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Südumgehung Rosbach frei gegeben

Südumgehung Rosbach vollständig dem Verkehr übergeben

„Das größte Kreisstraßenprojekt der vergangenen Jahre im Wetteraukreis ist abgeschlossen. Für rund zehn Millionen Euro entstand die Verlängerung der Kreisstraße 11, die als Umgehungsstraße den Stadtteil Nieder-Rosbach nun stark vom Durchgangsverkehr entlastet und der Stadt Rosbach die Erschließung weiterer Gewerbeflächen ermöglicht. Insbesondere diese Gewerbeansiedlungen werden den Wirtschaftsstandort Wetterau und besonders das Angebot an attraktiven Arbeitsplätzen weiter stärken“, stellte Landrat Joachim Arnold bei der Verkehrsfreigabe des letzten Bauabschnitts als zentrale Botschaft heraus.

Mit dem dritten Bauabschnitt wurde nun das letzte Teilstück von dem Ende letzten Jahres fertig gestellten Kreisverkehr am Kreuzungspunkt mit der Landesstraße 3352 zwischen Nieder-Rosbach und Rodheim bis zur vorhandenen K 11 in Richtung Ober-Wöllstadt fertig gestellt. „Die Planer und Baufirmen haben dabei nicht nur die prognostizierten Zeitpläne, sondern auch die veranschlagten Gesamtkosten von rund  zehn Millionen Euro eingehalten. Dafür gebührt allen Beteiligten großer Dank“, so Landrat Arnold an die Adresse der anwesenden Beteiligten am Bau. Ein besonderen Dank richtete er an Bürgermeister Thomas Alber und dessen Vorgänger Detlev Brechtel. „Die Zusammenarbeit zwischen Stadt und Kreis bei diesem wichtigen Bauprojekt war immer mustergültig“, lobte Arnold.

Die Südumgehung Nieder-Rosbach, die neue Kreisstraße 11, wurde in drei Bauabschnitten realisiert. Der erste Teil mit einer Länge von rund 1.250 Meter und der 850 Meter lange zweite Abschnitt, der von der Landesstraße zwischen Nieder-Rosbach und Rodheim führt, sind bereits freigegeben. Der letzte, nun fertig gestellte Teil der Umgehung ist rund 1.400 Meter lang und beinhaltet auch den Bau eines dritten Regenrückhaltebeckens. Das Land Hessen leistete Zuschüsse in Höhe von 70 bis 75 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten.

Dank zollte der Landrat auch den Menschen in Rosbach und Wöllstadt, die insbesondere durch die Sperrung der bisherigen K11 zwischen Ober-Wöllstadt und Nieder-Rosbach in den letzten Wochen den einen oder anderen Umweg auf sich nehmen mussten. „Diese vorübergehende Belastung ist mit dem heutigen Tag vorbei. Insbesondere Nieder-Rosbach wird deutlich mehr Lebensqualität erfahren. Aber auch vielen Pendlern aus der Region wird der Weg zur Arbeit deutlich erleichtert werden“, so Landrat Arnold.

Details zur Baumaßnahme

Erster Bauabschnitt, gebaut 2011, Verkehrsfreigabe am 11. April 2012, Länge 1.250 Meter. Im ersten Bauabschnitt wurde auch durch die Stadt Rosbach die Dieselstraße verlängert und an die neue K11 angebunden.

Aufgrund der Zerschneidung eines alten Streuobstbestandes im ersten Bauabschnitt in welchem der auf der roten Liste stehende Steinkauz festgestellt wurde, war es notwendig eine gut vier Hektar große Ausgleichfläche, bestehend aus verschieden großen nicht zusammenhängende Einzelflächen, für den Steinkauz herzustellen.

Zweiter Bauabschnitt, gebaut 2012, Verkehrsfreigabe am 20. Dezember 2012, Länge 850 Meter. Der zweite Bauabschnitt beinhaltet auch die Überführung der K11 über die Eisenbahnlinie "Friedrichsdorf - Friedberg" und einen Kreisverkehr auf der Landesstraße L 3352 zwischen Nieder-Rosbach und Rodheim zur Anbindung der K11 an die L3352.

Dritter Bauabschnitt: Länge 1400 Meter. Spatenstich zum Baubeginn fand am 26. März 2013 statt. Ab Mitte August wurde die alte K11 zwischen Nieder-Rosbach und Ober-Wöllstadt voll gesperrt, da zu diesem Zeitpunkt mit dem letzten Stück der Südumgehung, der Anbindung der neuen K11 an die Vorhandene begonnen wurde. Verkehrsfreigabe am 4. Dezember 2013.

Die Fahrbahn der alten K11 zwischen der Anbindung der Südumgehung und Nieder-Rosbach wurde auf einer Länge von rund 460 Meter, auf eine Wirtschaftswegebreite von drei Meter zurückgebaut, um der Natur wieder ein wenig unversiegelte Fläche zurückzugeben. Der weitere Teil der alten K11 bis zur Kreuzung mit der Landestraße in der Ortslage von Nieder-Rosbach, wird zur Stadtstraße abgestuft.

Bei allen drei Bauabschnitten wurden gemäß Auflage im Planfeststellungsbeschluss, Rückhaltebecken für das Oberflächenwasser angelegt. Sie dienen zum einen dazu, dass bei Starkregen das von der Straße abfließende Wasser gesammelt und sodann kontrolliert in die weiterführenden Gräben abgeleitet werden kann, zum anderen, dass sich Schadstoffe aus dem Straßenbereich im Becken absetzen und entsorgt werden können, damit eine Grundwasserverschmutzung weitestgehend ausgeschlossen werden kann, insbesondere im Bereich westlich der Landesstraße, denn dieser Bereich liegt in einem Wasserschutzgebiet.

Im Herbst 2014 werden dann auch im Böschungsbereich der Straße in allen drei Bauabschnitten Bäume und Sträucher gemäß den Landschaftsplänen, als weitere Ausgleichsmaßnahme angepflanzt.


Wetterau profitiert von neuen Förderrichtlinien 

Die Neuordnung der Landwirtschafts-förderung bringt für die Wetterau Vorteile. Ab 2015 sollen die Betriebsprämien für landwirtschaftliche Betriebe um 4,5 % gekürzt werden und diese Mittel für Agrarumweltmaßnahmen, Ausgleichszulagen für benachteiligte Gebiete, Investitionsförderung und Flurbereinigung verschoben werden.

Bei einer Fachveranstaltung des Fachdienstes Landwirtschaft der Kreisverwaltung hat Referent Gerd Trautmann vom Hessischen Ministerium für Umwelt, Energie, Landschaft und Verbraucherschutz die Neuordnung in der Landwirtschaftförderung erläutert. Neu sei auch, dass ab dem kommenden Jahr die Flächenförderung neu gestaltet wird. Davon profitieren insbesondere kleinere Betriebe mit weniger als 100 Hektar. „Das ist in der Wetterau immer noch relativ weit verbreitet“, ergänzt Landrat Joachim Arnold. So soll der Zuschlag der ersten 30 Hektar ab dem kommenden Jahr um 50,00 € pro Hektar erhöht werden. Für die nächsten 16 Hektar beträgt der Zuschlag 30,00 €.

Um die Kontinuität in den Betrieben zu erhöhen, sollen Junglandwirte mit zusätzlich 50,00 € pro Hektar bis zu einer Förderobergrenze von 90 Hektar pro Betrieb gefördert werden. Neu ist auch, dass künftig 30 % der Direktzahlungen mit der Verpflichtung zu sogenannten Greeningmaßnahmen gewährt werden, also der Anbau mehrerer Kulturarten, der dauerhafte Erhalt von Grünland oder die Förderung von ökologischen Vorrangflächen wie Terrassen und besondere Landschaftselemente. Zusätzlich sollen besondere Agrarumweltmaßnahmen gefördert werden wie etwa die Einrichtung von Blühflächen und Schonstreifen entlang des Ackers.

Referent Trautmann kündigt weiter an, dass für den Zeitraum zwischen 2017 und 2019 eine bundeseinheitliche Basisprämie von 260,00 € pro Hektar erreicht werden soll.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


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