel allen Beteiligten und zog ein positives Fazit der Arbeit.

Mit einem Hörspiel über die Droge Krokodil, eine der gefährlichsten Drogen überhaupt, geht das gemeinsame Projekt von Volkshochschule und JobKOMM Wetterau zu Ende. In den vergangenen vier Jahren wurden insgesamt 85 Sendungen produziert und im gesamten Großraum Rhein-Main auf Radio X im zweiwöchigen Rhythmus ausgestrahlt.

Gemacht wurde das Radio von jungen Menschen mit Migrationshintergrund, geringen Sprachkenntnissen oder anderen Problemen auf dem Arbeitsmarkt. Unter der Anleitung von vier Betreuern haben insgesamt 60 junge Leute regelmäßig und über einen längeren Zeitraum an dem Projekt teilgenommen. „Unser Ziel war der Ausbau der kulturellen, gesellschaftlichen und sprachlichen Bildung, die Vermittlung von Medienkompetenz, der Erwerb und Ausbau von Schlüsselqualifikationen und einen Beitrag zur beruflichen Orientierung und Kontakt zur Arbeitswelt“, erläuterte Erster Kreisbeigeordneter Helmut Betschel-Pflügel das Konzept des Projektes.

Dabei haben die jungen Leute im Laufe eines halben Jahres für 30 Stunden pro Woche an dem Projekt teilgenommen und die Sendungen produziert. Parallel belegten sie zusätzliche Kurse im Rahmen des Volkshochschulprogramms, zum Beispiel Deutsch, Englisch, Datenverarbeitung, und machten bei individuellen Bewerbungstrainings mit. „Insgesamt ziehen wir eine positive Bilanz des Projektes. Die Vermittlungsquote in den Arbeitsmarkt oder in eine zusätzliche Ausbildung betrug 40 Prozent der regelmäßig betreuten Teilnehmer“, so Betschel-Pflügel. 

Das Programm Radio Cross Culture wurde aus Mitteln des Jobcenter Wetterau und des Europäischen Sozialfonds gefördert. „Das Programm“, so JobKOMM-Geschäftsführer Bernhard Wiedemann, „hat hessenweit einen sehr guten Ruf genossen, was sich nicht zuletzt in der Verlängerung des ursprünglich auf nur zwei Jahre geplanten Projektes ausdrückte.“

Die Sendungen, die Radio Cross Culture in den vergangenen vier Jahren ausstrahlte, hatten ganz unterschiedliche Themen. Sie reichten von der Integration Behinderter über Kultserien im Fernsehen und Online-Games bis hin zu ernsten Themen, wie Erneuerbare Energien und Artenschutz. Besonders beliebt war bei den Teilnehmern des Projektes die Produktion von Hörbüchern.


Mädchen in Aktion

Friedberg - Im November finden die Mädchenaktionstage statt, die vom Facharbeitskreis Mädchenarbeit in Zusammenarbeit mit dem Fachdienst Frauen und Chancengleichheit des Wetteraukreises organisiert werden. Mädchen im Wetteraukreis sind herzlich eingeladen, Veranstaltungen an verschiedenen Orten zu besuchen.

Wenn es kalt und ungemütlich wird, ist genau die richtige Zeit, zusammen mit anderen neues zu erleben. Das können Mädchen zum Beispiel bei mitreißenden Rhythmen im Trommelworkshop in Karben. Mit den Jugendpflegen der Städte Florstadt, Nidda und Münzenberg geht es nach Frankfurt auf die Jagd nach dem Mrs. X Team, das im U-Bahnsystem untergetaucht ist. Der Verein Lichtblick e.V. bietet die Chance, Bad Nauheim beim Geocaching neu entdecken. Und natürlich geht es wieder um Selbstbehauptung und Selbstverteidigung. Mädchen von 11 bis 14 Jahren bekommen im Junity, der Jugendfreizeiteinrichtung der Stadt Friedberg praktische Antworten auf die Fragen „Wie wehre ich mich, wenn ich angefasst oder angemacht werde?“ und „Was kann ich tun, um mich zu befreien?“ Interessant für Mütter und Töchter ist das Angebot von pro familia „Du nervst“. In der heißen Phase der Pubertät haben es Mütter und Töchter nicht immer leicht miteinander. Hier gibt es die Möglichkeit, sich auszutauschen und vielleicht sogar, sich neu zu sehen.

Bitte beachten! Für die meisten Veranstaltungen fällt eine geringe Teilnahmegebühr an. Eltern mit geringem Einkommen, die Wohngeld, Kinderzuschlag oder Alg II beziehen, können für Ihre Kinder Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket (BuT) beantragen. Die Teilnahmegebühren werden dann übernommen und direkt an den Anbieter des Angebots überwiesen. Mehr Infos und die Anträge erhalten Sie beim Wetteraukreis, Fachdienst Soziale Hilfen, Tel. 06031/ 83 – 3441 oder bei dem für Sie zuständigen Jobcenter.



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